Amrum liegt im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Die Dünen von Norddorf bis Wittdün sind Naturschutzgebiet – eine Landschaft, die auf der Insel mit Vogelwelt, Wegen und historischen Orten zusammenkommt. Für Ihre Reiseplanung bietet sich deshalb mehr als ein Schwerpunkt an: Natur und Bewegung lassen sich ebenso entdecken wie die Geschichte der Insel und ihrer Bauwerke.
Dünen, Seevögel und Wasserwege
An der Amrumer Odde dient das Schutzgebiet Seehunden und Kegelrobben als Ruhe- und Wurfplatz. Im Naturschutzgebiet können Sie Dünen umrunden; dabei reicht der Blick auf Föhr und Sylt. Zahlreiche Seevögel brüten und überwintern in den Dünen. So stehen an der Odde unterschiedliche Naturthemen nebeneinander: der Lebensraum der Robben und die Brut- und Überwinterungsplätze der Vögel.
Der Süßwassersee Wriakhörn liegt in den Dünen zwischen Wittdün und dem Leuchtturm. Ein Bohlenweg führt um den See bis zum Kniepsand. Bei der Vogelkoje Meeram verläuft ein Naturlehrpfad am Kojenteich vorbei, durch Moorlandschaft und entlang der Dünen. In unmittelbarer Umgebung der Vogelkoje befindet sich in einem archäologischen Areal ein originalgetreu nachgebautes eisenzeitliches Haus. Hier begegnen sich Landschaft und Archäologie, ohne dass man die Themen voneinander trennen muss.
Mit dem Rad, zu Fuß oder auf dem Watt
Radwege führen auf Amrum durch Wiesen und Felder, durch den Wald sowie über Wirtschaftswege mit Blick auf das Wattenmeer. Damit stehen unterschiedliche Landschaftsbilder zur Wahl: offenes Grünland, Wald oder Wege mit Aussicht auf die Wattlandschaft. Der Themenweg Dünen ist eine Rundtour, die an der Bushaltestelle am Leuchtturm beginnt und endet. Sie können auch an einem anderen Punkt der Tour einsteigen; Belag und Beschilderung sollten Sie vor Ort prüfen.
Der zehn Kilometer lange und bis zu anderthalb Kilometer breite Kniepsand eignet sich zum Surfen, Segeln und Kitesurfen. Wasserbedingungen und lokale Zugangsregeln variieren. Eine andere Art, das Wattenmeer zu erleben, sind geführte Wattwanderungen zwischen Amrum und Föhr. Sie werden in beide Richtungen angeboten und hängen von Tide, Wetter und aktuellen Führungsterminen ab. Prüfen Sie die Termine vorab.
Kirche, Windmühle und Inselgeschichte
Die einschiffige, reetgedeckte St. Clemens-Kirche in Nebel wurde um 1240 aus Feld- und Backsteinen erbaut. Zu ihrer Ausstattung gehören eine Apostelgruppe, ein Taufstein und ein Altar mit Altaraufsatz. Neben Gottesdiensten finden dort Orgelkonzerte und Abendfeiern mit Gästechor statt. Wenn Sie eines dieser Angebote erleben möchten, prüfen Sie die aktuellen Termine. Auf dem Alten Friedhof an der Kirche befinden sich historische Grabsteine, die auch „Erzählende Grabsteine“ genannt werden.
Die Amrumer Windmühle ist die älteste Windmühle in Schleswig-Holstein. Ein weiteres historisches Zeugnis ist das Öömrang Hüs, auch „Amrum Haus“ genannt. Es vermittelt einen Einblick in die Vergangenheit: Küche, Wohnzimmer und gute Stube sind aus dem 18. Jahrhundert erhalten oder dieser Zeit nachempfunden. Zusammen mit den Baumerkmalen der St. Clemens-Kirche eröffnen diese Orte unterschiedliche Perspektiven auf Amrums Geschichte.
Auch der Amrumer Leuchtturm verbindet ein markantes Bauwerk mit einer Aussicht: Er ist der höchste begehbare Turm an der Nordseeküste. Bei passendem Wetter reicht der Blick über Amrum, die Nachbarinseln Sylt und Föhr, die Halligen Langeneß und Hooge, Pellworm und das Festland. Die Sicht ist wetterabhängig.
Anreise planen
In Niebüll bestehen Zuganschlüsse mit der NEG direkt nach Dagebüll Mole zu den Fähren nach Föhr und Amrum. Prüfen Sie Zug- und Fährfahrpläne vor der Reise, damit Ihre Verbindung zum geplanten Termin passt.
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