Die Bargumer Dorfkirche gibt einem Besuch im Ort einen konkreten kulturellen Bezug: Sie steht im historischen Dorfkern zwischen friesischen Reetdachhäusern. Ihre Ursprünge reichen bis etwa 1250 zurück; die heutige spätgotische Form stammt wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert. So lassen sich der dörfliche Rahmen und eine Baugeschichte betrachten, deren frühe Anfänge und heutige Gestalt unterschiedlichen Jahrhunderten angehören.
Malereien aus dem Jahr 1702
Im Inneren prägen Deckenbilder von 1702 den Eindruck: Sie zeigen Szenen aus dem Leben Jesu, denen Geschichten aus dem Alten Testament gegenübergestellt sind. Restaurierte Malereien an Kanzel und Empore stammen aus derselben Zeit. Damit gehören mehrere Bildflächen zu einem gemeinsamen historischen Schwerpunkt. Beim Besuch können Sie die biblischen Gegenüberstellungen an der Decke ebenso beachten wie die restaurierten Bilder an Kanzel und Empore.
Besuch der Kirche planen
Von April bis Oktober ist die Bargumer Kirche täglich von 09:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. In den Wintermonaten können Besucher den Schlüssel im gegenüberliegenden Pastorat abholen. Da sich die Öffnungsregelung ändern kann, bestätigen Sie sie vor dem Besuch vor Ort.
Nordfriesland als eigener Reisehorizont
Im übergeordneten Reiseziel Nordfriesland ist der Maßstab größer: Die Region verfügt über 441 Kilometer Küste. Zu den fünf nordfriesischen Inseln im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zählen unter anderem Sylt, Föhr und Amrum. Zudem umfasst Nordfriesland zehn Halligen, die als besondere Landschaftsformation im Nationalpark liegen. Das Nordfriesische Wattenmeer ist ein offizielles Naturschutzgebiet und gehört zum Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.
Auch kulturelle Themen sind in Nordfriesland breit vertreten: Unter den Kreisen Schleswig-Holsteins hat die Region die höchste Museumsdichte und die größte Anzahl eingetragener Kulturdenkmale. Nationalpark-Informationseinrichtungen in Nordfriesland bieten Ausstellungen und Veranstaltungen zu den Nationalparks und zum Weltnaturerbe Wattenmeer. Im Infozentrum Schlüttsiel gibt es eine naturkundliche Ausstellung und fast täglich Führungen zum Wattenmeer und Naturschutz; bei geeignetem Wetter schließt sich eine Führung auf dem Seedeich an.
Für Naturbeobachtungen können Besucher am Hauke-Haien-Koog eine artenreiche Vogelwelt erleben. Die 50 Hektar große Hallig Südfall liegt in Schutzzone 1 des Nationalparks und weist eine weitgehend natürliche Landschaft auf. Sie kann nur im Rahmen geführter Touren betreten werden, entweder bei geführten Wanderungen oder mit Wattenkutschern. Von Schlüttsiel aus fahren Ausflugsschiffe zu den Halligen Oland, Langeneß, Gröde und Hooge sowie zu den Seehundsbänken.
Auch Radtouren bieten unterschiedliche Längen und Startpunkte: Die Beltringharder Route ist 27 Kilometer lang und beginnt in Lüttmoorsiel; die 35 Kilometer lange Stollberg-Koog-Tour startet am Amsinck-Haus in Reußenköge. Die Eiderstedter Landpartie führt durch die weite Marschlandschaft Nordfrieslands und verbindet ruhige Wege und Natur mit Einblicken ins Landleben mit Kühen und Schafen. Der Nordseeküsten-Radweg führt durch Nordfriesland und ist Teil der „North Sea Cycle Route“; über die internationale Fernradroute Grenzroute kann die Region mit dem Fahrrad erreicht werden.
Zum kulinarischen Bild des nördlichen Nordfrieslands gehört der Pharisäer: heißer Kaffee mit einem Schuss Rum und einer Sahnehaube.
Weitere Reiseziele entdecken: Wittdün, Schwesing, Sollwitt, Ostenfeld, Hooge, Tetenbüll, Olderup, Klixbüll
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