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Bordelum verbindet den Stollberg mit Landschafts- und Geschichtsthemen, die sich unterschiedlich entdecken lassen: Wald, Heide und weite Blicke stehen neben Hinweisen auf frühe Besiedlung und Eisenverarbeitung. Die Kirche St. Nikolai zu Bordelum setzt mit Bauteilen aus verschiedenen Jahrhunderten einen eigenen Akzent. Für die Planung eines Aufenthalts ergibt sich so eine Wahl zwischen Natur, kulturgeschichtlichen Stationen und sakraler Architektur.

Landschaft am Stollberg

Zum Stollberggebiet gehören ausgedehnte Waldflächen, der Naturerlebnisraum Stollberg und das Naturschutzgebiet Bordelumer und Langenhorner Heide. Im Naturschutzgebiet gibt es einen Naturlehrpfad durch die Heide. Auf der Westseite der Gemeinde liegt Marschland. Im Naturerlebnisraum greifen Spiel- und Informationsstationen die Entstehung der Landschaft sowie Kultur- und Siedlungsgeschichte auf. Ein rekonstruiertes eisenzeitliches Dorf vermittelt Einblicke in das Leben und die Eisenverarbeitung um 400 n. Chr.

Wege und Themenstationen

Eine 28 Kilometer lange Rundtour um den Stollberg beginnt am Stollberg nahe Bordelum und ist als leicht eingestuft. Die Besucherroute beginnt auf dem 44 Meter hohen Stollberg. Von der Route reichen weite Blicke über die Köge zu den Inseln und Halligen. Bei Halligblick und am Stollberg-Hang erläutern Informationspunkte Küstenveränderungen und frühe Besiedlung. Die Bordelumer Besucherroute umfasst eine Raseneisenerzfläche als Erlebnispunkt sowie einen rekonstruierten Renneisenofen. Der Findlingspfad erklärt, woher die großen Feldsteine stammen. Vom Stollberg aus lässt sich Mittelnordfriesland zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Auch das Sterdebüller Geesthardenhaus zeigt traditionelle regionale Bauweise.

St. Nikolai und ihre Baugeschichte

St. Nikolai zu Bordelum steht außerhalb des Dorfes auf einem offenen Feld. Die Altarapsis und die romanischen Fenster stammen aus dem 12. Jahrhundert. Im Kirchenschiff finden sich Renaissanceelemente, während der Chor ein spätgotisches Gewölbe besitzt. Zur Kirche gehört ein freistehender Glockenturm. Das heutige Glockenhaus datiert von 1793; die darin befindliche Glocke wurde 1718 gegossen. Auch das Taufbecken ist bemerkenswert: Es hat eine spätgotische friesische Form und stammt vermutlich aus Rörbeck.

Die Heilige Quelle

Die Heilige Quelle liegt unter schattigen Bäumen und lädt zum Verweilen ein. Sie ist ein archäologisches Denkmal innerhalb des Naturerlebnisraums Stollberg und war Teil einer Kultstätte vorchristlicher Friesen. Damit stehen im Stollberggebiet Naturerlebnis, Landschaftsdeutung und Spuren früherer Nutzung nebeneinander. Der rekonstruierte eisenzeitliche Dorfbereich ergänzt diese Themen um Einblicke in Leben und Eisenverarbeitung um 400 n. Chr.

Schwerpunkte für den Aufenthalt

Nikolai rückt die Architekturgeschichte in den Mittelpunkt, während die Heilige Quelle archäologische und frühgeschichtliche Bezüge aufweist. Für eine Tour ist die 28 Kilometer lange Rundtour ein klar benannter Weg; prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegbedingungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Sollwitt, Osterhever, Pellworm, Wittbek, Sprakebüll, Poppenbüll, Enge-Sande, Struckum

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nordfriesland.

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