Das Freilichtmuseum Molfsee gibt einer Reise nach Molfsee einen klaren kulturgeschichtlichen Schwerpunkt: Es präsentiert die Alltags- und Kulturgeschichte des ländlichen Schleswig-Holsteins. Das Gelände umfasst rund 40 Hektar. Das Museum liegt am östlichen Rand des Naturparks Westensee. Der thematische Rahmen reicht von regionaler Architektur bis zu den Gegenständen, die Wohnen und Arbeit im ländlichen Alltag prägten.
Ländliche Geschichte im Freilichtmuseum
Historische Bauernhäuser, Katen, Scheunen und ländliche Handwerksstätten sind mit Möbeln, Haushaltsgegenständen und Arbeitsgeräten eingerichtet. Die Gebäude sind nach ihren Herkunftsregionen gruppiert. So treten Unterschiede in Architektur, häuslicher Kultur, Landwirtschaft und ländlichem Handwerk nebeneinander hervor. Die regionale Gliederung verbindet damit die Bauweise der Häuser mit den unterschiedlichen Formen des Wohnens und Arbeitens.
Zum Museumsgelände gehören außerdem drei Windmühlen und eine dampfbetriebene Meierei. Diese ergänzen die Themen Wohnen und Handwerk um weitere Aspekte ländlicher Arbeit und Landwirtschaft. Wer sich für Kulturgeschichte interessiert, kann die Gebäude, ihre Einrichtung und die nach Herkunftsregionen geordneten Unterschiede als zusammenhängende Themen betrachten.
Programm und Zugänglichkeit
Das Freilichtmuseum Molfsee bietet buchbare Führungen und Workshops. Verfügbarkeit und Programm können sich ändern; prüfen Sie daher die aktuellen Details, bevor Sie Ihren Besuch planen. Eine andere Ergänzung bilden die Kulturabende der Kulturkate Molfsee: Jährlich finden vier bis sechs davon in der Räucherkate neben dem Freilichtmuseum statt. Programm und Termine wechseln, sodass sich ein Blick auf die aktuellen Veranstaltungsdaten lohnt.
Für die Zugänglichkeit ist wichtig, zwischen Gebäudebereichen zu unterscheiden: Das Jahr100Haus ist weitgehend barrierefrei, während das offene Gelände und die historischen Gebäude nur eingeschränkt barrierefrei sind. Wenn Barrierefreiheit für Ihre Planung wichtig ist, bestätigen Sie die Bedingungen vor der Anreise erneut.
Landschaft und Rad im übergeordneten Reiseziel Rendsburg-Eckernförde
Im übergeordneten Reiseziel Rendsburg-Eckernförde bietet das Eidertal einen anderen thematischen Akzent. Es ist eine eiszeitlich geformte Kulturlandschaft; rund 350 Hektar werden durch extensive Beweidung gepflegt. Vom Eidertalwanderweg aus lassen sich Konik-Pferde und Heckrinder beobachten. Der Weg eignet sich zum Radfahren abseits befestigter Straßen und verfügt über Informationstafeln, Bänke und Unterstände.
Damit stehen unterschiedliche Blickwinkel auf ländliche Kultur und Landschaft nebeneinander: Im Freilichtmuseum bilden Gebäude, Einrichtung und Alltagsgeschichte den Schwerpunkt; im Eidertal sind Landschaftspflege und Tierbeobachtung prägende Themen. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde liegen vier Naturparke. Außerdem gibt es dort ein ausgeschildertes Radwegenetz von 1.000 Kilometern.
Für den Eidertalwanderweg bieten Busverbindungen sowie die Bahnhöfe Flintbek und Bordesholm Zugang mit öffentlichen Verkehrsmitteln entlang der Route. Prüfen Sie vor der Fahrt die Verbindungen und Fahrpläne. So können Sie Ihre Übernachtungsentscheidung an Ihren tatsächlichen Reiseplänen ausrichten.
Weitere Reiseziele entdecken: Schwedeneck, Breiholz, Schacht-Audorf, Neu Duvenstedt, Karby, Lindau, Melsdorf, Winnemark
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rendsburg-Eckernförde.