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Ausacker bietet zwei unterschiedliche Blickwinkel auf den Aufenthalt: die örtliche Geschichte einer Wassermühle an der Kielstau und die nahe Winderatter See–Kielstau-Landschaft. Die Mühle wurde am östlichen Rand des Dorfes von 1487 bis 1845 betrieben. In der Landschaft stehen Feuchtlebensräume neben Weideland und Ackerflächen. Wenn Sie eine Unterkunft in Ausacker suchen, können Sie den Ort anhand dieser historischen und landschaftlichen Themen einordnen.

Naturraum und Rundweg am Winderatter See

Die Winderatter See–Kielstau-Landschaft verbindet Röhrichte, Seggenwiesen, Feuchtmoor und Feuchtwald mit alten Eichen- und Buchenknicks, kleinen Teichen, Weiden und Ackerflächen. Das Gebiet ist als Landschaftsschutzgebiet und Natura-2000-Gebiet ausgewiesen. Die unterschiedlichen Lebensräume und Nutzflächen geben dem Naturraum seinen charakteristischen Wechsel; die Schutzgebietsbezeichnungen stehen dabei neben einer Landschaft, in der auch Weide- und Ackerflächen vorkommen.

Für einen Spaziergang bietet das nahe Winderatter-See-Gebiet einen ungefähr fünf Kilometer langen Rundweg. Ein Naturlehrpfad mit 22 Tafeln behandelt Natur, Artenschutz, Kultur und Geschichte. Außerdem gibt es fünf ausgewiesene Picknickbereiche. So können Sie den Rundweg, die thematischen Tafeln und eine Pause als unterschiedliche Bestandteile Ihres Besuchs betrachten. Die Länge gibt eine ungefähre Orientierung für die Runde; die Wegebedingungen vor Ort können sich ändern, daher empfiehlt es sich, diese vor dem Losgehen zu prüfen.

Die Wassermühle und die frühere Uferlinie

Die Wassermühle an der Kielstau lag am östlichen Rand von Ausacker und wurde von 1487 bis 1845 betrieben. Als der See zur Energieversorgung der Mühle genutzt wurde, entstand eine veränderte Uferlinie. Steine markieren noch heute deren früheren Verlauf. Damit erzählt die Mühlengeschichte nicht nur von einer früheren Nutzung der Wasserkraft: Sie ist auch mit einer sichtbaren Spur der Landschaftsveränderung verbunden. Die Steine sind dabei Landschaftsspuren, keine funktionierende Museumsattraktion.

Dieser örtliche Geschichtsbezug lässt sich gedanklich vom Naturthema am Winderatter See unterscheiden: Bei der Mühle stehen ihre Betriebszeit und die frühere Uferlinie im Mittelpunkt; am See prägen Lebensräume, ein Rundweg und die Informationstafeln den Besuch. Beide Themen helfen, Ausacker und seine nahe Umgebung einzuordnen, ohne sie zu einer einzigen Sehenswürdigkeit oder einer vorgegebenen Route zusammenzufassen.

Weitere Themen im Reiseziel Schleswig-Flensburg

Im übergeordneten Reiseziel Schleswig-Flensburg gibt es weitere eigenständige Kultur- und Naturthemen. Haithabu und das Danewerk gehören seit Juni 2018 zum UNESCO-Welterbe. Vom Danewerk sind heute mehr als 25 Kilometer des Walls erhalten. Das ist ein anderer historischer Maßstab als die Mühlengeschichte in Ausacker: Hier geht es um eine Wassermühle und die durch ihre Nutzung entstandene Uferlinie, dort um ein Welterbe, zu dem ein langer Abschnitt eines Walls erhalten ist.

Auch die Landschaften im übergeordneten Reiseziel Schleswig-Flensburg sind vielfältig. Die Geltinger Birk ist mit 773 Hektar das größte Naturschutzgebiet des Kreises. Im Naturpark Schlei gehören sanfte Hügel, Wälder, Knicklandschaften, Raps- und Getreidefelder, Sandstrände und Badebuchten zum Landschaftsbild. Die Brackwasserflächen der Schlei bieten Lebensraum für zahlreiche gefährdete Vogelarten. In der Geltinger Birk gibt es gut ausgebaute Wege und geführte Wanderungen, bei denen Wissenswertes über Flora und Fauna vermittelt wird.

Für Ihre Aufenthaltsplanung hilft es, diese Maßstäbe auseinanderzuhalten: Ausacker verbindet die Geschichte der Mühle mit dem nahen Naturraum; die genannten Welterbe- und Landschaftsthemen gehören zum größeren Reiseziel Schleswig-Flensburg.

Weitere Reiseziele entdecken: Tastrup, Großsolt, Maasbüll, Freienwill

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hürup.

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