Rathaus und Festungsspuren geben Krempe eine markante historische Seite; Rundwege eröffnen zugleich Blicke auf Marsch, Deiche und Wettern. Für die Planung hilft die Unterscheidung zwischen einem kurzen Gang durch den historischen Stadtkern, mehreren Fünf-Kilometer-Runden und längeren Wegen in der Marsch. So können Sie Ihren Aufenthalt nach dem gewünschten Schwerpunkt ausrichten: Stadtgeschichte, Landschaft oder beides.
Renaissance, Kirche und Spuren der Festung
Das Rathaus wurde 1570 errichtet und zählt zu den bedeutenden Renaissancebauten Schleswig-Holsteins. Auch die St.-Peter-Kirche ist architektonisch prägnant: Die dreischiffige Kirche gilt als gut erhaltene Hansen-Kirche. F. C. Heylmann errichtete sie von 1828 bis 1832 nach Plänen Christian Frederik Hansens. Ihr Turm verbindet schlichte klassizistische Formen mit einer Laterne.
Die Geschichte der Kremper Festung lässt sich an mehreren Punkten im Stadtbild nachvollziehen. In ihrer letzten Ausformung hatte sie sechs Bastionen und zwei Ravelins; die Mauer war 4,5 Meter hoch, der Graben 25 Meter breit. Der Burggraben im Stadtpark bewahrt einen Abschnitt des früheren Festungsgrabens. Der Mühlenberg erhält den Standort der einstigen südöstlichen Bastion.
Rundgang 1, „Historischer Stadtkern“, führt auf 1,5 Kilometern durch Straßen, die während der Festungszeit Krempes Stadtkern bildeten. Wer sich für den historischen Stadtgrundriss interessiert, findet hier eine kürzere Strecke als bei den fünf Kilometer langen Rundwanderwegen.
Marschlandschaft zu Fuß und mit dem Rad
Krempe liegt in der Kremper Marsch, innerhalb der Elbmarschen nördlich der Unterelbe. Die flache Landschaft und die weiten Marschblicke prägen auch die Auswahl an Wegen. Der 10 Kilometer lange Störwanderweg ist ein Rundweg durch flaches Marschland. Zu seinen Eindrücken gehören weite Deichblicke über die Flussschleifen der Stör, Feuchtvegetation, eine historische Entwässerungspumpstation von 1884 und ein Rastbereich für Vögel im äußeren Deichvorland.
Rundwanderweg 3, „Rund um Krempe“, ist eine fünf Kilometer lange Runde am Rand. Von dort bieten sich weite Blicke über die Marsch und wechselnde Ansichten auf Krempes Turmpanorama. Zwei weitere Routen haben ebenfalls jeweils fünf Kilometer, führen aber durch andere Landschaften: Rundwanderweg 4, „An der Au nach Süderau“, verläuft über einen historischen Deichrest der Kremper Au nach Süderau und am linken Ufer zurück. Rundwanderweg 5, „Rund um Schmerland“, führt durch die Felder des benachbarten Grevenkop, zwischen Baumreihen und der Schmerlander Wettern. Die gleiche Streckenlänge steht hier für unterschiedliche Wegthemen.
Auch für Radtouren bietet die Kremper Marsch eine konkrete Orientierung: Sie ist flach und weist nur wenige markante Steigungen auf. Radwege führen von Krempe entlang von Landes- und Kreisstraßen hinaus. Außerdem verläuft eine Teilstrecke des Mönchswegs durch die Krempermarsch und Krempe.
Weitere Ziele und Veranstaltungen
Als weiteres Ausflugsziel liegt das beheizte Freibad Krempe nahe der Schule und des städtischen Sportzentrums. Fahnenschwenken in Krempe gilt als regional bedeutsame Veranstaltung im Kreis Steinburg. Zusammen mit Rathaus, Kirche und Festungsorten zeigt es eine andere Seite Krempes als die Wege durch Marsch und Flusslandschaft.
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