In Mönkhagen treffen Bau- und Ortsgeschichte auf zwei weit auseinanderliegende Zeiträume: Das Gutshaus gehört ins 19. Jahrhundert, die erste Erwähnung des Ortes reicht ins Mittelalter zurück.
Das Gutshaus Mönkhagen
Das Gutshaus wurde um 1870 unter Ernst August Becker fertiggestellt und gilt als Beispiel des frühen Historismus. Seine Geschichte umfasst auch eine schwierige Phase: Das Gebäude war stark vernachlässigt und beinahe abbruchreif, bevor es wiederhergestellt wurde. Dabei blieben historische Elemente erhalten. So lassen sich Bauzeit, Stilzuordnung und Erhaltung als unterschiedliche Aspekte der Geschichte des Hauses betrachten.
Für einen Besuch gilt: Betreten Sie das Gelände des Gutshauses nicht ohne Erlaubnis.
Ortsname und frühe Geschichte
Der Name Mönkhagen wird mit Mönchen in Verbindung gebracht. Der Ort wurde erstmals 1221 dokumentiert. Möglicherweise befand er sich zeitweise im Besitz des Zisterzienserklosters Reinfeld. Diese mögliche Verbindung bleibt ebenso Teil der Ortsgeschichte wie der frühe Beleg aus dem Mittelalter; das Gutshaus führt den Blick in eine deutlich spätere Epoche.
Historische Ziele im übergeordneten Reiseziel Stormarn
Auch im übergeordneten Reiseziel Stormarn gibt es Bauwerke mit unterschiedlichen Geschichten und heutigen Funktionen. Schloss Ahrensburg wurde 1585 fertiggestellt und dient seit 1955 ununterbrochen als Museum. Schloss Reinbek in Stormarn entstand von 1572 bis 1576 im Stil der niederländischen Renaissance, wurde umfassend restauriert und dient als Kultur- und Kommunikationszentrum in Reinbek. Das Gut Jersbek stammt aus dem 16. Jahrhundert und wird seither bewirtschaftet; sein Barockgarten aus dem 18. Jahrhundert ist für Besucherinnen und Besucher geöffnet.
Natur und Wege in Stormarn
Für Naturinteressen bietet Stormarn andere Themen als die Baugeschichte. Die Hahnheide ist das größte Naturschutzgebiet Stormarns und bietet ausgedehnte Wandermöglichkeiten. Das Brenner Moor ist Schleswig-Holsteins größtes binnenländisches Salzmoor. Dort gibt es einen Abschnitt auf einem Holzbohlenweg und einen Stationenpfad mit zehn Beobachtungspunkten.
Am Herrenteich in Reinfeld liegt der Naturerlebnispfad „Rund um den Herrenteich“: Der Rundweg ist vier Kilometer lang und hat 16 Stationen direkt am Rand des Naturschutzgebiets „Oberer Herrenteich“. An der Seepromenade gibt es zwei Wasserterrassen und weitere Sitzflächen; ein 3,6 Kilometer langer Rundweg führt um den unteren Herrenteich. Die beiden angegebenen Rundwege unterscheiden sich nur wenig in der Länge, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte: Stationen am Rand des Naturschutzgebiets beim einen, die Runde um den unteren Teich beim anderen.
Radfahren und Rätsel in Stormarn
Stormarn bietet mehr als 20 Radrundtouren sowie BahnRadWege auf den Trassen dreier ehemaliger Bahnstrecken. Eine konkrete Verbindung von Radfahren und Rätseln bietet der Krimi-Trail „Postzugraub auf der Staatsbahntrasse“ auf dem BahnRadWeg B: Die Tour verknüpft das Radfahren mit einer fiktiven historischen Postzugraub-Ermittlung. Damit unterscheiden sich die regionalen Angebote nicht nur durch ihre Wege, sondern auch durch ihre Art, die Landschaft zu erkunden: von Radrundtouren bis zu einer Tour mit Rätselhandlung.
Weitere Reiseziele entdecken: Ahrensburg, Witzhave, Brunsbek, Badendorf, Großhansdorf, Hammoor, Grabau, Barsbüttel.
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