Posterstein lässt sich über zwei Seiten erkunden: die Burg mit ihrem Museum und die Wege, die durch das Dorf und die Landschaft führen. Beim Museumsbesuch gehören das Burgverlies und der 25 Meter hohe Bergfried dazu. Draußen stehen der knapp vier Kilometer lange Holzmichelweg und der neun Kilometer lange Wasser-Erlebnispfad Sprotte für unterschiedliche Streckenverläufe. So können Sie Kultur und Bewegung als verschiedene Schwerpunkte Ihres Aufenthalts betrachten.
Kirche und Burg: Geschichte vor Ort
Die spätgotische Postersteiner Kirche wurde von den Postersteiner Burgherren errichtet und ist seit dem 16. Jahrhundert Filialkirche von Nöbdenitz. Ihr barockes Holzschnitzwerk schmückt Altar, Kanzel und Empore. Pflanzliche Ornamente stehen dabei neben christlichen Symbolen. So gehören sowohl die Baugeschichte als auch die Gestaltung des Innenraums zu den prägenden historischen Themen Postersteins.
Zum Besuch im Museum Burg Posterstein gehören der Zugang zum Burgverlies und der Aufstieg auf den 25 Meter hohen Bergfried. Prüfen Sie vor der Anreise, ob beide Elemente aktuell im Besuchsangebot eingeschlossen sind. Von der Plattform des Bergfrieds bietet sich bei jedem Wetter ein Ausblick ins Altenburger Land.
Im Obergeschoss der Burg zeigt das Museum Ausstellungen zur Kulturgeschichte der Region, darunter eine Ausstellung zur Geschichte des Salons der Herzogin von Kurland. Einzelne Ausstellungen können wechseln. Das Museum bietet außerdem regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, besondere Ferienprogramme und Angebote für Schulen; auch Kindergeburtstage können dort gefeiert werden. Prüfen Sie vor der Planung die aktuellen Programmdetails.
Ein eigener Zugang zur Geschichte ist die Familienausstellung „Die Kinderburg“. An interaktiven und anschaulichen Stationen können Kinder die Geschichte von den Rittern bis in die Zeit der Salondamen spielerisch erkunden. Die Ausstellung setzt damit einen konkreten Schwerpunkt innerhalb des Museumsangebots.
Holzmichelweg und Wasser-Erlebnispfad
Der Holzmichelweg ist ein knapp vier Kilometer langer Rundweg um Posterstein. Er führt durch das Fachwerkdorf und unter einer 1938 erbauten Autobahnbrücke hindurch zu den Hängebrücken des Sprotte-Erlebnispfads. Auf dem Rückweg verläuft die Strecke über die Rothenmühle und am Friedhof vorbei nach Posterstein. Obstwiesen und kleine Waldstücke prägen die Wegbeschreibung; unterwegs gibt es eine Schutzhütte, Aussichtspunkte und Rastplätze.
Eine andere Streckenform bietet der Wasser-Erlebnispfad Sprotte: Er führt von der Burg Posterstein bis nach Schmölln und ist insgesamt neun Kilometer lang. Zwölf interaktive Stationen und Aktivitäten rund um das Leben am Wasser begleiten die Strecke. Im Vergleich zum Holzmichelweg ist er länger und hat einen anderen Endpunkt. Die Angaben zu Länge und Verlauf helfen, die beiden Wege bei der Planung auseinanderzuhalten, ohne ihre unterschiedlichen Strecken zu verwechseln.
Im übergeordneten Reiseziel Altenburger Land
Der größere regionale Rahmen ist das Altenburger Land, eine Landschaft mit sanften Hügeln, ausgedehnten Wäldern und idyllisch gelegenen Badeseen. Zu den Kulturdenkmälern der Region gehören die Roten Spitzen: erhaltene romanische Türme eines ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts, die als national bedeutsames Kulturdenkmal anerkannt sind.
Auch das Residenzschloss Altenburg steht im Altenburger Land. Es erhebt sich auf einem Porphyrfelsen und beherbergt das Schloss- und Spielkartenmuseum. Das Spielkartenmuseum zählt zu den ältesten und umfangreichsten Museen seiner Art in Europa. Diese regionalen Kulturorte ergänzen den Blick auf Posterstein, ohne ihre Geschichte mit der des Ortes oder der Burg gleichzusetzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Windischleuba, Löbichau, Rositz, Vollmershain, Altkirchen, Nischwitz, Nobitz, Heukewalde.
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