Die Geschichte der Werrabrücke und des Stockmacherhandwerks gibt einem Aufenthalt in Lindewerra einen klaren kulturellen Schwerpunkt; empfohlene Rundwanderungen ergänzen die Auswahl um Wege verschiedener Länge. Die Brücke verband die durch die Werra getrennten Gemarkungsteile des Ortes. Im Stockmachermuseum geht es um ein Handwerk, dessen Erzeugnisse vom Wanderstock bis zum Jagdstock reichen.
Werrabrücke und Stockmacherhandwerk
Die Werrabrücke wurde 1901 fertiggestellt. Im September 1998 begann ihr Wiederaufbau mit der Sanierung des denkmalgeschützten östlichen Brückenteils. Die beiden Jahreszahlen stehen für unterschiedliche Bauphasen: auf die Fertigstellung folgte Jahrzehnte später der Beginn dieser Sanierung. Damit bietet die Brücke einen konkreten Zugang zur Ortsgeschichte und zur Verbindung der durch den Fluss getrennten Gemarkungsteile.
Im Stockmachermuseum können Sie sich über die Geschichte des Stockmacherhandwerks und die Arbeitsschritte bei der Herstellung von Wander-, Spazier-, Kranken- und Jagdstöcken informieren. Zu sehen sind Dokumente, Bilder und Arbeitsgeräte sowie historische und neue Stöcke. So stehen im Museum sowohl die Entwicklung des Handwerks als auch die Gegenstände und Werkzeuge im Mittelpunkt.
Für das Museum sind vom 1. April bis 31. Oktober sonntags Öffnungszeiten von 13.30 bis 17.00 Uhr angegeben. Außerhalb dieses Zeitraums sind ganzjährig Besuche nach Voranmeldung möglich. Klären Sie vor der Anreise, ob die Besuchszeiten aktuell gelten, und stimmen Sie einen Besuch außerhalb des genannten Zeitraums vorab ab.
Empfohlene Rundwanderungen ab Lindewerra
Vier empfohlene Rundwanderungen bieten eine Auswahl nach Streckenlänge: Sie umfassen etwa 4, 6, 7 und 15 Kilometer. Die kürzeste führt von Lindewerra über Pfingstrasenbach, Waldteich und Studenroth zurück nach Lindewerra. Eine weitere, etwa 6 Kilometer lange Runde verläuft über Dorfberg, Teufelskanzel (452 m) und Steinerner Weg zum Waldteich Lindewerra.
Die etwa 7 Kilometer lange Wanderung führt über Hanseberghütte, Harthweg, Lindewerrablick, Junkerkuppe (511 m), Teufelskanzel (452 m), Steinerner Weg und Waldteich zurück nach Lindewerra. Die längste der vier Runden ist etwa 15 Kilometer lang: Sie verläuft über Werleshausen, Burg Hanstein (408 m), Lindewerrablick, Junkerkuppe, Teufelskanzel und Kuhtrift zurück zum Ausgangspunkt. Die 6- und 7-Kilometer-Runden teilen Teufelskanzel, Steinerner Weg und Waldteich als Stationen; auf der längeren Variante kommen unter anderem Hanseberghütte, Harthweg, Lindewerrablick und Junkerkuppe hinzu.
Die ungefähren Streckenlängen erleichtern den Vergleich der vorgeschlagenen Wege, geben aber keine Gehzeit vor. Da sich Wegbedingungen ändern können, prüfen Sie diese vor Ihrer Wanderung.
Aussichtspunkte im näheren Umfeld
Oberhalb von Lindewerra liegt der Lindewerrablick, ein Aussichtspunkt mit Aussichtsturm direkt am TOP-Wanderweg Hanstein-Teufelskanzel. Auch die Teufelskanzel ist ein Ziel für Wanderungen und Ausflüge: Der Felsen wird ganzjährig gern besucht. In unmittelbarer Nähe wurde 1882 ein Wirtshaus errichtet. Die Teufelskanzel ist zudem eine Station der beschriebenen 6- und 7-Kilometer-Runden; der Lindewerrablick ist Teil der längeren 7- und 15-Kilometer-Wanderung.
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