Berlingerode liegt in einem Tal am Fuß des Rotenbergs. Die Ortsgeschichte lässt sich an datierten Überlieferungen und der Kirche St. Stephanus einordnen. Im übergeordneten Reiseziel Eichsfeld reicht der Themenbogen darüber hinaus von Burgen und Museum bis zu Wanderwegen und einer Radroute. So können Sie für Ihre Reise zwischen lokalem Geschichtsblick und einem breiteren regionalen Schwerpunkt unterscheiden.
Berlingerode und seine Geschichte
Berlingerode wurde 1266 erstmals in der Chronik der Burgherren von Westernhagen erwähnt. Eine weitere historische Spur liegt im näheren Umfeld des Ortes: Die Westernhagensche Burg im Rangental befindet sich südöstlich von Berlingerode und wurde 1525 im Deutschen Bauernkrieg zerstört. Von der sogenannten Alten Burg ist heute nichts mehr sichtbar. Erste schriftliche Erwähnung und zerstörter Burgstandort sind unterschiedliche Bezugspunkte für die Geschichte des Ortes und seiner Umgebung.
Die Kirche St. Stephanus ergänzt diese Ortsgeschichte um eine genau datierte Baugeschichte. Die Vorgängerkirche in Berlingerode wurde 1685 erbaut und 1895 wegen Baufälligkeit abgerissen. Die Kirche St. Stephanus wurde 1989 fertiggestellt und im selben Jahr vom Paderborner Weihbischof Gockel konsekriert. Damit reichen die historischen Daten vom ersten Chronikeintrag bis zu einem kirchlichen Ereignis des späten 20. Jahrhunderts.
Kulturziele im Eichsfeld
Im Eichsfeld bieten Burg Bodenstein und das Eichsfeldmuseum unterschiedliche Zugänge zur Regionalgeschichte. Burg Bodenstein wurde 1098 erstmals urkundlich erwähnt und steht auf einem Bergvorsprung des Ohmgebirges. Dort werden regelmäßig Führungen zur Geschichte der früheren Burgherren von Wintzingerode angeboten; auch ein Besuch der kleinen Kapelle mit dem Taufengel ist möglich. Prüfen Sie für Ihren Reisetermin die aktuellen Führungstermine.
Das Eichsfeldmuseum im barocken Jesuitenkolleg von Heilbad Heiligenstadt informiert auf drei Etagen über Geschichte, Kultur, Religiosität und Volkskunde des Eichsfeldes. Während sich die Führungen auf Burg Bodenstein mit den früheren Burgherren befassen, spannt das Museum thematisch einen breiteren Bogen über die Region. Welche Seite Sie stärker interessiert, kann den kulturellen Schwerpunkt Ihrer Reise bestimmen.
Eine andere regionale Tradition findet jährlich am Ostermontag in Dingelstädt statt: das Steckenpferd-Reiten rund um die Marienkirche. Vorschulkinder reiten dabei auf hölzernen Pferdchen, die mit Glöckchen und bunten Bändern geschmückt sind. Der Brauch setzt einen eigenen Akzent neben den Burgen und dem Museum und ist an einen bestimmten Feiertag gebunden.
Wandern, Radfahren und Aussichten
Für Bewegung im Eichsfeld bieten die Berge Dün und Iberg rund um Heilbad Heiligenstadt gute Voraussetzungen für ausgedehnte Wanderungen auf zertifizierten TOP-Wanderwegen. Eine andere Option ist der Leine-Heide-Radweg: Er beginnt in Leinefelde und führt bis nach Hamburg. Die beiden Angaben helfen bei der Wahl des Schwerpunkts — Wandern auf den Höhenzügen oder eine Radroute mit Ziel Hamburg.
Auch die Aussichtspunkte unterscheiden sich in Lage und Sichtbedingungen. Auf Burg Scharfenstein gibt es eine Aussichtsterrasse und einen 2016 fertiggestellten, 20 Meter hohen Turm. Von dort reicht der Rundumblick über das obere Leinetal, den Eichsfelder Kessel, das Ohmgebirge und den östlichen Dün; bei guter Sicht ist auch der Harz zu sehen. Der begehbare Westturm der Burgruine Hanstein bietet bei klarem Wetter einen weiten Blick über das Eichsfeld und die umliegenden Wälder. Bei guter Fernsicht reicht das Panorama bis zum Brocken. Wenn Aussicht für Ihre Planung wichtig ist, berücksichtigen Sie die jeweils genannten Sichtbedingungen.
Weitere Reiseziele entdecken: Bodenrode-Westhausen, Wachstedt, Asbach-Sickenberg, Lindewerra, Büttstedt, Niederorschel, Mackenrode, Dingelstädt.
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