Das Grenzmuseum Schifflersgrund gibt einem Aufenthalt in Asbach-Sickenberg einen klaren historischen Schwerpunkt: Es wurde 1991 eröffnet und vermittelt die Geschichte der deutschen Teilung. Wer sich für diese Geschichte interessiert, findet hier einen konkreten Ausgangspunkt, um den Ort kennenzulernen.
Auch für die Planung einer Radtour gibt es einen markanten Orientierungspunkt. Am Grenzmuseum befindet sich ein ausgeschilderter Abzweig vom Werratal-Radweg beziehungsweise Iron Curtain Trail. Sie können diesen Abzweig bei Ihrer Routenplanung berücksichtigen; prüfen Sie die örtliche Beschilderung vor der Fahrt.
Natur und Rast am Premiumweg P16
Im näheren Umfeld von Asbach-Sickenberg liegt am Premiumweg P16 eine andere Seite des Reiseziels. Dort gibt es sehr große, alte Eibenbestände. Im Frühjahr blühen Nieswurz, Seidelbast und Maiglöckchen; im Sommer wachsen Wildkräuter, die seltene Türkenbundlilie und besondere Orchideen. Die jahreszeitlichen Akzente unterscheiden sich deutlich: Eine Frühlingsbetrachtung richtet den Blick auf die Blüten, während der Sommer weitere Pflanzen in den Vordergrund rückt.
Mit der Burgruine Altenstein kommt ein historischer Rastplatz am P16 hinzu. Natur und Burgruine setzen damit unterschiedliche Akzente im näheren Umfeld: Die Pflanzenbestände prägen die Landschaft, während die Ruine einen Ort für eine Pause am Weg bietet. Museum, Radweg-Abzweig und P16 eröffnen so verschiedene thematische Zugänge, ohne dass sie zu einem einzigen Ausflug zusammengefasst werden müssen.
Kultur und Landschaft im Eichsfeld
Auch das Eichsfeld bietet weitere eigenständige Themenorte. Das Eichsfeldmuseum befindet sich im barocken Jesuitenkolleg von Heilbad Heiligenstadt. Auf drei Etagen geht es um die Geschichte, Kultur, Religiosität und Volkskunde des Eichsfeldes. Eine andere historische Perspektive bietet die Burg Bodenstein: Sie wurde 1098 erstmals urkundlich erwähnt und steht auf einem Bergvorsprung des Ohmgebirges. Dort werden regelmäßig Führungen zur Geschichte der früheren Burgherren von Wintzingerode angeboten; außerdem ist ein Besuch der kleinen Kapelle mit dem Taufengel möglich. Wenn eine Führung für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie die Termine vorab.
In Dingelstädt findet am Ostermontag jährlich der Brauch des Steckenpferd-Reitens rund um die Marienkirche statt. Vorschulkinder reiten dabei auf hölzernen Pferdchen, die mit Glöckchen und bunten Bändern geschmückt sind. Der feste Bezug zum Ostermontag unterscheidet diesen Brauch von den ganzjährig beschriebenen Kultur- und Landschaftsthemen: Für einen Besuch ist hier der Zeitpunkt entscheidend.
Für Wanderungen nennt das Eichsfeld die Berge Dün und Iberg rund um Heilbad Heiligenstadt mit zertifizierten TOP-Wanderwegen. Burgen eröffnen weitere Perspektiven auf die Landschaft. Auf Burg Scharfenstein gibt es einen Aussichtspunkt auf der Terrasse und einen 2016 fertiggestellten, 20 Meter hohen Turm. Von dort reicht der Rundumblick bei guter Sicht über das obere Leinetal, den Eichsfelder Kessel, das Ohmgebirge und den östlichen Dün; bei guter Sicht ist auch der Harz zu sehen. Der begehbare Westturm der Burgruine Hanstein bietet bei klarem Wetter einen weiten Panoramablick über das Eichsfeld und die umliegenden Wälder, bei guter Fernsicht bis zum Brocken.
Auch Städte und regionale Küche ergänzen diese Auswahl: In Duderstadt ist die mittelalterliche Wallanlage vollständig erhalten und lädt zu einem Spaziergang unter alten Linden und Kastanien ein. Luftgetrocknete Wurst gilt als Spezialität des Eichsfelds und ist über die Grenzen der Region hinaus bekannt. So stehen für die Reise unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: Grenzgeschichte und Natur nahe Asbach-Sickenberg, dazu weitere Kultur-, Wander- und Genussmotive im Eichsfeld. Bei der Suche nach einer Ferienwohnung können Sie zuerst abwägen, welche dieser Themen für Ihren Aufenthalt im Vordergrund stehen sollen.
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Berlingerode, Heilbad Heiligenstadt, Wachstedt, Mackenrode, Am Ohmberg, Deuna, Wahlhausen und Schimberg.
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