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Das Museum Reichenfels liegt auf dem Gelände der Burgruine Reichenfels in Hohenleuben. Von der Ruine reicht der Panoramablick weit ins Triebestal. Wer den Besuch mit einer Route verbinden möchte, findet ab dem Markt eine beschriebene Strecke zum markierten Aussichtspunkt Weißer Stein. So stehen unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: Museum und Ortsgeschichte auf der einen, Aussicht und Wegpunkte auf der anderen Seite.

Museum Reichenfels: Sammlungen und Führungen

Das Museum wurde 1950 eröffnet. Seitdem werden historische Sammlungen und eine Bibliothek in einem eigens dafür erbauten Gebäude auf dem Gelände der Burgruine bewahrt und ausgestellt. Zum Bestand gehören die Sammlungen des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins, der 1825 in Hohenleuben gegründet wurde. Im Natur- und Heimatmuseum ist zudem eine Vielzahl historischer Exponate zu besichtigen.

Als außerschulischer Lernort bietet das Museum unterrichtsergänzende und anschauliche Führungen an. Ihre Themen reichen von der Ur- und Frühgeschichte Thüringens und der Region bis zur regionalen Fauna, Geologie und Sagenwelt. Wenn Sie eines dieser Gebiete vertiefen möchten, geben die Führungen einen thematischen Rahmen; wer sich zunächst umsehen möchte, kann sich an den historischen Exponaten orientieren. Die Bandbreite macht deutlich, dass sich der Museumsbesuch nicht auf eine einzelne Epoche beschränkt.

Zur Geschichte des Burggeländes gehört auch ein Gärtchen, das zwischen den Mauern der ehemaligen Burg angelegt wurde. Dort stehen alte Heil- und Brauchtumspflanzen im Mittelpunkt. Damit ergänzt das Gartenthema die Sammlungen um die Bedeutung, die Pflanzen in Heil- und Brauchtumstraditionen haben.

Burgruine, Weißer Stein und Wegpunkte

Für den landschaftlichen Blick ist die Burgruine Reichenfels selbst ein Bezugspunkt: Von dort bietet sich das Panorama ins Triebestal. Auf der beschriebenen Route ab dem Markt in Hohenleuben erreichen Sie nach knapp 1,4 km den markierten Aussichtspunkt Weißer Stein auf 441 m Höhe. Direkt dahinter befindet sich eine Sitzgruppe.

Etwa 100 m vor dem Weißen Stein zweigt ein Weg zum Naturdenkmal Weinbergbruch ab. Bei der Orientierung auf dieser Strecke helfen zwei verschiedene Angaben: Die knapp 1,4 km beziehen sich auf den Weg vom Markt bis zum Aussichtspunkt; die Abzweigung zum Weinbergbruch liegt ungefähr 100 m vor ihm. So lassen sich Aussichtspunkt und Abzweig auseinanderhalten, ohne die jeweilige Entfernungsangabe zu verwechseln.

Kultur im übergeordneten Reiseziel Greiz

Auch das übergeordnete Reiseziel Greiz bietet eigene kulturgeschichtliche Themen. Im Oberen Schloss in Greiz befindet sich seit 2010 die Dauerausstellung „Vom Land der Vögte zum Fürstentum Reuß älterer Linie“. Sie behandelt die Geschichte der Vögte, Herren, Reichsgrafen und Reichsfürsten Reuß sowie die damit verbundene kleinstaatliche Residenzkultur. Das ist ein anderer historischer Schwerpunkt als die Sammlungen und Vereinsgeschichte in Hohenleuben.

Im Unteren Schloss in Greiz befinden sich ein Museum und eine Textilschauwerkstatt. Die Schauwerkstatt besteht seit 1998 und zeigt die Herstellung und Geschichte des Greizer Textilwesens; Kinder und Erwachsene können sich am manuellen Produktionsprozess beteiligen. Ein weiterer architektonischer Akzent ist das Sommerpalais in Greiz: Es wurde als Sommerresidenz der Fürsten Reuß Älterer Linie erbaut und zählt zu den frühesten klassizistischen Gebäuden in Mitteldeutschland. Damit stehen im übergeordneten Reiseziel unterschiedliche Zugänge nebeneinander: Museums- und Vereinsgeschichte in Hohenleuben sowie Residenz- und Textilgeschichte und klassizistische Architektur in Greiz.

Weitere Reiseziele entdecken: Großebersdorf, Weida, Harth-Pöllnitz, Auma-Weidatal, Münchenbernsdorf, Hain, Hilbersdorf, Langenwetzendorf

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Greiz.

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