Greiz erschließt seine Residenzgeschichte über unterschiedliche Orte und Themen: Im Oberen Schloss stehen die Geschichte der Reußischen Herrscher und die kleinstaatliche Residenzkultur im Mittelpunkt. Das Untere Schloss ergänzt diesen Blick um ein Museum und die Geschichte des Greizer Textilwesens. Auch Park, Architektur und Fluss prägen die Entdeckungen in Greiz und der Region.
Residenzgeschichte und Textilhandwerk
Im Oberen Schloss befindet sich seit 2010 die Dauerausstellung „Vom Land der Vögte zum Fürstentum Reuß älterer Linie“. Sie behandelt die Geschichte der Vögte, Herren, Reichsgrafen und Reichsfürsten Reuß sowie die damit verbundene kleinstaatliche Residenzkultur. Ein multimediales Geschichtserlebnis, computeranimierte Baugeschichte und eine interaktive Zeitreise ergänzen das Thema um einen Blick auf die Baugeschichte des Schlosses. So begegnen Ihnen Herrschafts- und Baugeschichte in einer Ausstellung.
Die Kunstschätze des Greizer Fürstenhauses haben ebenfalls eine lange Geschichte öffentlicher Zugänglichkeit: Sie reicht bis 1922 zurück. Im Unteren Schloss befinden sich ein Museum und eine Textilschauwerkstatt. Die seit 1998 bestehende Werkstatt zeigt Herstellung und Geschichte des Greizer Textilwesens. Kinder und Erwachsene können sich am manuellen Produktionsprozess beteiligen. Damit steht neben der Geschichte der Residenz auch das handwerkliche Entstehen von Textilien im Mittelpunkt.
Sommerpalais und Greizer Park
Das Sommerpalais wurde als Sommerresidenz der Fürsten Reuß Älterer Linie erbaut und zählt zu den frühesten klassizistischen Gebäuden in Mitteldeutschland. Seine Entstehung als Residenz und seine architektonische Einordnung eröffnen einen anderen Blick auf Greiz als die Ausstellung zur Geschichte der Reußischen Herrscher. Das Sommerpalais liegt im Fürstlich Greizer Park am Ufer der Weißen Elster.
Der Greizer Park liegt am Fuß des bewaldeten Schlossberges. Als Landschaftspark des 19. Jahrhunderts hat seine Gesamtanlage den Rang eines nationalen Kulturdenkmals. Für Ihre Orientierung zu Fuß: Zum Sommerpalais sind es von der Bushaltestelle Bruno-Bergner-Straße 550 Meter, von der Haltestelle Puschkinplatz 700 Meter und vom Bahnhof Greiz einen Kilometer. Haltestellennamen und Entfernungen können sich ändern; prüfen Sie diese Angaben daher vor Ihrem Besuch.
Landschaft, Wege und Wassererlebnisse
Der Landkreis Greiz liegt im Thüringer Vogtland. Dort prägen Mittelgebirgslandschaften und enge Täler mit Burgen und Schlössern ebenso das Landschaftsbild wie Hochflächen, Felsformationen mit Flussdurchbrüchen, Auen, Hügellandschaften, Wälder und Kulturlandschaften. Das BUGA-Begleitprojekt „Wege in die Neue Landschaft“ umfasst in der Region ein Netz hochwertiger Rad-, Reit- und Wanderwege. In Ronneburg ist die 225 Meter lange Erlebnisbrücke „Drachenschwanz“ Teil eines Radfernwanderwegs.
Auch die Weiße Elster lässt sich mit unterschiedlichen Wasseraktivitäten entdecken. In Wünschendorf können Sie an der Gondelstation in Cronschwitz gegen Gebühr ein Ruderboot mieten. Die Kanu-Scheune in Wünschendorf bietet außerdem die Möglichkeit, ein eigenes Boot zu bauen und seine Schwimmfähigkeit zu prüfen; daneben werden Touren in fertigen Kanus angeboten. So können Sie zwischen einer Mietmöglichkeit auf dem Fluss, dem eigenen Bootsbau und einer Kanutour wählen.
Einen weiteren kulturellen Akzent setzt Kloster und Schloss Mildenfurth: Zusammen mit dem benachbarten Künstlerhaus und dem Skulpturengarten des Künstlerehepaares Kühn bilden sie heute ein Ensemble. Die Verbindung von Kloster, Schloss und Kunst ergänzt die Residenz- und Parkgeschichte um eine weitere Perspektive auf die kulturellen Orte der Region.
Weitere Reiseziele entdecken: Zadelsdorf, Zeulenroda-Triebes, Schwarzbach, Großebersdorf, Greiz, Gera, Bad Köstritz, Kraftsdorf, Harth-Pöllnitz, Langenwolschendorf, Moschwitz, Hilbersdorf, Münchenbernsdorf, Mohlsdorf-Teichwolframsdorf, Steinsdorf, Ronneburg, Weida, Endschütz, Langenwetzendorf, Auma-Weidatal, Bocka, Hohenleuben, Hain.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Thüringen.