In Mohlsdorf-Teichwolframsdorf geben drei konkrete Themen eine klare Orientierung: Fürstengeschichte in Waldhaus, die Landschaftszuordnung des dortigen Tiergeheges und der Rundweg „Auf alten Mohlsdorfer Kirchsteigen“. Sie bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte, um die Schwerpunkte eines Aufenthalts zu wählen.
Waldhaus: Geschichte und Landschaft
Das Mausoleum in Waldhaus wurde von Heinrich XXII. Fürst Reuß in Auftrag gegeben und 1883 fertiggestellt. Seit seiner Fertigstellung wurden dort Angehörige der Fürstenfamilie beigesetzt. Damit lässt sich neben der Entstehung des Bauwerks auch seine Bestattungsgeschichte einordnen. Waldhaus gehört zu Mohlsdorf.
Ein anderer Bezugspunkt ist das Tiergehege Waldhaus. Es umfasst etwa drei Hektar und liegt innerhalb des Landschaftsschutzgebiets „Greiz-Werdauer Wald“. Die ungefähre Fläche und die Zuordnung zum Schutzgebiet geben dem Ort eine landschaftliche Einordnung; beim Mausoleum steht dagegen die Geschichte der Fürstenfamilie im Vordergrund. Das sind unterschiedliche Themen, die sich für die persönliche Planung getrennt betrachten lassen.
Ein Rundweg mit benanntem Profil
Der Wanderweg „Auf alten Mohlsdorfer Kirchsteigen“ ist ein Rundweg mittlerer Schwierigkeit und mit leichtem Konditionsanspruch. Diese Angaben helfen dabei, das Wanderangebot nach dem eigenen Interesse und der gewünschten Anforderung einzuordnen. Die Wegverhältnisse können variieren, deshalb empfiehlt es sich, sie vor dem Wandern aktuell zu prüfen.
Zusammen mit der Geschichte des Mausoleums und der Landschaftsschutzgebietszuordnung des Tiergeheges ergibt sich eine Auswahl zwischen historischen und landschaftsbezogenen Themen. Der Rundweg ergänzt diese um eine konkrete Wanderoption, deren Profil ausdrücklich als mittel schwierig mit leichtem Konditionsanspruch beschrieben ist.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Greiz
Im übergeordneten Reiseziel Greiz setzt das Obere Schloss einen eigenen kulturellen Schwerpunkt. Dort befindet sich seit 2010 die Dauerausstellung „Vom Land der Vögte zum Fürstentum Reuß älterer Linie“. Sie behandelt die Geschichte der Vögte, Herren, Reichsgrafen und Reichsfürsten Reuß sowie die damit verbundene kleinstaatliche Residenzkultur. Zum Museum gehört außerdem ein multimediales Geschichtserlebnis mit computeranimierter Baugeschichte und interaktiver Zeitreise.
Im Unteren Schloss in Greiz befinden sich ein Museum und eine Textilschauwerkstatt. Das Museum präsentiert die Fortsetzung seiner Ausstellung in authentischen Räumen. Die seit 1998 bestehende Schauwerkstatt zeigt Herstellung und Geschichte des Greizer Textilwesens; Kinder und Erwachsene können sich am manuellen Produktionsprozess beteiligen. Damit stehen im übergeordneten Reiseziel Greiz unterschiedliche Zugänge nebeneinander: eine Ausstellung zur regionalen Herrschaftsgeschichte und ein Einblick in textiles Handwerk.
Auch das Sommerpalais in Greiz verbindet Bau- und Parkgeschichte. Es wurde als Sommerresidenz der Fürsten Reuß Älterer Linie erbaut und zählt zu den frühesten klassizistischen Gebäuden in Mitteldeutschland. Es liegt im Fürstlich Greizer Park am Ufer der Weißen Elster. Der Greizer Park befindet sich am Fuß des bewaldeten Schlossberges; als Landschaftspark des 19. Jahrhunderts hat seine Gesamtanlage den Rang eines nationalen Kulturdenkmals.
Für die Orientierung zu Fuß sind Wege zum Sommerpalais beziffert: Von der Bushaltestelle Bruno-Bergner-Straße sind es 550 Meter, von der Haltestelle Puschkinplatz 700 Meter und vom Bahnhof Greiz ein Kilometer. Prüfen Sie Haltestellennamen und Entfernungen vor dem Besuch noch einmal.
Landschaft und Aktivitäten im Reiseziel Greiz
Der Landkreis Greiz liegt im Thüringer Vogtland. Seine Landschaft umfasst Mittelgebirgslandschaften, enge Täler mit Burgen und Schlössern, Hochflächen, Felsformationen mit Flussdurchbrüchen, Auen, Hügellandschaften, Wälder und Kulturlandschaften.
Weitere, eigenständige Aktivitätsmöglichkeiten im übergeordneten Reiseziel Greiz reichen vom Radfahren bis zum Wasser. Die 225 Meter lange Erlebnisbrücke „Drachenschwanz“ in Ronneburg ist Teil eines Radfernwanderwegs. In Wünschendorf kann man an der Gondelstation in Cronschwitz gegen Gebühr ein Ruderboot mieten, um die Weiße Elster zu erkunden. Die Kanu-Scheune in Wünschendorf bietet außerdem die Möglichkeit, ein eigenes Boot zu bauen und auf Schwimmfähigkeit zu prüfen; zudem werden Touren in fertigen Kanus angeboten.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Großebersdorf, Harth-Pöllnitz, Auma-Weidatal, Kraftsdorf, Greiz, Langenwolschendorf, Steinsdorf, Zadelsdorf.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Greiz.