Der gesamte Stadtkern mit seinen zahlreichen Fachwerkhäusern steht unter Denkmalschutz. Zusammen mit der Stadtkirche St. Bartholomäus am Viehmarkt und der Rundbogenbrücke über die Rodach entsteht ein deutlicher historischer Schwerpunkt. Hinzu kommen die Geschichte der Töpferwarenherstellung, das Brauhaus und fünf Brunnen. Wenn Sie sich für Baugeschichte und örtliche Kultur interessieren, finden Sie in Ummerstadt verschiedene Themen, die sich jeweils für sich betrachten lassen.
Stadtgeschichte zwischen Viehmarkt und Rodach
Die Stadtkirche St. Bartholomäus steht am Viehmarkt. Sie ersetzte eine Vorgängerkirche, die 1632 abbrannte; der Turm blieb erhalten. So verbindet sich die Geschichte des heutigen Kirchenbaus mit einem konkreten Einschnitt des 17. Jahrhunderts. Der erhaltene Turm gehört zu dieser Baugeschichte und setzt einen eigenen zeitlichen Bezugspunkt.
Ein anderes Kapitel der Ortsgeschichte zeigt die Rundbogenbrücke: Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und führt über die Rodach. Kirche und Brücke lassen sich zeitlich gegenüberstellen. Die Brücke datiert ins 16. Jahrhundert, während der Brand der Vorgängerkirche für das Jahr 1632 genannt ist. Damit stehen ein Flussübergang und ein Ereignis der Kirchengeschichte als unterschiedliche historische Anknüpfungspunkte nebeneinander.
Auch die Töpferwarenherstellung gehört zur Geschichte Ummerstadts. Seit dem 18. Jahrhundert entwickelte sie sich dort zum wichtigsten Wirtschaftszweig. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs endete die Herstellung von Tonwaren und Kacheln. Der zeitliche Verlauf zeichnet den Wandel der örtlichen Wirtschaftsstruktur nach: von einer bedeutenden Branche bis zum Ende dieser Produktion.
Brunnen, Brauhaus und ein Treffpunkt für Familien
Die fünf Brunnen in Ummerstadt werden aus eigenen Quellen gespeist. Im Brauhaus Ummerstadt wird zweimal im Jahr Bier gebraut. Brunnen und Brautätigkeit ergänzen die historischen Bauwerke um weitere lokale Themen, die sich voneinander unterscheiden: hier die Versorgung der Brunnen aus eigenen Quellen, dort das regelmäßige Brauen.
Für Familien und Kinder ist der Spielplatz in Ummerstadt ein Anlaufpunkt. Damit steht neben den Themen Stadtgeschichte und Handwerk auch ein konkreter familienbezogener Aspekt für die Reiseplanung bereit. Welche dieser Perspektiven Sie stärker interessiert, kann den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bestimmen.
Weitere Themen im Landkreis Hildburghausen
Im übergeordneten Reiseziel Landkreis Hildburghausen reicht der Themenrahmen über Ummerstadts Stadtgeschichte hinaus. Der Landkreis ist ein bedeutender Teil der Erholungsregion Thüringer Wald. Zu ihm gehört ein geschlossenes Waldgebiet im Naturpark Thüringer Wald; außerdem prägt das Biosphärenreservat Vessertal den Landkreis. Diese Landschaftsthemen stehen auf regionaler Ebene und bilden einen eigenen Blickwinkel neben dem historischen Schwerpunkt Ummerstadts.
Auch die Museen im Landkreis setzen andere kulturelle Akzente. Das Hennebergische Museum Kloster Veßra ist ein sechs Hektar großes Freilichtmuseum mit vier Themenbereichen: Klostergeschichte, Fachwerkarchitektur und Alltagsgeschichte des Henneberger Landes sowie Landwirtschaftstechnik und Nachhaltigkeit. Die Themen reichen damit von Bau- und Alltagsgeschichte bis zu Landwirtschaft und Nachhaltigkeit.
Das Deutsche Burgenmuseum auf der Veste Heldburg zeigt die Geschichte und Kultur der Burgen in Europa vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Seine Dauerausstellung ist als Rundgang durch die gesamte Veste Heldburg angelegt. Dabei erfahren Besucher, wie sich der Burgenbau von Epoche zu Epoche verändert hat, und lernen die Veste Heldburg kennen. So können Sie den lokalen Blick auf Fachwerk, Kirche und Brücke um ein eigenständiges Thema der europäischen Burgenentwicklung ergänzen.
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