Die Dauerausstellung des Deutschen Burgenmuseums führt als Rundgang durch die gesamte Veste Heldburg. Dabei erfahren Besucher, wie sich der Burgenbau von Epoche zu Epoche verändert hat, und lernen zugleich die Veste kennen. Dieses Zusammenspiel von Bauwerk und Ausstellung eröffnet einen Zugang zum Landkreis Hildburghausen: Seine Themen reichen von Wald und Flusslandschaft bis zu Museen, Gärten und historischen Lebenswelten.
Waldlandschaften und die Rodachaue
Zum Landkreis gehört ein geschlossenes Waldgebiet im Naturpark Thüringer Wald. Außerdem wird er unter anderem durch das Biosphärenreservat Vessertal geprägt und ist ein bedeutender Teil der Erholungsregion Thüringer Wald. Wald und Schutzgebiete bilden damit einen wichtigen Rahmen für die Naturerlebnisse im Kreis.
In der Hutelandschaft Rodachaue tragen Konikpferde und Heckrinder zu einer naturnahen Landschaftsentwicklung bei. Vom Dach des Beobachtungsstandes eröffnet sich ein Panoramablick über die Wiesen der Rodachaue. Hier lassen sich zwei Perspektiven auf dieselbe Landschaft verbinden: die Tiere als Teil ihrer Entwicklung und der Blick von oben über die Wiesen.
Burgen, Gärten und Museen
Auch abseits der Veste Heldburg erzählen Museen von unterschiedlichen Zeiten und Themen. Das Hennebergische Museum Kloster Veßra ist ein sechs Hektar großes Freilichtmuseum mit vier Themenbereichen. Die Klostergeschichte steht neben Fachwerkarchitektur und der Alltagsgeschichte des Henneberger Landes; außerdem gehören Landwirtschaftstechnik und Nachhaltigkeit dazu. So reicht der thematische Bogen von historischen Lebenswelten bis zu Fragen rund um Landwirtschaft und Nachhaltigkeit.
In Hildburghausen wurde der erhaltene Schlossgarten um 1700 als Barockgarten angelegt und um 1780 in einen Landschaftspark umgewandelt. Die Abfolge dieser beiden Gartenformen markiert einen Wandel im 18. Jahrhundert. Im Naturhistorischen Museum gibt es einen Gewölberaum mit Ritterrüstung und Biedenhändern sowie großformatigen Secco-Wandmalereien der Herkulessage aus der Zeit um 1600. Auch die Geschichte des Grafengeschlechts und der Burg spielt dort eine wichtige Rolle.
Das Zweiländermuseum Rodachtal wurde im November 2009 eröffnet. Es führt Besucher auf eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert in eine Grenzregion: das Rodachtal. Damit ergänzen sich im Landkreis verschiedene historische Blickwinkel – von Burgen und Gartenanlagen bis zur Geschichte einer Grenzregion.
Wandern, Radfahren und Winterwege
Der Mühlenwanderweg in der Gemeinde Straufhain ist etwa 7 km lang. Er führt durch ein Gebiet, in dem früher neun Korn- und Schneidmühlen betrieben wurden; an den Altstandorten informieren Schautafeln über die Anlagen. Die frühere Nutzung des Gebiets wird so entlang des Weges an den jeweiligen Standorten aufgegriffen.
Der Werratal-Radweg führt im Landkreis durch die Werraauen und wird besonders für Radtouren flussabwärts genutzt. Das Werratal eignet sich außerdem zum Wandern und Radwandern; ab Themar flussabwärts ist auch Wasserwandern möglich. Wer sich für Wege am Wasser interessiert, kann damit zwischen verschiedenen Aktivitäten unterscheiden: Radfahren, Wandern und – ab Themar flussabwärts – Wasserwandern.
Für Wintersportbegeisterte gibt es in der Gemeinde Masserberg mit den Ortsteilen Heubach, Schnett und Fehrenbach Loipen von über 70 km Länge sowie zahlreiche Skiwanderwege. Loipenlänge und Präparierung können sich saisonal ändern; prüfen Sie diese vor einer Wintertour. So steht im Winter ein anderes Wegangebot im Mittelpunkt als bei Wander- und Radtouren im Werratal oder auf dem Mühlenwanderweg.
Weitere Reiseziele entdecken: Fehrenbach, Gießübel, Goldlauter, Nahetal-Waldau, Masserberg, Sankt Kilian, Schleusingen, Schnett, Suhl, Themar, Schleusingerneundorf, Hildburghausen, Henfstädt, Erlau, Eisfeld, Langenbach, Schleusegrund, Ehrenberg, Lichtenau, Veilsdorf, Sachsenbrunn, Heubach, Straufhain, Biberschlag, Reurieth, Heldburger Unterland, Auengrund, Römhild, Bischofrod, Oberstadt, Ummerstadt.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Thüringen.