Straufhain bringt mehrere unterschiedliche Themen für einen Aufenthalt zusammen: die Geschichte einer Schmalspurbahn, Regionalgeschichte aus einer Grenzregion, Spuren früherer Mühlen, Wege für Wandernde und Radfahrende sowie wiederkehrende Feste. Für Ihre Planung macht vor allem der Charakter der einzelnen Angebote einen Unterschied: Das Bahnhofsmuseum verlangt eine vorherige Terminabsprache, der Mühlenwanderweg hat mehrere benannte Einstiege, und die beiden Feste liegen im Mai und August.
Museen: Bahn- und Grenzgeschichte
Das Bahnhofsmuseum in Seidingstadt erzählt die Geschichte der Thüringer Schmalspurbahn von Hildburghausen über Heldburg nach Friedrichshall. Besuche sind nur nach vorheriger Terminabsprache möglich; klären Sie den Termin daher vor Ihrer Anreise mit dem Museum. Das Zweiländermuseum Rodachtal in Streufdorf vermittelt Regionalgeschichte aus einer Grenzregion. So treffen in Straufhain zwei verschiedene kulturgeschichtliche Blickwinkel aufeinander: die Geschichte einer Bahnverbindung über mehrere Orte und die Geschichte einer Grenzregion.
Wanderweg und Radroute unterscheiden
Der Mühlenwanderweg führt durch das Rodachtal in der Gemeinde Straufhain; einsteigen können Sie in Adelhausen, Steinfeld und Stressenhausen. An jedem Einstieg steht eine Übersichtstafel. Im Rodachtal gab es neun Mühlen. Von den historischen Anlagen sind heute fast nur noch Wasserbauwerke wie Mühlgräben und Wehre erhalten; Schautafeln informieren an den Altstandorten über sie. Damit gibt es verschiedene Orientierungspunkte: eine Übersicht am Einstieg und Hinweise zur Mühlengeschichte an den früheren Standorten.
Der Werra-Obermain-Radweg führt über Hildburghausen (Markt), Stressenhausen, Streudorf, Heldburg, Lindenau, Gemünda, Seßlach, Kaltenbrunn und Wiesen. Anders als beim Mühlenwanderweg, dessen Einstiegsmöglichkeiten und Tafeln benannt sind, lässt sich die Radroute anhand ihrer Ortsfolge einordnen. Prüfen Sie den aktuellen Routenverlauf vor der Fahrt, da sich die Streckenführung ändern kann.
Feste im Jahreslauf
Im Jahreslauf liegen zwei wiederkehrende Feste in unterschiedlichen Monaten. Das Berglochfest findet jedes Jahr am letzten Sonntag im Mai im Ortsteil Steinfeld in unmittelbarer Nähe des Berglochs statt. Das Kühbergfest wird jährlich im August in Eishausen gefeiert; zum Programm gehören Musik, Speisen aus dem Backhaus und vom Rost, Ausstellungen sowie Marktstände. Wenn ein Fest Ihren Reisetermin bestimmen soll, vergleichen Sie diese Zeitfenster und prüfen Sie den Veranstaltungskalender für den aktuellen Termin.
Landkreis Hildburghausen im weiteren Blick
Auch der Landkreis Hildburghausen bietet landschaftliche Themen über die Gemeinde hinaus. Zu seiner Landschaft gehört ein geschlossenes Waldgebiet im Naturpark Thüringer Wald; außerdem prägt das Biosphärenreservat Vessertal den Landkreis unter anderem. In der Hutelandschaft Rodachaue eröffnet sich vom Dach des Beobachtungsstandes ein Panoramablick über die Wiesen. Konikpferde und Heckrinder tragen dort zu einer naturnahen Landschaftsentwicklung bei.
Im Landkreis Hildburghausen liegen außerdem unterschiedliche Museumsziele. Das Hennebergische Museum Kloster Veßra ist ein 6 Hektar großes Freilichtmuseum mit vier Themenbereichen: Klostergeschichte, Fachwerkarchitektur und Alltagsgeschichte des Henneberger Landes sowie Landwirtschaftstechnik und Nachhaltigkeit. Das Deutsche Burgenmuseum auf der Veste Heldburg zeigt die Geschichte und Kultur der Burgen in Europa vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Seine Dauerausstellung ist als Rundgang durch die gesamte Veste angelegt; dabei erfahren Besucher, wie sich der Burgenbau von Epoche zu Epoche verändert hat.
Weitere Reiseziele entdecken: Oberstadt, Römhild, Masserberg, Sachsenbrunn, Gießübel, Heubach, Ehrenberg, Schleusegrund
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