Gießübel verbindet den Naturlehrpfad „Gießübler Schweiz“ mit genau datierter Ortsgeschichte. Durch ein Gebiet mit geologischen Formationen führt der Naturlehrpfad; Dorfkirche und Orgelbau setzen eigene kulturhistorische Themen. So lassen sich Naturkunde und Geschichte als zwei unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.
Felsformationen und Streckenlängen
Der Naturlehrpfad „Gießübler Schweiz“ führt durch ein Gebiet mit Konglomeratfelsen, die durch Verwitterung und Abtragung der Goldlauterer Schichten entstanden sind. Zu den Felsformationen gehören Nadelöhr, Schröderfelsen, Dachsbachkanzel und Langertfelsen. Auf dem Pfad liegen die Schröderfelsen sowie das Nadelöhr mit seinem markanten Felsentor. Wer sich für Naturkunde interessiert, kann einzelne benannte Formationen mit ihrer Entstehungsgeschichte verbinden. Die Kombination aus benannten Felsen und Entstehungsgeschichte macht das Naturthema des Weges konkret.
Die Kernstrecke des Naturlehrpfads ist 5,8 km lang und führt am Wasserfall im Neuntal vorbei. Sie lässt sich dabei bis zur Dachsbachkanzel auf eine Gesamtstrecke von 7,8 km verlängern. Die Dachsbachkanzel gehört zugleich zu den Felsformationen des Gebiets, sodass die längere Variante die Streckenwahl mit einem benannten geologischen Ziel verbindet. Der Naturlehrpfad beginnt und endet am Parkplatz vor dem Kulturhaus Gießübel. Der Start- und Endpunkt bleibt damit für beide Streckenlängen derselbe. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegverhältnisse.
Dorfkirche und Orgelgeschichte
Die Dorfkirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit in Gießübel wurde 1722 bis 1724 im Bauernbarockstil erbaut. Die Orgel in der Kirche zu Gießübel wurde 1748 vom Hildburghäuser Orgelbauer Johann Christian Dotzauer vollendet. Baustil und Orgelbau eröffnen zwei unterschiedliche kulturhistorische Blickwinkel auf Gießübel. Der Bauernbarockstil ordnet die Kirche architektonisch ein, während Dotzauer und das Vollendungsjahr 1748 einen eigenen Bezug zur Orgelbaugeschichte bilden. So ergänzt die Ortsgeschichte die geologische Perspektive des Naturlehrpfads um Architektur und Orgelbau. Die Orgelvollendung liegt damit gut zwei Jahrzehnte nach dem Bau der Kirche.
Skiwandern und Ortsgeschichte
Gießübel ist in das Skiwanderwegenetz des Thüringer Waldes eingebunden. Außerdem wurde Gießübel 1991 als staatlich anerkannter Erholungsort zertifiziert. Neben den kulturhistorischen und geologischen Themen ist die Einbindung ins Skiwanderwegenetz ein saisonal anderer Planungsbezug. Prüfen Sie vor einer geplanten Skiwanderung die aktuellen Wegverhältnisse.
Im übergeordneten Reiseziel Schleusegrund
Schleusegrund liegt am südwestlichen Hang des Rennsteigs, wo Seitentäler auf 450 bis 800 Metern Höhe liegen. Es ist eines der reizvollsten Erholungsgebiete im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald. In Schönbrunn befindet sich die zertifizierte Tourist-Information Schleusegrund. Zur Ausstattung des Terrassenbads Schönbrunn gehören ein Sportbecken, ein Nichtschwimmerbereich mit Edelstahlrutsche und ein Kleinkinderbereich. Wenn Sie die Tourist-Information oder das Bad besuchen möchten, prüfen Sie vorab die Öffnungszeiten und aktuellen Besuchsmöglichkeiten.
Weitere Reiseziele entdecken: Masserberg, Straufhain, Schleusingen, Sankt Kilian, Schleusegrund, Biberschlag, Henfstädt, Oberstadt
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hildburghausen-Suhl.