Wer für eine Auszeit einen Ort mit Landschaft, Bewegung und gelebtem Brauchtum sucht, kann Schnett anhand verschiedener Anknüpfungspunkte einordnen. Der Ort liegt am Südhang des 780 Meter hohen Simmersbergs; vom Gipfel reicht der Fernblick über Thüringen und Franken. Dazu kommen ein Naturlehrpfad, eine Rodelbahn am Simmersberg und ein jährlich wiederkehrender Brauch.
Landschaft und Bewegung in Schnett
Der Simmersberg gibt Schnett einen klaren landschaftlichen Bezugspunkt: Der Fernblick vom Gipfel reicht über Thüringen und Franken. In Schnett gibt es einen Naturlehrpfad; Naturlehrpfad und Trimm-dich-Pfad bezeichnen denselben Weg. Sie können ihn daher als einen Anlaufpunkt für Natur und Bewegung einordnen, nicht als zwei getrennte Stationen.
Am Simmersberg lädt eine 150 Meter lange Rodelbahn zum Rodeln ein. Ob sie genutzt werden kann, hängt von Schnee und Betriebsbedingungen ab. Wenn Sie eigens dafür planen, prüfen Sie die aktuellen Bedingungen vor dem Besuch. Damit stehen unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: der Blick vom Gipfel, der Weg mit seinen zwei Bezeichnungen und eine Rodelmöglichkeit, deren Bedingungen variieren.
Kirchenmalereien und gelebtes Brauchtum
Die Kirche St. Oswald setzt einen kulturellen Akzent. Ihre Innenmalereien werden von Gästen wiederholt bewundert und gelten als in der ganzen Region einmalig. Daneben steht die Hullefraansnacht als gelebte örtliche Tradition: Sie findet alljährlich statt und umfasst den „wilden Lauf ins neue Jahr“. Jung und Alt der Ortsbevölkerung betreiben die Brauchtumspflege aktiv.
Die Hullefraansnacht unterscheidet sich bei der Reiseplanung von Landschaft und Weg: Sie ist ein jährlich wiederkehrender Termin. Wenn Sie wegen des Brauchs nach Schnett reisen möchten, prüfen Sie den Termin für das betreffende Jahr. Bei der Rodelbahn dagegen sind Schnee und Betriebsbedingungen entscheidend. Diese Unterschiede helfen dabei, die Reise nach dem gewünschten Schwerpunkt und dem passenden Zeitpunkt auszurichten.
Natur und Kultur im übergeordneten Reiseziel Masserberg
Im übergeordneten Reiseziel Masserberg liegt die Landschaft direkt am Rennsteig und ist von Waldwiesen sowie Buchen- und Fichtenwäldern umgeben. Zahlreiche gut beschilderte Wanderwege und der Rennsteig ermöglichen Wanderungen durch den Naturpark Thüringer Wald. Auf dem Kamm können Sie in verschiedene Richtungen bequem und mit geringen Höhenunterschieden wandern oder sich mit einer Pferdekutsche fahren lassen. Der vom Fremdenverkehrsverein angelegte Barfußweg führt über naturbelassenen Waldboden, spitze Holzschnitzel, hölzerne Baumscheiben und weiches Moos. So stehen in Masserberg unterschiedliche Arten, die Landschaft zu erleben, nebeneinander.
Auch die Geschichte der Evangelischen Bergkirche Masserberg lässt sich zeitlich klar einordnen: Die heutige Kirche wurde am 9. Oktober 1883 geweiht, nachdem die zuvor dort stehende Kirche 1880 bei einem Brand zerstört worden war. Seit dem dritten Advent 1980 ist in der Kirche der „Masserberger Christkönig“ ausgestellt. Die Greizer Bildhauerin Elly-Viola Nahmmacher schnitzte das drei Meter hohe und 2,65 Meter breite Kunstwerk aus einem Lindenstamm.
Ein weiterer Blickpunkt in Masserberg ist die Rennsteigwarte auf dem 842 Meter hohen Eselsberg. Von dort bietet sich ein Rundblick über den Thüringer Wald und sein Vorland. Die Warte wurde 1974 errichtet, nachdem zwei hölzerne Vorgängertürme zerstört worden waren: einer 1951 durch einen Sturm, der andere 1974 durch Blitzschlag. Zusammen mit der Bergkirche zeigt die Rennsteigwarte, wie sich Baugeschichte und Landschaft im übergeordneten Reiseziel Masserberg ergänzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Veilsdorf, Heldburger Unterland, Lichtenau, Heubach, Ummerstadt, Straufhain, Eisfeld, Masserberg
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hildburghausen-Suhl.