Leichte Wanderrouten, ebene Fahrradstrecken und historische Erinnerungsorte setzen unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt in Möhrenbach. Dazu kommen der zentral gelegene Pferdeteich und ein Fachwerkhaus, das 1606 erbaut wurde.
Unterwegs zu Fuß oder mit dem Rad
In der ruhigen Umgebung laden leichte Wanderrouten ebenso ganzjährig zur Nutzung ein wie ebene Fahrradstrecken. Der Unterschied ist für die Planung greifbar: Beim Wandern sind die Routen leicht, beim Radfahren die Strecken eben. So können Sie wählen, ob Sie Möhrenbach lieber zu Fuß oder auf dem Fahrrad erkunden möchten.
Im näheren Umfeld verläuft der Rundweg „Möhrenbach zum Langen Berg und zurück“ zunächst auf dem Ilm-Rennsteig-Radweg in Richtung Gehren und anschließend auf dem „Wurzelkurtpfad“. Er ist mit einem gelben Balken auf weißem Grund markiert. Da sich Wegbedingungen ändern können, ist es sinnvoll, sie vor einer Tour aktuell zu prüfen.
Die Linke-Greiner-Hütte steht am vorderen Schmiedehaupt. Sie ist über den Gykelberg vorbei am Kriegerdenkmal erreichbar.
Teich und ältere Ortsgeschichte
Der zentral in Möhrenbach gelegene Pferdeteich wird gelegentlich auch Schwanenteich genannt. Er ist nachweislich weit über 100 Jahre alt und war ursprünglich ein unbefestigter Naturteich. Wahrscheinlich geht sein Name auf landwirtschaftlich gehaltene Pferde zurück, die dort getränkt wurden und Handelsleuten den Aufstieg mit Waren und Hab und Gut auf die angrenzenden Berge ermöglichten.
Im oberen Porzel steht das Pochwerk, Möhrenbachs ältestes Häuschen. Das traditionell gebaute Fachwerkhaus mit kleinem Bohlenstübchen wurde 1606 erbaut.
Erinnerungsorte in Möhrenbach und Umgebung
Die Stahlglocke läutete von 1919 bis 1936 vom Glockenturm für die Möhrenbacher. Später wurde sie auf der vorderen Gansleitkuppe als Erinnerungsstück eingeweiht. Das Kriegerehrenmal am Hühnerstein auf dem Gykelberg wurde 1935 nahe der „Eiche“ anlässlich des Heimatfestes eingeweiht. Es erinnert an die Gefallenen Möhrenbachs im Ersten Weltkrieg.
Im angrenzenden Wohlrosetal erinnert am Ort der Ermordung eine kleine Infotafel mit Gedenkstein an den Förster Albin Walther. Ein Friedersdorfer Wilddieb schoss ihn dort am 5. September 1909 an; am Morgen des 6. September starb Walther schwer verletzt und mit großem Blutverlust in Möhrenbach. Das Denkmal befindet sich zwischen der Wohlrosetalstraße nahe der Ratsmühle und dem „Leidchen“ am Gykelberg. Auf dem Möhrenbacher Friedhof ist noch heute ein efeubewachsener Grabstein zu finden.
Weitere Perspektiven im übergeordneten Reiseziel Ilmenau
Im übergeordneten Reiseziel Ilmenau kommen weitere Natur- und Aktivthemen hinzu. Der Kickelhahn, Ilmenaus Hausberg, ist 861 Meter hoch; sein 21 Meter hoher Aussichtsturm zählt zu den Wahrzeichen der Stadt. Der 20 Kilometer lange Goethewanderweg verbindet Goethes Wirkungsstätten von Ilmenau bis nach Stützerbach. Im Trailpark Lindenberg laden drei verschiedene Trails zum Mountainbiken ein. Wer dort fahren möchte, sollte vorab aktuelle örtliche Informationen prüfen.
Auch Ilmenaus Kulturorte setzen eigene Schwerpunkte: Der Münzkeller liegt unmittelbar neben der Alten Münze und bietet Einblicke in das 16. Jahrhundert. Die Bergmannskapelle liegt an der Sturmheide mitten im früheren Bergbaurevier des Ilmenauer Kupfer- und Silberbergbaus, unterhalb der Halde des ehemaligen Schachtes „Gottes Gabe“. Sie beherbergt eine Ausstellung zum Ilmenauer Kupferschieferbergbau.
Weitere Reiseziele entdecken: Frauenwald, Neustadt Am Rennsteig, Pennewitz, Arnstadt, Geschwenda, Elxleben, Elleben, Ichtershausen.
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