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In Neustadt am Rennsteig treffen Wanderwege, ein weiter Blick über den Thüringer Wald und eine lange Ortsgeschichte zusammen. Der Ort liegt im südöstlichen Teil des Naturparks Thüringer Wald. Der Höhenweg Rennsteig verläuft mitten durch Neustadt am Rennsteig; von dort bietet sich ein Panorama über die Weiten des Thüringer Waldes.

Wandern zwischen Höhenweg und Seitentälern

Für die Tourenplanung lohnt es sich, den Rennsteig und das Wanderwegenetz auseinanderzuhalten: Der Höhenweg führt durch den Ort, während das gut ausgeschilderte Wegenetz von Neustadt am Rennsteig in die umliegenden Seitentäler führt. So stehen ein benannter Höhenweg und Wege mit einem anderen Ziel im Umland als unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl.

Auch die Landschaftsperspektive gehört zum Charakter des Ortes. Wer sich für den Rennsteig interessiert, findet ihn hier nicht nur als Namen des Reiseziels, sondern als Wegverlauf mitten durch Neustadt. Wer die Seitentäler in den Blick nimmt, kann sich am ausgeschilderten Wegenetz orientieren. Die Bedingungen einzelner Wege können sich ändern; prüfen Sie diese vor einer konkreten Tour.

Mehr als 530 Jahre Ortsgeschichte

Neustadt am Rennsteig ist über 530 Jahre alt. Zur früheren Arbeitswelt des Ortes gehören mehrere benannte Berufe: Köhler, Pechsieder, Glasmacher, Schwammklopfer und Zündholzhersteller waren hier tätig. Die Reihe zeigt, dass die Ortsgeschichte neben dem Wanderbezug ein eigenes Thema für die Reise bietet. Dabei bleiben die Berufsbezeichnungen der konkrete Anknüpfungspunkt: Sie stehen für Tätigkeiten, die zu einer früheren Zeit in Neustadt ausgeübt wurden.

Der Rennsteig hat in Neustadt auch eine historische Grenzrolle. Bis 1923 verlief er hier zugleich entlang der Grenze zwischen dem Herzogtum Sachsen-Meiningen und dem Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen. Damit verbindet sich der bekannte Wegverlauf in der Ortsgeschichte mit einer früheren territorialen Grenze. Die Jahresangabe markiert das Ende dieser historischen Funktion.

Ein eigener Kultur- und Landschaftsblick auf Großbreitenbach

Im übergeordneten Reiseziel Großbreitenbach eröffnet sich ein eigener regionaler Zusammenhang. Großbreitenbach erstreckt sich auf einer Hochfläche zwischen dem Langen Berg, dem Tal der Schwarza und dem Höhenwanderweg Rennsteig. Der Ort ist staatlich anerkannter Erholungsort und liegt rund 50 Kilometer südlich von Erfurt sowie etwa 15 Kilometer südöstlich von Ilmenau. Diese Landschafts- und Entfernungsangaben beziehen sich auf Großbreitenbach.

Ein prägnantes Kulturthema im übergeordneten Reiseziel Großbreitenbach ist die St. Trinitatiskirche. Sie hat 600 Plätze und ist die größte Fachwerkkirche Thüringens. Ihre Baugeschichte schließt die Vorgängerkirche ein: Die Johanniskirche wurde 1570 errichtet und war baufällig, als ab 1679 St. Trinitatis als Ersatz erbaut wurde. 1771 stürzte die Johanniskirche bis auf ihren Kirchturm ein.

Die St. Trinitatiskirche wurde nach den Bauplänen des sachsen-gothaischen Landesbaumeisters Andreas Rudolphi errichtet und 1690 eingeweiht. Das vollständig verschieferte Gebäude hat auf dem steilen Dach des breiten Kirchenschiffs einen markanten sechseckigen Dachreiter. Auch das hölzerne Taufgestell gehört zur Geschichte des Bauwerks: Es stammt aus dem Jahr 1677 und wurde aus der alten Johanniskirche übernommen. So lassen sich in Großbreitenbach Baugeschichte, übernommene Ausstattung und charakteristische Formen an einem eigenen Kulturthema betrachten.

Den Aufenthalt passend ausrichten

Die Themen des übergeordneten Reiseziels Großbreitenbach bieten einen eigenen kultur- und landschaftsgeschichtlichen Blick.

Weitere Reiseziele entdecken: Altenfeld, Arnstadt, Ilmenau, Gräfenroda, Bücheloh, Stützerbach, Kirchheim, Gehlberg

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ilm-Kreis.

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