Zum Inhalt

Kyffhäuserland bietet mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte für Kultur- und Landschaftsinteresse: Baugeschichte in Bendeleben, die gestaltete Parkanlage am alten Schloss und besondere Naturmerkmale. Für die Wahl eines Aufenthaltsschwerpunkts hilft es, diese Motive auseinanderzuhalten. Das Spektrum reicht von einem historischen Kirchenportal über einen Park im englischen Stil mit barocken Elementen bis zu Kalksteinflora und Anhydrithöhle.

Baugeschichte und Parkgestaltung in Bendeleben

Die Dorfkirche St. Pankratius in Bendeleben wurde 1588 unter dem Patronat Hermanns von Bendeleben neu erbaut. Das verwitterte Mauerwerk des südlichen Eingangsportals weist im altromanischen Stil mindestens ins 12. Jahrhundert zurück. So lassen sich am Bauwerk zwei unterschiedliche Zeitschichten betrachten: der Neubau des 16. Jahrhunderts und das deutlich ältere Portal. Für Architekturinteressierte bietet sich damit ein konkreter Blick auf das Verhältnis von Kirchenbau und Portal.

Der 21 Hektar große Schlosspark umgibt das alte Schloss in Bendeleben. Er wurde im englischen Stil mit barocken Elementen angelegt. Quellgebiet und Baumbestand dienten der Gestaltung verschlungener Wege und von Sichtachsen. Die Anlage lässt sich daher sowohl über ihre stilistischen Elemente als auch über den Umgang mit den natürlichen Gegebenheiten einordnen. Ihre Größe und die Gestaltung geben unterschiedliche Ansatzpunkte, um den Park zu betrachten: als weitläufige Anlage und als bewusst komponierte Abfolge von Wegen und Blickbezügen.

Filsberg und Barbarossahöhle

Der im Osten der Hainleite entspringende Filsberg überragt die Talebene um 136 Meter. Am Filsberg in Hachelbich wächst eine seltene Kalksteinflora. Höhe über der Ebene und Pflanzenwelt bilden zwei konkrete Naturthemen. Die Barbarossahöhle setzt einen anderen geologischen Akzent: Sie ist eine Anhydrithöhle zwischen den Ortsteilen Rottleben und Steinthaleben. Damit unterscheiden sich die lokalen Motive klar – hier die Lage und Flora am Filsberg, dort der Gesteinstyp und die Lage der Höhle zwischen zwei Ortsteilen.

Im übergeordneten Reiseziel Kyffhäuserkreis führt die Geschichte der Barbarossahöhle ins Jahr 1865: Fünf Bergleute entdeckten sie im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme des Kupferschieferbergbaus. Ihren Namen erhielt sie nach der Sage vom wiederkehrenden Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Die Entdeckungsgeschichte und die Namenssage ergänzen den geologischen Blick um einen historischen und erzählerischen Zugang.

Weitere Themen im Kyffhäuserkreis

Auch das Erlebnisbergwerk Sondershausen gehört zum übergeordneten Reiseziel Kyffhäuserkreis. Dort werden ganzjährig Führungen in 670 Metern Tiefe angeboten, darunter eine etwa zweistündige Lkw-Tour durch das unterirdische Labyrinth. Das Bergwerk verfügt außerdem über den tiefsten Konzertsaal der Welt; regelmäßig finden dort Konzerte und Kabarettveranstaltungen statt. Führung und Veranstaltung stehen für unterschiedliche Besuchsformen: eine Tour durch das Bergwerk oder ein Konzert- beziehungsweise Kabarettabend.

Für Wanderinteressierte ist der Kyffhäuserweg eine weitere regionale Option. Der 37 Kilometer lange Rundweg beginnt und endet in Bad Frankenhausen. Seine drei Etappen führen von Bad Frankenhausen zur Barbarossahöhle, von dort zum Kyffhäuser-Denkmal und anschließend zurück nach Bad Frankenhausen. Der Weg ist ein Qualitätsweg Wanderbares Deutschland, gut ausgeschildert und wird regelmäßig auf Mängel überprüft.

Am Kyffhäuser-Denkmal steht mobilitätseingeschränkten Personen von April bis Oktober samstags und sonntags zwischen 10:00 und 17:00 Uhr ein Shuttle zwischen den Parkplätzen und dem Kassenbereich zur Verfügung. In den Thüringer Ferien fährt es auch unter der Woche. Prüfen Sie die Zeiten vor Ihrem Besuch.

Weitere Reiseziele entdecken: Artern/Unstrut, Roßleben, Bendeleben, Helbedündorf, Ebeleben, Steinthaleben, Bad Frankenhausen, Wiehe.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kyffhäuserkreis.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.