Rund 200 Hügelgräber, Bauwerke aus unterschiedlichen Jahrhunderten und geschützte Gipshügel geben Auleben ein klares Profil. Das Gräberfeld gilt als das größte in Nordthüringen. Für einen Aufenthalt, der Kulturgeschichte und Natur verbindet, bietet der Ort verschiedene Schwerpunkte – vom Schloss und ehemaligen Rittergut bis zu Frühlingsblüten und Wanderungen.
Geschichte in Bauwerken
Das Schloss zu Auleben besteht seit 1518. Es ist ein massiver, zweigeschossiger Bau mit Fachwerkaufsatz und Treppenturm. Auch mit Wilhelm von Humboldt ist das Schloss verbunden: Es war vorübergehend sein Wohnsitz, und im Humboldtkabinett gibt es Informationen zu diesem Zusammenhang.
Der Neue Rüxleber Hof ist ein ehemaliges Rittergut; sein Wohn- und Wehrturm stammt aus dem 14. Jahrhundert. Zur Hofanlage gehören ein Rundbogentor, ein Herrenhaus und ein Nebengebäude. Im Vergleich zum Schloss verweist der Turm auf ein früheres Jahrhundert. So reicht das bauliche Spektrum Aulebens vom mittelalterlichen Turm bis zum Schlossbau.
Auch die barocke Saalkirche St. Petrus und Paulus prägt das Ortsbild. Sie steht auf einer Anhöhe am südlichen Dorfrand und hat einen eingezogenen Westturm. Ein weitläufiger, von einer Bruchsteinmauer eingefriedeter Kirchhof umgibt die Kirche. Diese Bauform ergänzt die Eindrücke von Schloss und Hofanlage um einen weiteren historischen Akzent.
Ausstellungen und Angebote im Kulturhof
Das Museum für Alltagsgeschichte zeigt Gegenstände aus dem Alltag der vergangenen 150 Jahre. Dazu zählen Haushalts- und Schreibgeräte, Filmtechnik sowie Zweiräder, Radios und Abspielgeräte. Die Sammlung richtet den Blick auf Alltagskultur und erweitert damit die Perspektive auf die historischen Bauwerke. Prüfen Sie die aktuellen Öffnungszeiten direkt beim Museum.
In der Galerie des Kulturhofs Auleben ist die Dauerausstellung „Klang und Kraft“ zu sehen. Sie zeigt dokumentarische Eindrücke der Schulze-Orgel in der Petri-Pauli-Kirche zu Auleben. Damit steht neben Architektur und Alltagsgegenständen auch ein musikalisches Thema im Mittelpunkt.
Beim Kulturhof können individuelle Veranstaltungen für bis zu 25 Personen und einzelne Führungen angefragt werden. Private Weinverkostungen können individuell geplant werden. Klären Sie die Verfügbarkeit dieser Angebote direkt mit dem Betreiber.
Gipshügel und Frühlingsblüte
Die unter Naturschutz stehenden Gipshügel Aulebens sind Standort vieler kalk- und wärmeliebender Pflanzen. Die Blüte von Adonisröschen und Kuhschellen gilt in Auleben als besondere Verkündigung des Frühlings. Wer seine Reisezeit auswählt, kann diese saisonale Naturbesonderheit als eigenen Schwerpunkt berücksichtigen.
Auleben eignet sich zum Wandern und für Besichtigungen. Damit stehen neben historischen Bauten und Ausstellungen auch Naturthemen für die Planung zur Wahl. Die Frühlingsblüte setzt dabei einen saisonalen Akzent; Bauwerke und Sammlungen bieten andere inhaltliche Anknüpfungspunkte.
Heringen/Helme als eigenes Reiseziel
Heringen/Helme setzt einen eigenen historischen und landschaftlichen Akzent. Das Alte Schloss in Heringen wurde nach 1320 errichtet und zählt zu den frühesten Schlossbauten Thüringens. Nach 1568 ließen die Grafen von Schwarzburg-Rudolstadt das Alte Schloss im Renaissancestil umbauen und ergänzten das Ensemble um den viergeschossigen Westflügel Schwarzburger Haus, das Neue Schloss.
Auch für Bewegung gibt es in Heringen/Helme einen eigenen Bezugspunkt: Der Nordic-Walking-Park in Heringen bietet eine 2,50 km lange, blau markierte und eine 4,25 km lange, rot markierte Strecke. Beide beginnen und enden am gut ausgeschilderten Wanderparkplatz am Eichentalsweg in Heringen.
Weitere Reiseziele entdecken: Wolkramshausen, Harztor, Hesserode, Windehausen, Ilfeld, Nordhausen, Rodishain, Sülzhayn.
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