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Barocker Park, Herrenhäuser und eine Kirche aus mehreren Bauphasen geben Wolkramshausen einen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt. Hinzu kommt der Südharzer Apfeltag mit Sortenschau und Apfelsaftpressen für Kinder und Familien. Wer ein Hotel in Wolkramshausen sucht, kann die Reiseentscheidung an diesen Interessen ausrichten: Parkgestaltung, Baugeschichte und ein wiederkehrendes Veranstaltungsthema setzen unterschiedliche Akzente.

Südharzer Apfeltag am Schlosspark Hue de Grais

Der Südharzer Apfeltag wird jährlich in Wolkramshausen am Fuß der Hainleite veranstaltet; Veranstaltungsort ist der Schlosspark Hue de Grais. Die Ausgabe 2026 war auf den 27. September angesetzt. Bei dieser Ausgabe konnten Besucher eigene Äpfel mitbringen und von einem erfahrenen Pomologen bestimmen lassen. Vertreter der IG Streuobst Südharz präsentierten eine Sortenschau und boten Kindern und Familien Apfelsaftpressen an. Eine eigene Frucht bestimmen zu lassen ist der individuelle Zugang, während Sortenschau und Pressen verschiedene Sorten und ihre Verarbeitung in den Blick rücken. Wenn Sie eine spätere Ausgabe einplanen, sollten Sie Termin und Programm des jeweiligen Jahres prüfen: Die Aktivitäten können variieren.

Barocke Parkgestaltung und Herrenhausgeschichte

Der barocke Park am Herrenhaus Hue de Grais ist durch geometrische Strukturen, Laubengänge, Springbrunnen und einen Obstgarten geprägt. Barock zeigt sich hier als Gestaltung: Geometrie und Laubengänge strukturieren die Anlage, während Springbrunnen und Obstgarten weitere konkrete Merkmale setzen. So geht es neben der Epochenzuordnung auch um die Bestandteile, die den Charakter des Parks ausmachen.

Ab dem 18. Jahrhundert siedelten sich adlige Land- und Beamtenfamilien in Wolkramshausen an und errichteten stattliche Herrenhäuser. Im 19. Jahrhundert brachte diese Entwicklung dem Ort den Beinamen „Klein Paris“ ein. Die zeitliche Abfolge verbindet die Ansiedlung und Bautätigkeit ab dem 18. Jahrhundert mit dem später entstandenen Namen.

Ein konkretes Bauwerk mit eigener Datierung ist das „Neuwilckesche Gut“. Um 1721/22 errichteten Walrad Ludwig von Wilcke (1687–1747) und seine Frau Anna Wilhelmine, geborene von Wurmb, das Gut in seinen heutigen Ausmaßen. An St. Trinitatis lässt sich die Ortsgeschichte nicht auf ein einziges Baujahr reduzieren: Die Natursteinkirche Wolkramshausen stammt aus verschiedenen Bauepochen, und ihr Turm ist im Kern romanisch.

Kultur in Bleicherode

In Bleicherode stehen mit der Kirche Beatae Mariae Virginis und der Alten Kanzlei eigene kulturgeschichtliche Themen im Mittelpunkt. In einer Mauernische über dem Eingang zur Sakristei der Kirche befindet sich die um 1710 entstandene Statue „Kampf Jakobs mit dem Engel“. Sie zeigt eine Szene aus dem 1. Buch Mose 32, 25–27. Auch die Orgel der Kirche hat eine eigene Geschichte: Orgelbaumeister Robert Knauf schuf das Instrument im Westbereich. Eine aufwendige Restaurierung ließ es 2013 wieder in seinem Originalzustand von 1898 erklingen.

Die Alte Kanzlei in Bleicherode umfasst einen großen Fachwerk-Scheunenbau mit Wohnteil und eine Remise. Beide begrenzen den Hof an dessen West- und Nordseite. In der Alten Kanzlei befinden sich die Stadtbücherei, eine Musikschule und eine Ausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde von Bleicherode. Wenn Sie eine dieser Einrichtungen besuchen möchten, prüfen Sie den Zugang vorab.

Weitere Reiseziele entdecken: Hamma, Rodishain, Bleicherode, Neustadt/Harz, Harzungen, Harztor, Auleben, Windehausen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nordhausen.

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