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Sieben Monate lebte und arbeitete Friedrich Schiller in Bauerbach; in Berkach erzählen mehrere jüdische Kulturstätten eine andere Geschichte des Ortes. Dazu kommen markante Dorfarchitektur und geschützte Landschaften. Die Reiseanlässe im Grabfeld sind also vielfältig – wählen Sie für Ihre Planung am besten zuerst den Schwerpunkt.

Jüdisches Kulturerbe in Berkach

Das jüdische Ensemble in Berkach umfasst eine Synagoge, ein Badehaus, eine Schule und einen Friedhof. Synagoge und Judenschule an der Mühlfelder Straße wurden zwischen 1852 und 1854 erbaut. Die Synagoge wurde 1990/91 wieder als Synagoge hergerichtet und am 3. November 1991 feierlich wiedereingeweiht; bei der Feier war die damalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth anwesend. Auch das Ritualbad, die Mikwe, gehört zur Baugeschichte des Ortes: Es entstand 1838 und wurde 1990 restauriert. Auf den Grabsteinen des gut erhaltenen Friedhofs sind viele Inschriften noch gut lesbar.

Ein 2014 angelegter Rundweg mit Texttafeln verbindet die jüdischen Kulturstätten. Er bietet einen thematischen Rahmen für die verschiedenen Bestandteile des Ensembles, statt sie nur einzeln aufzuzählen. Zum deutsch-deutschen Freilandmuseum in Behrungen gehören ein Grenzzaun und viele weitere Objekte. Besuche sind für jeden dritten Sonntag im Monat und nach Vereinbarung vorgesehen; klären Sie vor der Anreise, ob diese Regelung aktuell gilt.

Schiller-Spuren und Museen

Im Gutshaus der Familie von Wolzogen in Bauerbach befindet sich heute ein Museum. Es veranschaulicht die Zeit, in der Friedrich Schiller dort sieben Monate lebte und arbeitete. Der historische Schiller-Wanderweg führt von Meiningen nach Bauerbach; in Bauerbach finden außerdem alljährlich Freilichtaufführungen statt. Museum, Wanderweg und Aufführungen setzen jeweils einen eigenen Akzent auf Bauerbachs Verbindung zu Schiller.

In Jüchsen zeigt das Museum in der Alten Schule von 1616 zahlreiche Exponate zur Geschichte des Ortes. Besuche sind nach Vereinbarung vorgesehen; stimmen Sie Ihren Besuch vorab ab. Auch Wolfmannshausen verbindet Ortsgeschichte mit Kunst: Dort gibt es ein Heimatmuseum mit einer Hausfigur, dessen Besuche nach Vereinbarung vorgesehen sind. In der Kirche des Heiligen Ägidius befinden sich sehr gut restaurierte Wandfresken aus der Zeit ihrer Erbauung. Wenn ein Museumsbesuch fest zu Ihrer Planung gehört, berücksichtigen Sie die jeweilige Vereinbarung und prüfen Sie die Besuchsmöglichkeit vorab.

Dorfarchitektur und Baugeschichte

Exdorf wurde 951 erstmals unter dem Namen „Heigesdorf“ urkundlich erwähnt. Erhaltene Fachwerkhäuser prägen das Ortsbild; hinzu kommen historische Hofeingangsportale aus dem Spätmittelalter. Auch die Dorfkirche fällt durch ihre Architektur auf: Ihr wuchtiger Turm trägt eine charakteristische Schweifkuppel.

In der Ortsmitte von Queienfeld wurde 1720 neben einem alten Wehrturm eine Kirche errichtet, von deren Wehrgraben ein Teil erhalten ist. Das Rat- und Backhaus stammt aus dem 18. Jahrhundert und besitzt einen doppelseitigen Treppenaufgang. Die beiden Bauwerke zeigen unterschiedliche Seiten der Ortsgeschichte: Hier gehören Kirche und Wehrgraben zusammen, dort prägt die besondere Treppenanlage den Eindruck des Hauses.

Geschützte Landschaften und Wege

Wer den Schwerpunkt auf Natur und Landschaft legt, findet mehrere klar bezeichnete Ziele. Das Naturschutzgebiet „Seeben“ in Behrungen weist verschiedene Vegetationsstrukturen und eine vielfältige Artenausstattung auf. Südwestlich von Jüchsen, nahe der Straße nach Queienfeld, wurden die Wirtswiese und die Graulache 1996 zu geschützten Landschaftsbestandteilen erklärt.

Die Widderstatt nahe Jüchsen ist ein vorgeschichtlicher Siedlungsplatz, den Menschen seit 8000 v. Chr. aufsuchten. Von dort führt der ausgeschilderte Kelten-Erlebnisweg in Richtung Steinsburg bei Römhild oder zum Dolmar. In Exdorf beginnt der Rundweg „Zur Platte“, ein Abschnitt des Burgenwanderwegs. Diese Wegangaben bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Planung; konkrete Entfernungen oder Gehzeiten sind damit nicht verbunden.

Für die Wahl einer Ferienwohnung hilft es, vorab zu entscheiden, ob Sie vor allem jüdisches Kulturerbe, Schiller-Orte, Baugeschichte oder Landschaften in den Mittelpunkt stellen möchten. Planen Sie Besuche nach Vereinbarung rechtzeitig ein und klären Sie beim Freilandmuseum den aktuellen Termin.

Weitere Reiseziele entdecken: Bermbach, Benshausen, Unterschönau, Rhönblick, Erbenhausen, Schwallungen, Steinbach-Hallenberg, Kaltensundheim.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schmalkalden-Meiningen.

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