Zum Inhalt

Jüchsen lässt sich über zwei klare Ebenen entdecken: Wanderwege mit benannten Ausgangspunkten und eine Ortsgeschichte, die vom Siedlungsareal seit 8.000 v. Chr. bis zu Kirchen der frühen Neuzeit reicht. Der Rundwanderweg Jüchsen–Neubrunn beginnt und endet am Markt; von der Widderstatt führen Wanderungen in Richtung Steinsburg bei Römhild oder zum Dolmar. Wenn Sie Wandern und Kultur verbinden möchten, können Sie zunächst die Tourform wählen und anschließend entscheiden, welche geschichtlichen Themen Ihren Aufenthalt prägen sollen.

Wanderungen ab Widderstatt oder Markt

Von der Widderstatt bei Jüchsen können Sie auf dem ausgeschilderten Keltenerlebnisweg in Richtung Steinsburg bei Römhild oder zum Dolmar wandern. Die Widderstatt gibt damit den Ausgangspunkt für zwei benannte Richtungen vor. Anders angelegt ist der Rundwanderweg Jüchsen–Neubrunn: Er beginnt und endet am Markt in Jüchsen. Für die Auswahl zählt daher zunächst die Tourform – eine Wanderung in Richtung eines der genannten Ziele oder eine Runde mit Start und Ende am Markt. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Bedingungen und die aktuelle Beschreibung des Weges.

Wirtswiese und Graulache

Die Wirtswiese und die Graulache liegen südwestlich von Jüchsen nahe der Straße nach Queienfeld; 1996 wurden beide zu geschützten Landschaftsbestandteilen erklärt. So ergänzen konkrete Landschaftsnamen neben den Wanderwegen das Bild des Ortes.

Spuren unterschiedlicher Epochen

Das Siedlungsareal der Widderstatt bei Jüchsen liegt an einer Quellmulde und wird seit 8.000 v. Chr. von Menschen aufgesucht. Der Untere Tannenberg, auch Kirchberg genannt, war von 1148 bis 1519 Sitz der Herren von Jüchsen; heute befindet sich dort der Platz der Grundschule. Die beiden Orte stehen für unterschiedliche historische Zeiträume: Die Widderstatt reicht weit in die frühe Menschheitsgeschichte zurück, während der Tannenberg mit einer klar umrissenen Herrschaftszeit verbunden ist.

Im übergeordneten Reiseziel Grabfeld zeigt das Museum in der Alten Schule von 1616 in Jüchsen zahlreiche Exponate zur Geschichte des Ortes; 1997 wurde es neu eingerichtet. Die Jahreszahlen beziehen sich auf zwei unterschiedliche Ebenen: 1616 auf die Alte Schule, 1997 auf die Neueinrichtung des Museums. Zusammen mit dem Unteren Tannenberg eröffnet die Sammlung einen weiteren Zugang zur Ortsgeschichte, diesmal über Exponate statt über die historische Funktion eines Ortes.

Kirchen mit eigener Geschichte

Die Friedhofskirche in Jüchsen stammt aus dem Jahr 1608 und besitzt eine Wappendecke. Besuche sind nach Vereinbarung möglich; wenn Sie die Kirche einplanen, vereinbaren Sie den Besuch vor der Anreise. Die St.-Peter-und-Pauls-Kirche wurde zwischen 1628 und 1638 neu errichtet. So unterscheiden sich die beiden Kirchen durch ihre Baugeschichte: Bei der Friedhofskirche kommen eine Wappendecke und die Besuchsvereinbarung hinzu, bei St. Peter und Paul steht der Zeitraum des Neubaus im Mittelpunkt.

Kulturgeschichte im übergeordneten Reiseziel Grabfeld

Ein weiterer kulturgeschichtlicher Bezug im übergeordneten Reiseziel Grabfeld ist Friedrich Schiller: Der historische Schiller-Wanderweg führt von Meiningen nach Bauerbach. In Bauerbach befindet sich im Gutshaus der Familie von Wolzogen ein Museum, das die Zeit veranschaulicht, in der Schiller dort sieben Monate lebte und arbeitete. Der Weg verbindet zwei benannte Endpunkte; das Museum widmet sich Schillers Aufenthalt und Arbeit in Bauerbach. So lässt sich dieser regionale Schwerpunkt nach Route oder literaturgeschichtlichem Ort gliedern.

Weitere Reiseziele entdecken: Unterkatz, Benshausen, Friedelshausen, Ellingshausen, Rohr / Thüringen, Wasungen, Frankenheim/Rhön, Wallbach

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schmalkalden-Meiningen.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.