Ellingshausen erschließt sich über drei unterschiedliche Baugeschichten: das Schloss von 1605, die Kirche von 1775 und die Bakuninhütte, die als Holzhütte errichtet und später zu einem Steinhaus umgebaut wurde. Für die Besuchsplanung ist vor allem der Unterschied zwischen Grundstück und Gebäude wichtig: Das Vereinsgrundstück kann jederzeit betreten werden, die Hütte selbst ist jedoch meist verschlossen.
Schloss und Kirchenbau
Das Schloss Ellingshausen ist ein dreigeschossiger steinerner Putzbau, erbaut 1605. Die Ringmauer der Burg ist größtenteils erhalten; besonders vom südlichen Halsgraben und von Westen vermittelt sie einen imposanten Eindruck mittelalterlicher Wehrhaftigkeit. Beim Schloss fallen Geschosszahl und Bauform ins Auge, bei der Mauer bestimmen Erhaltungsgrad und Blickrichtung den Eindruck.
Die Ellingshäuser Kirche wurde 1775 anstelle einer älteren Kirche errichtet. Äußerlich ist sie ein schlichter, einschiffiger Saalbau mit rechteckigem Chor. Im Inneren sind der Altarbereich mit Chorschranken und Kanzelaltar, die Emporenbrüstungen und die Seitenwangen des Gestühls einheitlich dekoriert. Helles Schnitzwerk in Rokokomanier liegt auf hell oder dunkel gebeiztem Holz. So stehen an der Kirche die zurückhaltende äußere Form und die dekorierte Innenausstattung nebeneinander; die einheitliche Gestaltung verbindet Altarbereich, Emporen und Gestühl.
Bakuninhütte: Baugeschichte und Besuch
Die Bakuninhütte liegt auf der Hohen Maas in der Flur Ellingshausen. In den 1920er Jahren wurde sie als Holzhütte errichtet und später zu einem Steinhaus umgebaut. Der Wechsel vom Holzbau zum Steinhaus zeichnet zwei unterschiedliche Bauphasen nach und gibt der Hütte einen eigenen Platz neben Schloss und Kirchenbau.
Ein Blick in die Bakuninhütte ist nach Absprache mit dem Verein möglich; stimmen Sie einen gewünschten Innenbesuch vorher ab. Der Wanderverein Bakuninhütte bietet geführte Wanderungen zur oder an der Hütte auf Anfrage an. Für die Planung ist damit wichtig, zwischen dem zugänglichen Vereinsgrundstück, einem vereinbarten Blick ins Innere und einer geführten Wanderung zu unterscheiden.
Wegeverbindung nach Einhausen
Ein Wirtschaftsweg führt direkt nach Ellingshausen und anschließend nach Einhausen. Dort treffen der Haseltal-Radweg und der Werratal-Radweg aufeinander. Für die Orientierung ist so klar, wo die beiden Radwege zusammenkommen: in Einhausen, nicht in Ellingshausen.
Weitere Themen im Reiseziel Schmalkalden-Meiningen
Im übergeordneten Reiseziel Schmalkalden-Meiningen gibt es auch in Schmalkalden eigenständige Themen für Kultur- und Entdeckungsinteressen. In der Viba Nougat-Welt können Besucher die Herstellung von zart schmelzendem Nougat in einer gläsernen Manufaktur erleben. Praktische Confiserie-Kurse umfassen Schokolade gießen, Nougat verzieren und Pralinen kreieren. Das ist ein handwerklicher Zugang zur Herstellung von Süßwaren.
Eine andere Perspektive bietet das Hochofenmuseum „Neue Hütte“ in Schmalkalden. Die Hochofenanlage von 1835 verhüttete einheimische Eisenerze bis 1924 auf Holzkohlebasis zu Roheisen. Die Ausstellung behandelt die fast 1300-jährige Entwicklungsgeschichte der Eisen- und Stahlwarenproduktion in der Region Schmalkalden, darunter die bekannten „Schmalkalder Artikel“. Eine 45-minütige Führung widmet sich der Geschichte und Funktion des Hochofenbetriebs. So stehen im übergeordneten Reiseziel Schmalkalden-Meiningen praktische Confiserie-Arbeit und Industriegeschichte als unterschiedliche Themen zur Auswahl.
Weitere Reiseziele entdecken: Kaltensundheim, Bermbach, Henneberg, Zella-Mehlis, Walldorf, Friedelshausen, Roßdorf, Jüchsen
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