Zum Inhalt

Steinheid liegt auf dem Kamm des Thüringer Schiefergebirges. Seine Geschichte reicht von der urkundlichen Erwähnung im Mittelalter über den Goldbergbau bis zu späteren Handwerkszweigen. Hinzu kommen Wanderwege mit konkret benannten Richtungen und Ortsverbindungen. Wenn Sie den Ort als Reiseziel erwägen, können Sie deshalb zwischen kulturgeschichtlichem Schwerpunkt, Einblicken in Handwerksarbeit und einer auf Routen ausgerichteten Reiseplanung unterscheiden.

Bergbau und Handwerk: Steinheids Geschichte

Steinheid wurde 1362 erstmals als „die steynerne Heyde“ in einem Lehnsbrief des Markgrafen von Meißen urkundlich erwähnt. Früher wurde insbesondere Goldbergbau betrieben; 1530 wurde der Ort zur freien Bergstadt erhoben. Das Grubenwesen Steinheids mit 51 Zechen wurde im Dreißigjährigen Krieg vollständig zerstört. Danach waren Glasbläserei und Schachtelmacherei wichtige Zuliefergewerbe für den Olitätenhandel. Die Jahreszahlen markieren unterschiedliche Bezugspunkte: 1362 die urkundliche Nennung, 1530 den späteren Status als freie Bergstadt. Nach der Zerstörung des Grubenwesens verschob sich der historische Schwerpunkt von der Förderung zu den Zuliefergewerben.

Christbaumschmuck und Einblicke ins Handwerk

In Steinheid gibt es einen Werksverkauf für Christbaumschmuck und eine kleine Handmalerei-Stube. Die Stube erfüllt Sonderwünsche wie bemalte Kugeln oder Schiefertafeln für besondere Anlässe. In mehreren kleinen Handwerksbetrieben können Besucher den Handwerkern bei der Arbeit zusehen. Verkauf, individuelle Gestaltung und der Blick auf die handwerkliche Arbeit bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt. Wenn Sie den Werksverkauf oder eine Werkstatt gezielt einplanen, klären Sie Öffnungs- beziehungsweise Besuchszeiten vorher.

Wanderwege mit verschiedenen Bezugspunkten

Der 6-Kuppen-Steig führt von Steinheid aus ins Steinachtal oder über die Sandlinie zur Fellbergbaude. Als Rundwanderweg verbindet er Neuhaus, Lauscha, Steinach und Steinheid. Der Goldpfad führt durch das Andruftal zurück nach Steinheid. Die Angaben setzen unterschiedliche Bezugspunkte: Richtungen ab Steinheid, die Orte einer Rundverbindung und die Rückkehr nach Steinheid. Bei der Vorauswahl können Sie so unterscheiden, ob Sie eine Route ab dem Ort, eine Verbindung zwischen mehreren Orten oder einen Weg zurück nach Steinheid im Blick haben.

Im näheren Umfeld des Reiseziels bietet der Frankenblick am Südhang des Fellbergs Fernsicht. Damit lässt sich Steinheids Lage auf dem Kamm von einem eigenen Aussichtspunkt in der Umgebung unterscheiden.

Neuhaus am Rennweg im übergeordneten Reiseziel

Im übergeordneten Reiseziel Neuhaus am Rennweg verläuft der Höhenwanderweg Rennsteig mitten durch das Stadtgebiet. Das Erlebnismuseum Neuhaus am Rennweg widmet sich dem Leben der „Wäldler“ und lädt zum Zuhören, Verweilen und aktiven Erleben ein. Die gotische Holzkirche in der Stadtmitte wurde 1892 geweiht und gehört zu den wenigen reinen Holzkirchen Deutschlands. Ihre Fenster weisen geometrisch-ornamentale Glasmalereien auf, deren Farben nach der Reifung der Weintrauben angeordnet sind. In der städtischen Touristinformation von Neuhaus am Rennweg lassen sich Rennsteigwanderungen und Wanderungen zu historisch bedeutsamen Zielen mit oder ohne zertifizierten Natur- und Landschaftsführer buchen. Wenn Sie eine geführte Wanderung einplanen möchten, prüfen Sie die aktuelle Verfügbarkeit vorab.

Weitere Reiseziele entdecken: Schalkau, Effelder-Rauenstein, Föritz, Neuhaus am Rennweg, Goldisthal, Scheibe-Alsbach, Neuhaus-Schierschnitz, Spechtsbrunn

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sonneberg.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.