Spechtsbrunn lässt sich über zwei unterschiedliche Themen entdecken: die barocke Baugeschichte seiner Kirche und Wege am Grünen Band, die Natur und Geschichte der ehemaligen innerdeutschen Grenze verbinden. Dazu kommen winterliche Tourenmöglichkeiten und ein jährlich im Mai stattfindendes Ortsfest.
Barocke Kirche und Rennsteigfest
Die Matthäuskirche in Spechtsbrunn wurde 1746/47 als barocker Kirchenbau anstelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaus errichtet. Ihre reiche Bemalung macht sie zu einem besonderen Beispiel für die Blütezeit des barocken Kirchenbaus im Thüringer Schiefergebirge. Bauzeit und Vorgängerbau geben der Kirche zwei klar unterscheidbare historische Ebenen: den mittelalterlichen Ursprung am Ort und den späteren barocken Neubau.
Mit einer anderen Art von Tradition ist das Rennsteigfest verbunden. Es findet alljährlich im Mai im Ortsteil Spechtsbrunn statt. Da die konkreten Festtage variieren können, prüfen Sie die Termine für Ihren Reisezeitraum.
Wandern am Grünen Band
Die Kleine Grenzwanderung am Grünen Band beginnt an der Naturpark- und Geoparkinformation Spechtsbrunn; auf den ersten Metern verläuft der Rundweg auf dem Rennsteig. Anschließend führt die Tour durch die Natur des Nationalen Naturmonuments Grünes Band. Der Rundweg ist gut beschildert und kann im Winter mit Schneeschuhen begangen werden. Das Grüne Band verläuft direkt am Naturparkinformationszentrum entlang und bietet dort Gelegenheit zum Wandern und Radfahren auf den Spuren der innerdeutschen Geschichte.
Das Zentrum hält außerdem die Rucksackschule „Grünes Band – vom Todesstreifen zum Lebensraum“ bereit. Das Angebot ist eine Wanderung zur Geschichte und Gegenwart des Grünen Bandes für die 3. und 4. Klassenstufe. Wenn Sie die Rucksackschule einplanen möchten, bestätigen Sie die aktuelle Verfügbarkeit vorab beim Zentrum.
Eine weitere Möglichkeit entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze ist der Skiwanderweg „Deutsche Einheit“ im Ortsteil Spechtsbrunn. Er lädt zu einer sportlichen Erkundungstour ein. Da die Winterbedingungen variieren können, prüfen Sie die Verhältnisse vor einer Tour.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Sonneberg
Auch das übergeordnete Reiseziel Sonneberg bietet eigene Kultur- und Naturthemen. Im Deutschen Spielzeugmuseum gehört die »Thüringer Kirmes« zur Dauerausstellung: eine Gruppe aus 67 lebensecht wirkenden Figuren, die ein typisches ländliches Volksfest der thüringisch-fränkischen Region im 19. Jahrhundert darstellt. Im Museum sind außerdem 5.000 Spielzeuge ausgestellt, die die Geschichte des Spielzeugs von den Anfängen bis zur Gegenwart zeigen; drei Spielbereiche gehören ebenfalls dazu. Die Zahl der ausgestellten Spielzeuge kann sich ändern.
Der Stadtpark Sonneberg wurde im 19. Jahrhundert als privater Bürgerpark eines Sonneberger Spielzeugunternehmers angelegt und ist 1,4 Hektar groß. Dort führt ein etwa 250 Meter langer Weg mit sieben Stationen zum Thema »Kleine Tiere ganz groß«. Der 2026 entwickelte Weg ist kindgerecht gestaltet und nahezu barrierefrei; teilweise gibt es Schotterwege mit kleineren Steigungen. Die Stationen und die Einschränkungen des Weges gehören dabei zusammen: Die angegebene Barrierefreiheit ist ausdrücklich nicht uneingeschränkt.
Weitere Einblicke in Sonnebergs Geschichte bietet die Historische Meile, ein Rundgang durch die Altstadt zu den Wurzeln der ehemaligen Spielzeugproduktionsstätten. Auf 16 Tafeln geht es um die Geschichte der Spielzeugindustrie, ihre Bauwerke sowie das Leben und Arbeiten der Bewohner.
Weitere Reiseziele entdecken: Steinach, Lauscha, Neuhaus Am Rennweg, Sonneberg, Scheibe-Alsbach, Steinheid, Schalkau, Frankenblick.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sonneberg.