Bad Langensalza verbindet Rosenkultur, besondere Pflanzensammlungen und Stadtgeschichte. Schloss Dryburg, Rosengarten, Botanischer Garten und Museen setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. Für Ihre Planung können Sie überlegen, ob Sie vor allem Rosen, weitere Pflanzen oder die Geschichte der Stadt in den Mittelpunkt stellen möchten.
Rosenstadt und Rosenzüchtung
Schloss Dryburg ist das älteste erhaltene, vollständig aus Stein gemauerte Profangebäude der Stadt. Der Rosengarten zeigt auf einem 18.000 m² großen ehemaligen Fabrikgelände fast 450 Rosenarten und -sorten. Dort ist außerdem eine Sammlung der Bad Langensalzaer Rosen zu sehen. Zwischen 1950 und 1990 wurden im Rosengarten 91 Rosensorten gezüchtet. Die fast 450 Arten und Sorten beschreiben die gezeigte Sammlung; die Zahl 91 bezieht sich dagegen auf die Züchtung in diesem klar abgegrenzten Zeitraum. Anni Berger, Deutschlands einzige Rosenzüchterin, wirkte in Bad Langensalza. Die Stadt erhielt 2002 das Prädikat „Rosenstadt“.
Ein anderer Blick im Botanischen Garten
Der Botanische Garten setzt einen anderen Pflanzenakzent: Dort ist eine Sammlung seltener Kakteen und Yuccas aus Südamerika zu sehen. Sammlungsdetails können sich ändern; wenn gerade diese Pflanzen für Ihre Planung ausschlaggebend sind, prüfen Sie vorab die aktuellen Besucherinformationen. Ein Besuch des Botanischen Gartens kann mit einem Gang durch das Kneippsche Tretbecken abgeschlossen werden. So stehen innerhalb der Gartenangebote die Rosenvielfalt und die südamerikanische Pflanzensammlung als unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander.
Stadtgeschichte in zwei Museen
Im Museumsrundgang des Stadtmuseums im Augustinerkloster können Sie den Turm der ehemaligen Klosterkirche besteigen. Ein besonderes Highlight des Museums ist das Altarkreuz von Johann Heinrich Köhler (1669–1736). Das Thüringer Apothekenmuseum setzt einen anderen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt: In acht Räumen können Sie verschiedene Arbeitsbereiche einer alten Apotheke entdecken. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Zugangs- und Ausstellungsinformationen der Museen.
Mehr entdecken im übergeordneten Reiseziel Unstrut-Hainich
Im übergeordneten Reiseziel Unstrut-Hainich kommen weitere Natur- und Kulturthemen hinzu. Der Unstrut-Hainich-Kreis ist Teil der Welterberegion Wartburg Hainich. Ein saisonaler Akzent ist der Betteleichenweg im Nationalpark: Er führt an kulturhistorischen Höhepunkten wie dem Ihlefelder Kreuz, der Eisernen Hand und dem Ihlefeld vorbei. Im Frühling verläuft er durch blühende Bestände von Bärlauch und Lerchensporn.
Der Baumkronenpfad bietet eine andere Perspektive auf den Hainich. Auf ihm spazieren Sie in 24 Metern Höhe über das Dach des Hainich; vom Baumhaus reicht der Blick über den Nationalpark Hainich. Schwindelfreie können den Baumturm bis zu einer Plattform in 40 Metern Höhe besteigen. Von dort reicht die Aussicht über den Hainich bis ins Thüringer Becken. Die beiden Höhenangaben beziehen sich auf unterschiedliche Erlebnisse: den Weg über das Kronendach und die Plattform des Turms.
Der Baumkronenpfad beginnt 200 Meter vom Nationalparkzentrum Thiemsburg entfernt. Am Zentrum gibt es einen großen Wanderparkplatz, eine gastronomische Einrichtung, Toiletten und eine Bushaltestelle des öffentlichen Nahverkehrs. Diese betrieblichen Einrichtungen können sich ändern; prüfen Sie die aktuellen Angaben vor Ihrer Reise. Das Nationalparkzentrum vermittelt seine Ausstellung mit Filmen, großformatigen Bildwänden, Erlebnisstationen und interaktiven Elementen. Der Media-Guide ist vollständig barrierefrei; Tablets und Kopfhörer können ausgeliehen werden. Damit stehen im übergeordneten Reiseziel neben Wegen und Aussichtspunkten auch Ausstellungsangebote mit unterschiedlichen Vermittlungsformen zur Auswahl.
Weitere Reiseziele entdecken: Rodeberg, Kutzleben, Mühlhausen/Thüringen, Vogtei, Dachrieden, Sundhausen, Herbsleben, Großvargula.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Unstrut-Hainich.