Der Vulkan Chimborazo erreicht 6.263,47 Meter. Seine von Gletschern bedeckte, kegelförmige Silhouette prägt die Andenlandschaft. Am Vulkan werden Bergsteigen, Wandern, Radfahren und Landschaftsfotografie ausgeübt. Das Spektrum verbindet körperliche Aktivität mit dem genauen Blick auf die Landschaft – ein hilfreicher Unterschied, wenn Sie überlegen, wie Sie den Berg erleben möchten.
Vulkane und weite Landschaften
Am Volcán El Altar sind Trekking und Klettern möglich; eine Route führt zu den dortigen Lagunen. Seine Gletscher bilden unter anderem die Lagunen Amarilla beziehungsweise Caldera, Azul, Verde, Pintada und Mandur. Im Vergleich zum Chimborazo steht am El Altar damit nicht nur die Wahl zwischen mehreren Aktivitäten, sondern auch die Verbindung einer Route mit den Lagunen im Mittelpunkt.
Vom Gipfel des Cerro Puñay im Kanton Chunchi aus sind die Andenlandschaft und die Küstenebenen Ecuadors sichtbar. Das Chimborazo-Faunaproduktionsreservat schützt Páramo- und Puna-Ökosysteme sowie einheimische Kameliden wie Vikunjas, Lamas und Alpakas. Der Parque Nacional Sangay liegt teilweise in der Provinz Chimborazo und wurde am 7. Dezember 1983 von der UNESCO zum Naturerbe der Menschheit erklärt.
Lagunen, Tierwelt und Totora
An der Laguna de Colta sind Spaziergänge, Fotografie, die Beobachtung von Flora und Fauna sowie Landschaftsbeobachtung und weitere Abenteueraktivitäten möglich. Die Lagune beherbergt einheimische Vogelarten und eine große Vielfalt farbenprächtiger Fische. An der Laguna wächst Totora, die zum Weben von Matten und Kunsthandwerk verwendet wird. Damit steht Colta nicht nur für Naturbeobachtung, sondern auch für einen handwerklichen Bezug zu einer dort wachsenden Pflanze.
Kirchen, Bahn und lokale Kultur
Die Iglesia de Balbanera in Colta wurde 1534 gegründet und gilt als erste katholische Kirche, die auf ecuadorianischem Boden errichtet wurde. Als koloniale Kirche besitzt sie eine Fassade aus Kalksteinblöcken, die mit Lehm verbunden sind; am Bau wirkten indigene und spanische Arbeitskraft mit. Gründungsdatum und Baustoffe geben zwei unterschiedliche Zugänge zu ihrer Geschichte: die historische Einordnung und die konkrete Bauweise.
Die Estación del Tren Sibambe ist der Endbahnhof der Eisenbahnstrecke über die Nariz del Diablo zwischen Alausí und Sibambe. Zur Station gehören ein Café, ein kleines Museum und die Plaza del Tren, auf der die Gemeinschaft für Touristen traditionelle Tänze aufführt. Während Balbanera mit kolonialer Architektur verbunden ist, stehen in Sibambe Bahnstrecke, Museum und gemeinschaftliche Aufführungen im Mittelpunkt. Informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die aktuellen Abläufe.
Zwischen Dünen und Wasser
Im Kanton Guamote der Provinz Chimborazo umfasst das Desierto de Palmira zehn Hektar Sanddünen und Kiefernwald. Zu den dort möglichen Aktivitäten zählen Camping, Ökotourismus, Fotografie, Wandern und Ausritte auf den Dünen. An den Lagunas de Atillo sind Sportfischen, Bootsfahrten und Campen möglich. Die beiden Orte setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Palmira verbindet Dünen und Kiefernwald mit Aktivitäten an Land, während bei Atillo Bootsfahrten und Sportfischen neben dem Campen stehen. So können Sie Ihre Entdeckungen danach ausrichten, ob Sie eher eine Dünenlandschaft oder Aktivitäten an den Lagunen suchen.
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