Das Biologische Reservat Limoncocha schützt vor allem die Lagune Limoncocha und die kleinere Yanacocha sowie die umliegenden Feuchtgebiete, Sumpfzonen und tropischen Feuchtwälder. Als Ramsar-Gebiet von weltweiter Bedeutung ist es ein markanter Naturraum in Sucumbíos. Die Ziele der Provinz reichen von Beobachtungen an Lagunen über Wege durch unterschiedliche Landschaften bis zu Wasserfällen und Orten mit historischer Bedeutung.
Lagunen und Naturbeobachtungen
An der Laguna Limoncocha sind Vogelbeobachtung und Fotografie ebenso möglich wie Kaiman- und Glühwürmchenbeobachtungen. An der Laguna Grande im Schutzgebiet Cuyabeno gehören Wanderungen auf den dortigen Wegen und nächtliche Ausflüge zur Kaimanbeobachtung zu den möglichen Erlebnissen. So unterscheiden sich die Beobachtungsangebote an den beiden Lagunen: In Limoncocha kommen Vogelbeobachtung, Fotografie und Glühwürmchen hinzu, während die Kaimanbeobachtung an der Laguna Grande ausdrücklich auch nachts stattfindet.
Die Zufahrt zur Laguna Grande führt von Lago Agrio über Tarapoa und Puerto El Carmen de Putumayo bis zur Brücke über den Río Cuyabeno; von dort geht es auf dem Fluss weiter zur Laguna Grande. Straßen- und Flussbedingungen können variieren. Prüfen Sie sie vor der Anreise. Zu den möglichen Besuchserlebnissen zählen außerdem Gemeindebesuche zur Zubereitung von Kasabe und schamanische Aktivitäten.
Wege, Wasserfälle und Landschaften
Der Sendero Caimán im Biologischen Reservat Limoncocha ist ein Wanderweg. Ein anderer Weg führt am Vulkan El Reventador über den Río Azuela und einen sechs Kilometer langen Interpretationspfad. Entlang dieses Pfads sind vielfältige Flora, Bromelien und verschiedene Vogelarten zu sehen. Auch die Laguna Azul gehört zu den Naturattraktionen des Kantons Gonzalo Pizarro. Bei der Auswahl können Sie sich daran orientieren, ob Sie einen benannten Wanderweg, einen Interpretationspfad oder eine Lagune in den Mittelpunkt stellen möchten.
Die Ruta de las Cascadas im Kanton Sucumbíos ist ungefähr 80 Kilometer lang. Sie beginnt in Playón de San Francisco und führt durch mehrere Klimazonen, vom kalten Hochlandmoor bis zum Nebelwald im tropischen Regenwald. Für die Ruta de las Cascadas und den Weg am El Reventador können sich die Bedingungen ändern; prüfen Sie sie vor dem Besuch.
Auch die Wasserfälle bieten unterschiedliche Weg- und Naturdetails. Die Cascada Cayagama ist vom Recinto Atenas über einen etwa 25-minütigen Weg erreichbar. Sie ist ungefähr 15 Meter hoch; an ihrem Fuß liegt ein natürliches Becken mit einer Tiefe von höchstens zwei Metern. Zur Cascada Cabeza de Lagarto geht es über das Recinto Amazonas und die Hängebrücke San Jorge. Danach folgen ein 100 Meter langer Fußweg und ein weiterer Weg von 50 Metern bis zum Wasserfall. Dort ist die Beobachtung von Flora und Fauna möglich.
An der La Playa Escondida können Besucher Rafting betreiben. Der Ort liegt an der Straße Lumbaquí–La Bonita, 300 Meter von der Brücke über den Río Aguarico und fünf Minuten von der Hauptstraße Interoceánica entfernt. Für andere Landschaftseindrücke verläuft die Agrotourismusroute entlang der Zufahrtsachse zur Provinz Sucumbíos, vom Sektor Cocha Seca bis zum Ort La Barquilla. Sie wird für Landschaftsbesichtigungen und das Probieren regionaler Früchte mit dem Auto oder Fahrrad empfohlen.
Historische Spuren in Sucumbíos
Die Ruta de las Cascadas nimmt auch Bezug auf die Geschichte des Kantons Sucumbíos, die von der Kautschukblüte ab den 1920er-Jahren geprägt wurde. Ein weiterer historischer Ort ist der Cañón de Coca in der Pfarrei El Reventador: Er ist ein historischer Übergang mit einer sechs Meter langen Brücke, die die Provinzen Sucumbíos und Napo verbindet. Damit stehen in der Provinz neben Lagunen, Wegen und Wasserfällen auch konkrete Orte, an denen sich Landschaft und Geschichte begegnen.
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