Pau lässt sich über mehrere konkrete Zugänge entdecken: das Château de Pau als Ort königlicher Geschichte, Kunstsammlungen mit Werken aus fünf europäischen Kunstschulen und Grünräume mit Blicken auf die Pyrenäen. Wenn Sie Ihre Reise kulturell ausrichten möchten, können Sie zwischen historischen Bauwerken, Ausstellungsbesuchen und Wegen im Freien wählen. Auch regionale Produkte gehören zu den Facetten der Stadt.
Geburtsort, Museen und Stadtgeschichte
Das Château de Pau gilt als Geburtsort von Henri IV. Heute ist es ein Nationalmuseum und ein staatliches Nationalgut. Zu seiner reichen dekorativen Ausstattung des 19. Jahrhunderts kommt eine umfangreiche Sammlung zu Henri IV. Das Château liegt im historischen Viertel und ist vom SNCF-Bahnhof aus in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Die Standseilbahn befördert weiterhin Fahrgäste, die vom Bahnhof kommen, und ist für alle kostenlos.
Die „Balade à Roulettes n°9: Le tour du château de Pau“ ist dank der Standseilbahn und des Aufzugs der Tour de la Monnaie für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer zugänglich. Prüfen Sie vor dem Besuch, ob beide Einrichtungen verfügbar sind.
Die um 1730 erbaute Maison Balagué führt zu einer anderen historischen Persönlichkeit: Sie ist der Geburtsort von Jean-Baptiste Bernadotte und wurde zum Musée Bernadotte umgestaltet. Das Museum stellt seinen Aufstieg anhand von Gemälden, Skulpturen und Objekten dar. Zugleich ist das Haus ein erhaltenes Beispiel für béarnische Stadtarchitektur des 18. Jahrhunderts. Kieselsteine, Ziegel und Haustein prägen den Bau; zum Innenhof öffnet sich eine hölzerne Galerie.
In der Tour de la Monnaie wurde bis zur Französischen Revolution Geld geprägt. Auf der Rückseite trugen die Münzen Béarner Vaquetas, also „Kuhfiguren“. Das Château und sein Park veranschaulichen neun Jahrhunderte der wechselvollen Geschichte von Pau. Auch die Stadtführung „Pau, capitale royale“ vermittelt neun Jahrhunderte Stadtgeschichte. So begegnen Sie demselben historischen Zeitraum einmal an einem Ort mit Park und einmal im Rahmen einer Führung.
Kunst, regionale Produkte und Landschaft
Im Musée des Beaux-Arts finden Sie Werke aus flämischen, niederländischen, italienischen, spanischen und französischen Kunstschulen, die vom 15. bis zum 20. Jahrhundert reichen. Das Museum bietet das ganze Jahr über Führungen durch seine Dauerausstellungen an. Fachleute leiten außerdem Einführungen in künstlerische Techniken wie Aquarell, Gravur und Cyanotypie. Damit stehen sowohl die Betrachtung einer vielfältigen Sammlung als auch ein näherer Zugang zu einzelnen Techniken auf dem Programm.
Die Halles de Pau ergänzen die kulturellen Themen um regionale Lebensmittel. Im Produzentenbereich gibt es frisches Gemüse, Schafskäse, Honig und Eier aus dem Béarn. Produkte aus dem Béarn, darunter Béarnaiser Andouille, können vor Ort verkostet werden.
Der Boulevard des Pyrénées bietet Ausblicke auf die Pyrenäenkette. Das Landschaftsbild von Pau ist seit 1944 unter der Bezeichnung „Horizons Palois“ geschützt.
Auch die Geschichte des Parc Beaumont erzählt von Veränderungen in der Stadt. Pau kaufte 1876 die Villa und ihren Park von der Gräfin de Noailles. Ende des 19. Jahrhunderts gestaltete Henri Martinet den früher privaten Garten zu einem öffentlichen Park um.
Für Wege im Grünen bietet die Forêt de Bastard einen anderen Schwerpunkt als die städtischen Bauwerke: Der nahezu 300 Hektar große Staatswald liegt in der Lande du Pont Long und verfügt über eine große Vielfalt an Rundwegen. Die „Balade à Roulettes n°38: La forêt de Bastard“ ist eine 2,3 Kilometer lange Rundstrecke mit Start in Pau. Prüfen Sie vor dem Losgehen die aktuellen Routenbedingungen.
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