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Die Geschichte von Kermaria-Sulard lässt sich an unterschiedlichen Bauformen ablesen: mittelalterliche Burghügel, die Kirche Notre-Dame-de-la-Joie und steinerne Kreuze setzen eigene Akzente. Für die Reiseplanung stehen damit verschiedene Schwerpunkte zur Wahl: kirchliche Architektur, die Mottenanlage oder eine Radrundtour. Beachten Sie die Zugangsbedingungen der einzelnen Orte. Die Kirche ist für die Öffentlichkeit geöffnet; bei der Kapelle von Kerelleau sollten Sie einen Innenbesuch nicht voraussetzen.

Notre-Dame-de-la-Joie und ihre Baugeschichte

Die Kirche Notre-Dame-de-la-Joie wurde von 1884 bis 1888 nach Plänen des Architekten Lageat aus Lannion wiederaufgebaut. Acht zeitgenössische Buntglasfenster kamen später hinzu: Sie wurden 2012 und 2021 eingebaut. So stehen die Wiederaufbauphase und die jüngeren Ergänzungen als unterschiedliche Zeitschichten nebeneinander.

Die Kirche ist von ihrem Friedhof umgeben. Während Restaurierungsarbeiten kann sich der Zugang ändern; prüfen Sie deshalb vor Ihrem Besuch die Zugangssituation. Das ist besonders hilfreich, wenn der Kirchenbesuch einen festen Platz in Ihrer Tagesplanung haben soll.

Mittelalterliche Burghügel und Wasser

Im Ortskern liegt eine zusammengehörige Mottenanlage aus zwei künstlich aufgeschütteten mittelalterlichen Burghügeln. Sie wurden zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert angelegt und liegen 60 Meter voneinander entfernt. Damit lässt sich die Anlage als Paar zweier klar voneinander abgesetzter Hügel betrachten, statt sie mit einem einzelnen Burghügel gleichzusetzen.

Beim nördlichen Burghügel bildet ein Bachlauf den wasserführenden Graben; der Hügel liegt am Zusammenfluss zweier kleiner Bäche. Die Motte von Coatellec ist als kreisförmiger, künstlich aufgeschütteter mittelalterlicher Burghügel mit etwa 20 Metern Durchmesser und einem wassergefüllten Graben beschrieben. Diese Angaben geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte, um die Formen der mittelalterlichen Anlagen in Kermaria-Sulard zu unterscheiden.

Kreuze und Kapelle von Kerelleau

Die Croix Blanche ist ein monolithisches Kreuz aus grauem Granit. Es steht im Ortskern an der Kreuzung der Rue de la Croix Blanche und der Rue de la Croix Pavée. Seine Entstehung wird in die Zeit von der zweiten Hälfte des 16. bis in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts datiert. Das Wegekreuz von Fospoul stammt aus dem Jahr 1824 und bietet dazu einen späteren zeitlichen Bezugspunkt.

Auch die Kapelle von Kerelleau verbindet architektonische und historische Details. Ihr Renaissanceportal hat quadratische Pfeiler, zwei Säulen mit Kapitellen – eine davon ist heute zerstört – und einen dreieckigen Giebel. Die lateinische Inschrift „SOLIDEO HONOR ET GLORIA“ weist darauf hin, dass die Kapelle zumindest bei ihrer ursprünglichen Nutzung dem Protestantismus gewidmet war. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wird sie als Scheune genutzt. Klären Sie einen möglichen Zugang vorab, statt einen Innenbesuch vorauszusetzen.

Eine Radrundtour als andere Perspektive

Das am 24. Mai 2014 aktualisierte Streckenblatt beschreibt eine Radrundtour um Louannec, Kermaria-Sulard und Trézény. Sie kann in jeder dieser drei Gemeinden begonnen werden. Die Tour nutzt eine ehemalige Eisenbahntrasse und führt auf dem Rückweg über einen Radweg. Damit unterscheidet sich diese Möglichkeit der Tagesplanung von der Beschäftigung mit den einzelnen Bau- und Geschichtszeugnissen. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Streckenbedingungen vor Ort.

Wenn Sie Ihren Aufenthalt nach Interessen ausrichten, bieten die Burghügel, Kirche, Kreuze und Kapelle unterschiedliche historische Ansatzpunkte; die beschriebene Radrundtour ergänzt diese Auswahl um eine Radstrecke. Die Zugangsfrage ist dabei konkret zu unterscheiden: Für die Kirche ist öffentlicher Zugang angegeben, während bei der als Scheune genutzten Kapelle ein Besuch im Inneren nicht vorausgesetzt werden sollte.

Weitere Reiseziele entdecken: Dolo, Treffrin, Langueux, Saint-Gilles-Vieux-Marché, Ploufragan, Carnoët, Trévéneuc, Mellionnec.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.

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