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Am Lac de Bosméléac treffen ein konkreter Naturraum und verschiedene Freizeitmöglichkeiten zusammen. Saint-Théo eröffnet einen anderen Blick auf Le Bodéo: Kirche und Fontaine liefern Bau- und Ortsdetails, während Kérigant mit der Geschichte der Französischen Revolution verbunden ist. Für die Reiseplanung ergibt sich so eine Auswahl zwischen Themen am Wasser, Architektur und politischer Ortsgeschichte.

Am Lac de Bosméléac: Natur und Wege

Der Lac de Bosméléac liegt auf dem Gebiet von Allineuc, Merléac, Le Bodéo und Saint-Martin-des-Prés. Der westliche Teil, „Queue du Lac“ genannt, ist ein Überwinterungs- und Brutgebiet für Wasservögel, darunter Haubentaucher und Blässhühner. Für Naturinteressierte gehört damit neben der Wasserfläche auch die Rolle dieses Seeteils als Lebensraum zum Thema. Die Angaben zu Überwinterung und Brut verweisen auf unterschiedliche saisonale Funktionen, ohne einzelne Beobachtungstermine vorzugeben.

An den schattigen Ufern ermöglichen vom Département Côtes-d’Armor angelegte Wege eine fünf Kilometer lange Teilumrundung des Staudamms. Die Länge bezieht sich auf diesen Teilrundweg am Damm. Als weitere Freizeitmöglichkeiten eignen sich der Lac de Bosméléac zum Angeln sowie für Spaziergänge, Ausritte und Mountainbiketouren. So stehen eine bezifferte Wegstrecke und verschiedene Arten der Freizeitgestaltung am See nebeneinander.

Saint-Théo: Architektur in mehreren Phasen

Die Pfarrkirche Saint-Théo verbindet mehrere Bauphasen. Sie wurde 1705 unter Leitung des aus Saint-Malo stammenden Architekten Jean Soulié wiederaufgebaut. Im nördlichen Querhaus ist eine Kapelle erhalten, die bereits 1667 errichtet wurde und somit älter ist als der Wiederaufbau. Das bemalte Holztonnengewölbe kam später hinzu: Der Maler Jean-Baptiste Le Corre führte es zwischen 1724 und 1726 aus.

Die Datierungen ordnen Kapelle, Wiederaufbau und Gewölbe in eine zeitliche Folge ein, statt alle Bauteile einem einzigen Baujahr zuzuschreiben. Ein Querhaus ist der seitliche, den Hauptteil kreuzende Bereich einer Kirche; die Angabe verortet die Kapelle innerhalb des Gebäudes. Ein Tonnengewölbe bezeichnet eine längs verlaufende, bogenförmige Decke. Hier besteht es aus bemaltem Holz, sodass Konstruktion und Gestaltung beide benannt sind.

Fontaine Saint-Théo: Quelle und Wasserlauf

Die Fontaine Saint-Théo befindet sich in der Rue Saint-Martin. Ihre Quelle liegt verborgen in einem Hortensiengebüsch und wird von einem Bauwerk mit tiefem Korbbogen überwölbt. Der Ausdruck Korbbogen bezeichnet einen abgeflachten, korbförmig verlaufenden Bogen. Ein kleiner offener Kanal leitet das Wasser der Quelle zu einem nahe gelegenen Waschhaus. Quelle, bauliche Einfassung und Wasserführung sind damit drei unterscheidbare Details dieses Orts.

Kérigant und die Revolutionszeit

Ein weiterer historischer Bezugspunkt ist Kérigant oberhalb des Étang de Bosméléac. Während der Französischen Revolution wurde das Dorf zu einem Zentrum des chouanischen Widerstands. In diesem Zusammenhang trafen sich Cadoudal und Legris du Val in Kérigant im Umfeld der Familie Garnier de Kérigant. Die Geschichte von Saint-Théo lässt sich über Bauwerke und Datierungen einordnen; Kérigant steht für einen politischen Ortsbezug der Revolutionszeit, der Dorf, Personen und Familie zusammenführt.

Weitere Reiseziele entdecken: Pouldouran, Saint-Briac-Sur-Mer, Saint-Lormel, Sévignac, Saint-Denoual, Prat, Glomel, Saint-Maden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.

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