Lezardrieux liegt direkt am Trieux. Der Fluss prägt hier ganz unterschiedliche Entdeckungen: Spazierwege und Aussichtspunkte, Wanderungen entlang der Mündung und Ausflüge aufs Wasser. Dazu kommen Kapellen mit bemerkenswerter Ausstattung, ein wiederkehrender Markt und praktische Bedingungen, die bei der Planung zählen. Für die Auswahl Ihrer Aktivitäten helfen konkrete Unterschiede: Die Wanderungen variieren in Länge und Dauer, während die Bootsangebote entweder kommentierte Ausflüge oder die Beteiligung an Segelmanövern umfassen.
Uferwege, Aussicht und Wanderungen
Der Bois de Lan Goc steht allen offen und bietet Spazierwege in ruhiger natürlicher Umgebung. Ein Aussichtspunkt und Picknicktische blicken auf den Jachthafen. Nahe dem Feuer von Les Perdrix liegt ein geschützter botanischer Bereich: Hinweisschilder stellen dort etwa 100 lokale Pflanzen- und Tierarten vor. Von diesem Bereich führt ein etwa sechs Kilometer langer Wanderweg weiter in Richtung des Dorfes Kermouster. Eine erste Wanderetappe beginnt am Hafen von Lezardrieux und verläuft entlang der Trieux-Mündung bis zum Weiler Kermouster, der einen außergewöhnlichen Blick auf die Mündung und den gegenüberliegenden Archipel von Bréhat bietet.
Für eine längere Rundwanderung ist die Boucle de Kermaria eine andere Möglichkeit: Sie ist 11,5 Kilometer lang, als mittelschwer eingestuft und dauert etwa drei Stunden. Bei Hochwasser ist der Küstenabschnitt unterhalb des Moulin à Mer auf dieser Route nicht passierbar; eine ausgeschilderte Hochwasser-Variante ist vorgesehen. Die beiden Wanderangebote unterscheiden sich damit sowohl in der angegebenen Länge als auch darin, dass für die Boucle eine ungefähre Dauer und ein Schwierigkeitsgrad vorliegen.
Am Strand Goas Luguen bei Kermouster ist Baden bei Hochwasser möglich, allerdings unbeaufsichtigt. Diese Bedingung gehört zur Planung eines Aufenthalts am Flussufer. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann zwischen dem etwa sechs Kilometer langen Weg in Richtung Kermouster und der längeren Rundwanderung wählen, ohne für den kürzeren Weg eine nicht angegebene Gehzeit anzusetzen.
Kapellen, Kirche und regionale Geschichte
Die Chapelle Saint-Maudez de Kermouster wurde 1740 auf einem Oratorium aus dem 12. Jahrhundert wiederaufgebaut. Sie beherbergt einen hölzernen Christus aus dem 15. Jahrhundert, neun polychrome Holzstatuen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, ein Gemälde der Maria Magdalena und mehrere Ex-votos. Ihr Alter, ihre architektonische Qualität, die religiöse Ausstattung und die zahlreichen Votivgaben machen die Kapelle bemerkenswert. Das Pardon de Kermouster findet am ersten Sonntag im September statt.
Auch die Kirche Saint-Jean-Baptiste bietet einen eigenen architektonischen Anhaltspunkt: Sie stammt aus den Jahren 1580 und 1858 und besitzt einen markanten Glockenturm, der für die Kirchen des Trégor typisch ist. Die Pont Saint-Christophe ist seit 1840 ein wichtiger Übergang zwischen Trégor und Goëlo. Die Statue Saint-Christophe ist seit 1978 als Monument historique eingestuft und zeigt den heiligen Christophorus, den Schutzpatron der Reisenden und Schiffer.
Die Chapelle Saint-Mahurin de Kermaria stammt aus dem Jahr 1783 und liegt in grüner, blütenreicher Umgebung. Sie ist nur gelegentlich für die Öffentlichkeit geöffnet; prüfen Sie den Zugang deshalb vor einem Besuch. So unterscheiden sich die sakralen Orte nicht nur durch ihr Alter und ihre Ausstattung, sondern auch durch die ausdrücklich begrenzte Öffnung dieser Kapelle.
Bootsausflüge und der Phare de Bodic
Le Passeur du Trieux bietet kommentierte Bootsausflüge auf dem als Natura-2000-Gebiet eingestuften Trieux ab Lezardrieux an. Die Formate dauern 1 Stunde 15 Minuten, 2 Stunden oder 4 Stunden. Dauer und Verfügbarkeit können saisonal wechseln; prüfen Sie die aktuellen Möglichkeiten vorab. Voiles & Traditions startet ebenfalls am Hafen von Lezardrieux und bietet Segelausflüge zur Entdeckung des Archipels von Bréhat. Dabei können Passagiere an Manövern teilnehmen und das Ruder übernehmen. Dieses Angebot ist saisonal; prüfen Sie es vor der Buchung.
Der Trieux ist auf einer Strecke von 17 Kilometern zwischen dem durch den Phare de la Croix markierten Eingang und dem Flusshafen Pontrieux schiffbar. Auf seinem Verlauf erreicht man auch den Jachthafen von Lezardrieux. Der 23 Meter hohe Phare de Bodic markiert gemeinsam mit dem Phare de la Croix vor Ploubazlanec auf der gegenüberliegenden Seite des Trieux den Flusseingang. Er ersetzte einen 1867 errichteten Vorgänger, der 1944 von den Deutschen zerstört wurde. Der Leuchtturm ist vollständig automatisiert; die letzten Leuchtturmwärter verließen ihn 2015. Der Zugang führt über den Weiler Bodic an der Straße in Richtung Lanmodez. Für Besichtigungen ist der Phare de Bodic während des gesamten Jahres 2026 geschlossen; prüfen Sie vor einer späteren Reise, ob Besichtigungen wieder möglich sind.
Markt am Freitagvormittag
Der Marché de Lezardrieux findet das ganze Jahr über freitagvormittags statt. Zum Angebot gehören unter anderem Obst und Gemüse, Fisch und Krustentiere, Fleisch, Blumen und Pflanzen sowie Kleidung. Der Markt ergänzt die Aktivitäten am Fluss um einen festen wiederkehrenden Termin im Ort. Wenn Sie Ihre Reise um einen bestimmten Wochenrhythmus herum planen, ist der Freitagvormittag dafür der relevante Zeitpunkt.
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