Zum Inhalt

Locarn verbindet Heideflächen und Vogelwelt mit Granitlandschaften und einem vielfältigen Kulturerbe. Für die Planung eines Aufenthalts sind dabei unterschiedliche Besuchsformen wichtig: Das Naturgebiet ist ganzjährig zugänglich, geführte Besichtigungen der Heideflächen finden jedoch im Sommer oder auf Anfrage statt. Kirchen, Kapellen und der Schatz von Locarn setzen eigene kulturelle Schwerpunkte.

Heide, Vogelwelt und ein 6-km-Pfad

Die Landes de Locarn umfassen 350 ha natürlicher Lebensräume. Dazu zählen Hochheiden mit Europäischem Stechginster, Zwergstrauchheiden, bewaldete Heiden und Torfmoore. In der Bretagne gehören die Landes zu den Gebieten mit der höchsten Dichte an Ziegenmelkern. Außerdem dienen sie mehreren Vogelarten als bevorzugtes Überwinterungsgebiet, darunter Sumpfohreule, Kornweihe und Bekassine. Wer sich für die Vogelwelt interessiert, findet hier also einen konkreten saisonalen Bezugspunkt.

Der Entdeckungspfad der Landes de Locarn ist 6 km lang. Er führt durch Heideflächen, Felschaos und Wälder zu Aussichtspunkten. Außerhalb des Pfads lassen sich die Heideflächen auch bei geführten Besichtigungen erkunden: Öffentliche Ausflüge gibt es im Sommer, Besichtigungen für organisierte Gruppen sind auf Anfrage möglich. Die Vereinigung Cicindèle pflegt das Gebiet durch Mahd und Beweidung. Die Landes sind ganzjährig zugänglich; es empfiehlt sich, vor dem Besuch die örtlichen Bedingungen zu prüfen.

Granitlandschaft und Aussicht

In den Gorges du Corong prägen spektakuläre Granitblöcke die Felsenlandschaft; darunter fließt der Fluss Follezou hindurch. Eine weitere Perspektive bietet der Menhir du Quélennec nahe den Landes de Locarn. Er überragt die Heide und bietet ein weites Panorama. Zusammen zeigen diese Orte verschiedene Facetten der Landschaft: Felsformationen, Flusslauf und offene Heide. Der Entdeckungspfad wiederum verbindet Heideflächen, Felschaos und Wald auf einer fest angegebenen Strecke von 6 km.

Kirchen, Kapellen und der Schatz von Locarn

Auch die Bau- und Kunstgeschichte lässt sich an konkreten Daten festmachen. Die Kirche Saint-Hernin wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Sie beherbergt ein seltenes Glockenrad aus dem 19. Jahrhundert mit 11 Glocken, das bei Zeremonien und volkstümlichen Ritualen verwendet wird. Die Chapelle Sainte-Barbe stammt aus dem Jahr 1631.

In der Chapelle Notre-Dame-des-Fleurs befindet sich eine bemalte, polychrome Terrakotta-Statue des heiligen Josef mit dem Kind. Sie wird dem 17. Jahrhundert zugeordnet; auch das 18. Jahrhundert kommt als mögliche Datierung infrage. Die Statue ist als geschütztes bewegliches Kulturobjekt eingestuft. So stehen neben den Bauwerken auch einzelne Kunstobjekte mit eigener Geschichte im Mittelpunkt.

Der Schatz von Locarn ist eine vierteilige Sammlung von Goldschmiedearbeiten aus dem 14. und 16. Jahrhundert. Seit dem 10. Februar 1948 steht er als historisches Denkmal unter Schutz. Ausgestellt ist der Schatz im Rathaus von Locarn; ein Besuch ist auf Anfrage beim örtlichen Tourismusbüro möglich. Für die Planung ist diese Bedingung wichtig, während die Heideflächen mit ihrem Pfad einen anderen Schwerpunkt für den Aufenthalt bieten.

Wenn Sie Locarn als Aufenthaltsort wählen, können Sie Natur und Kulturerbe unterschiedlich gewichten: Der Entdeckungspfad hat eine ausgewiesene Länge, öffentliche geführte Ausflüge in die Heide finden im Sommer statt, und der Besuch des Schatzes erfolgt auf Anfrage. Diese Unterschiede bieten konkrete Anhaltspunkte, um Ihren Aufenthalt nach den Themen und Besuchsformen auszurichten, die Sie besonders interessieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint Mayeux, Yvias, Pléneuf-Val-André, Evran, Rostrenen, Plouha, Plouezec, Plourhan.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.