Maritime Geschichte gehört in Paimpol sowohl zum Hafen als auch zur Stadt: Der Ort verbindet die Erinnerung an den Kabeljaufang mit Häusern von Reedern, einem Kulturort in einer ehemaligen Markthalle und einer Küstenroute. Für Ihre Reiseplanung eröffnet das verschiedene Schwerpunkte – historische Architektur, Ausstellungen und Aufführungen oder eine Erkundung des maritimen Gebiets zu Fuß und per Rundfahrt.
Hafen und maritime Kultur
Nach der Zeit des Kabeljaufangs in Neufundland und Island richtete der Hafen von Paimpol seine Tätigkeit auf Fischerei und Freizeitschifffahrt aus. Zwei Becken des Hafens wurden 1884 und 1902 fertiggestellt. Die veränderte Hafennutzung und die beiden Fertigstellungsjahre geben einen zeitlichen Rahmen für die Entwicklung des Hafens.
Die Halle Maritime wurde 1864 als Markthalle mit einer Fassade im Stil Napoleons III. errichtet. Dort verkauften die Frauen der Seeleute den Fisch, den ihre Männer in isländischen Gewässern gefangen hatten. Heute ist die Halle ein Kulturort für Ausstellungen, Konferenzen und Live-Aufführungen; sie zeigt das ganze Jahr über verschiedene Ausstellungen. Der Wechsel von der Markthalle zum Kulturort ordnet die heutige Nutzung in die maritime Vergangenheit ein.
Historisches Zentrum und Abtei Beauport
Im historischen Zentrum von Paimpol gibt es enge Gassen und imposante Häuser von Reedern. Auf dem Place du Martray stehen zahlreiche Häuser aus dem 16. Jahrhundert. Die Reederhäuser verweisen auf die mit der Schifffahrt verbundene Stadtgeschichte; die Häuser am Place du Martray setzen einen konkreten zeitlichen Bezug zum 16. Jahrhundert.
Die Abtei Beauport eröffnet einen anderen Blick auf das Kulturerbe: Sie wurde 1202 vom Prämonstratenserorden am Meer gegründet. Heute lässt sie sich durch Besichtigungen und Spaziergänge entdecken. So stehen für die kulturelle Erkundung sowohl die Gassen und Häuser des historischen Zentrums als auch die Geschichte einer am Meer gegründeten Abtei zur Wahl.
Küste zu Fuß oder per Rundfahrt erkunden
Der Zöllnerpfad GR®34 führt vom Hafen von Paimpol in Richtung der Abtei Beauport zur Pointe de Guilben. Die Pointe ist eine lange Land- und Felszunge, die ins Meer hinausragt. Bei Ebbe bietet sie Ausblicke auf weitläufige Sandflächen. Wenn Ihnen dieser Blick wichtig ist, planen Sie den Besuch passend zur Ebbe.
Eine andere Erkundungsform bietet der Petit Train Paimpolais mit seiner kommentierten Rundfahrt durch große Teile des maritimen Gebiets von Paimpol. Die Route umfasst den Hafen und die Bucht von Poulafret mit ihrer biologischen Vielfalt. Von der Pointe de Guilben aus bietet die Fahrt Ausblicke auf beide Buchten. Beim Vergleich der Möglichkeiten geht es damit um unterschiedliche Formate: eine Küstenroute zu Fuß oder eine kommentierte Rundfahrt mit mehreren maritimen Stationen.
Daneben führt eine geführte Tour zur maritimen Geschichte durch die Fußgängerstraßen der Stadt. Erkundigen Sie sich vor der Reise nach dem Tourformat. Dalmard Marine besteht seit 1922 und wird heute von der vierten Generation unter Maxime Dalmard geführt. Wenn Sie das Atelier besuchen möchten, buchen oder bestätigen Sie den Besuch vor der Reise.
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