Plémet lässt sich über Landschaft, Handwerk und Baugeschichte entdecken. Das Tal des Lié grenzt im Westen an den Ort. In den historischen Themen reicht die Spanne von einer römischen Straßenverbindung bis zu Kapellen und Kreuzen aus verschiedenen Jahrhunderten. Für die Reiseplanung lohnt es sich, diese geschichtlichen Spuren von den heutigen Aktivitäten zu unterscheiden.
Landschaft und Aktivitäten
Die Base Sports Nature de Pont Querra bietet Kanufahrten für alle Bevölkerungsgruppen an. Die Betriebsmodalitäten können saisonal variieren; prüfen Sie das Angebot vor Ihrer Reise. Eine andere Möglichkeit ist die Balade du Vau Blanc: Die Route führt am Fluss Lié entlang und vermittelt die Geschichte des örtlichen Eisenhandwerks. So stehen zwei unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl – Kanufahren auf der einen und eine Route mit Bezug zur Flusslandschaft und Handwerksgeschichte auf der anderen Seite.
Eisen, Leinen und ältere Verbindungen
Die Forge Saint-Eloi, le Vaublanc wurde 1675 von François de Farcy gegründet. Ein anderer Strang der Wirtschafts- und Handwerksgeschichte führt zur Abbaye de Lanthénac in La Ferrière. Die Mönche trugen durch die Verbreitung des Flachsanbaus und die Verarbeitung zu Leinen zur erneuten Blüte von Plémet bei. Eisenhandwerk und Leinen stehen damit für unterschiedliche Tätigkeiten und erzählen jeweils von einem anderen Teil der örtlichen Geschichte.
Auch eine römische Straßenverbindung gehört zu den historischen Themen: Die Straße in Richtung Coëtlogon ist ein Abschnitt der Verbindung zwischen Corseul und Vannes. Sie ergänzt die Geschichten von Eisen und Leinen um eine ältere Spur in der Landschaft. Zusammen ergeben diese Themen verschiedene Ansatzpunkte für alle, die Plémet nicht nur über seine Sakralbauten kennenlernen möchten.
Kapellen, Kreuze und Bauphasen
Die Chapelle Saint-Lubin wurde im 16. Jahrhundert erbaut; zu ihr gehört ein monumentales Kreuz aus dem 17. Jahrhundert. Die Chapelle Saint-Jacques entstand 1872 nach Plänen des aus Saint-Brieuc stammenden Architekten Maignan. Sie ist teilweise als historisches Denkmal geschützt; die Eintragung erfolgte am 22. Februar 1927. Das Kreuz von Saint-Jacques in Plémet ist ein weiteres geschütztes Zeugnis: Es stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde durch Erlass vom 22. Februar 1927 unter Denkmalschutz gestellt.
Die Baugeschichte des 19. Jahrhunderts lässt sich an weiteren Gebäuden ablesen. Die Église Saint-Pierre-et-Saint-Paul wurde von 1894 bis 1896 nach Plänen des Architekten Ernest Le Guerranic errichtet. Die Chapelle Saint-Sauveur in Saint-Sauveur-le-Bas wurde 1895 wiederaufgebaut. Im Vergleich dazu reicht die Chapelle Saint-Lubin deutlich weiter zurück; die verschiedenen Daten machen die unterschiedlichen Bauphasen in Plémet greifbar.
Pilgerwege und Pardon Saint-Sauveur
Historische Pilgerwege durch Plémet waren von Kapellen gesäumt, die den Pilgern als Raststationen dienten. Diese frühere Funktion gibt den Kapellen neben ihrer Baugeschichte einen weiteren Zusammenhang: Sie waren auch Teil der Wege, auf denen Pilger unterwegs waren. Der Pardon Saint-Sauveur wird in Plémet am ersten Sonntag im Juli gefeiert und umfasst eine Messe. Da es sich um eine wiederkehrende Feier handelt, prüfen Sie vor der Reise das jeweilige Jahresprogramm.
Ob Ihr Interesse eher den historischen Bauwerken, den Spuren des Handwerks oder einer Aktivität am Lié gilt: Plémet bietet mehrere klar unterscheidbare Themen, an denen sich die Wahl des Aufenthalts ausrichten lässt.
Weitere Reiseziele entdecken: Tréguier, Pleud Aniel, Plélan-Le-Petit, Pont-Melvez, Pleudihen-Sur-Rance, Saint-Carreuc, Trévéneuc, Saint-Adrien
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.