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Plusquellec verbindet historische Sakralbauten mit einer landschaftlich geprägten Entdeckung am Circuit de Kerthomas. An der Kirche Notre-Dame-des-Grâces und den Kapellen Saint Fiacre und Saint Mélar lassen sich unterschiedliche Zeitspuren unterscheiden; die Route führt durch Bocage, von Eiben gesäumte Hohlwege, Heiden und Moore und vorbei an Spuren des Bergbaus. So lassen sich für die Reiseplanung zwei Schwerpunkte unterscheiden: Baugeschichte und eine Landschaft, in der auch historische Nutzungsspuren zum Thema gehören.

Kirchen und Kapellen: unterschiedliche Zeitspuren

Die Kirche Notre-Dame-des-Grâces wurde durch einen Erlass vom 19. September 2018 vollständig als historisches Denkmal eingetragen. Ihre Hauptbauphasen werden dem 16. und 18. Jahrhundert zugeordnet. Das sind zwei verschiedene Zeitangaben: Der Erlass datiert die Eintragung, während die beiden Jahrhunderte die Bauphasen einordnen. Der Kirchenkomplex umfasst außerdem einen eingefriedeten Bereich, ein Beinhaus und einen Kalvarienberg.

Bei der Chapelle Saint Fiacre stehen Wiederaufbau und die Verwendung älterer Teile nebeneinander. Sie wurde um 1933 wiederaufgebaut; dabei wurden Bauteile des 14. und 16. Jahrhunderts wiederverwendet. Dazu zählen die Westtür, der westliche Giebel, die Südtür und die Pfeiler der Vierung. Die Angabe um 1933 bezeichnet also den Wiederaufbau, nicht das Alter der wiederverwendeten Teile. Diese Unterscheidung hilft bei der zeitlichen Einordnung: Ein Wiederaufbau im 20. Jahrhundert und Bauteile aus zwei früheren Jahrhunderten gehören zu derselben Kapelle. Sie liegt isoliert in Saint-Fiacre in Plusquellec.

In Locmenal befindet sich die Chapelle Saint Mélar, ein Bauwerk aus der Zeit vor 1693. Sie bietet damit einen anderen zeitlichen Bezug als Saint Fiacre: Bei Saint Mélar steht die Datierung vor 1693 im Mittelpunkt, bei Saint Fiacre der Wiederaufbau um 1933 mit älteren wiederverwendeten Bauteilen. Wer Baugeschichte vergleichen möchte, kann so zwischen der Datierung eines Bauwerks und der Verwendung älterer Bauteile in einer später wiederaufgebauten Kapelle unterscheiden.

Der Circuit de Kerthomas: Landschaft und Bergbauspuren

Der Circuit de Kerthomas beginnt vor der Kirche in Plusquellec. Er führt durch die für die Bretagne typische Bocage-Landschaft und durch von Eiben gesäumte Hohlwege; außerdem verläuft er an Spuren des Bergbaus aus dem 18. und 19. Jahrhundert, an Heiden und an Mooren vorbei. Damit treffen auf der Route unterschiedliche Landschafts- und Geschichtsthemen zusammen: Bocage und Hohlwege bilden den Landschaftsschwerpunkt, während die Bergbauspuren einen historischen Bezug hinzufügen. Für Reisende, die Landschaft und geschichtliche Spuren gemeinsam interessieren, bietet diese Verbindung einen konkreten Schwerpunkt.

Auch Gewässer gehören zum Kerthomas-Thema: Der Teich und der Bach gelten als Lebensraum für Fischotter. Ihre Anwesenheit gilt dort als Zeichen guter Wasserqualität. So reicht der Naturbezug über die Landschaftsformen hinaus bis zur Beziehung zwischen Tierlebensraum und Wasserqualität.

Welcher Schwerpunkt passt zu Ihrer Reise?

Für Ihre Reiseentscheidung lassen sich die Themen gut auseinanderhalten: Die Kirche und die beiden Kapellen bieten unterschiedliche zeitliche Anknüpfungspunkte; der Circuit de Kerthomas bündelt Landschaftsformen, Tierlebensraum und Bergbauspuren. Überlegen Sie, ob Sie sich stärker für Baugeschichte oder für Landschaft und Naturbezüge interessieren, und richten Sie daran die Themen aus, die Sie während Ihres Aufenthalts vertiefen möchten.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.

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