Saint-Gilles-Pligeaux verbindet ein vielfältiges kirchliches Kulturerbe mit Menhiren und einer mittelschweren Rundwanderung über 17 Kilometer. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich damit unterschiedliche Schwerpunkte: Bau- und Kunstgeschichte oder Zeit auf dem Wanderweg.
Kirchen, Kapellen und Kulturerbe
Das Pfarrensemble von Saint-Gilles-Pligeaux ist als Monument historique klassifiziert. Die Kirche Saint-Gilles stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert; vom Kirchenschiff aus ist ihr sternförmiges Gewölbe sichtbar. Vier Glasfenster zeigen die Verkündigung, den Tod des heiligen Josef und möglicherweise Szenen aus dem Leben des heiligen Gilles. Das Glasfenster in Fensteröffnung 8 zeigt, wie der heilige Gildas Sainte Tréphine heilt, sowie eine Predigt des heiligen Gildas. In der Kirche befindet sich eine Statue mit dem Titel „Saint Yves de Tréguier“. Zwei bemalte hölzerne Katafalke aus dem 19. Jahrhundert tragen bretonische Inschriften.
Das Pfarrensemble war in der Saison 2026 tagsüber vom 1. Mai bis zum 27. September öffentlich zugänglich. Prüfen Sie den Zugang vor einem späteren Besuch erneut.
Auf dem Friedhof steht die Kapelle Saint-Laurent, die G. Le Gloan 1538 erbaute. Ihr Chorabschluss ist im Beaumanoir-Stil gestaltet. Die halb unterirdische Krypta enthält eine polychrome Grablegung aus Tuffstein mit sieben Figuren; Guillaume Guérin de Lannion schuf sie 1718. Der heutige Bau der Kapelle Notre-Dame de La Clarté wurde 1784 begonnen und 1785 für den Gottesdienst geöffnet. Auch die Zwillingsbrunnen sind als Monuments historiques klassifiziert.
Menhire und Wanderungen
Die Route „Les 2 menhirs du Vieux-Bourg“ ist eine 17 Kilometer lange, mittelschwere Rundwanderung ab Saint-Gilles-Pligeaux. Sie führt durch die Landschaft des Kreiz Breizh, über Hohlwege und Wege entlang von Feldern und Weilern. Bewaldete Täler wechseln mit offenen Panoramablicken auf landwirtschaftlich genutzte Flächen. Prüfen Sie die Routendetails vor dem Aufbruch vor Ort. Die grünen, ländlichen Täler prägen die Umgebung von Saint-Gilles-Pligeaux. Auf Wanderwegen lassen sich dort neben Menhiren auch Kapellen entdecken; so treten Landschaft und Kulturerbe gemeinsam in den Blick.
Die dokumentierten Wanderungen beginnen am Parkplatz in der Rue des Bruyères im Ortskern. Prüfen Sie vor dem Start die örtliche Beschilderung und die Wegbedingungen.
Die Menhire von Kergornec stehen auf einem Felssporn mit Blick über das Tal des Sulon. Der Menhir Kergornec 1 ist fast sieben Meter hoch. Der Standort ist öffentlich zugänglich; am oberen Ende des Zugangswegs gibt es einen Parkplatz. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die örtlichen Bedingungen.
Für die Schwerpunktsetzung Ihrer Reise ist der Unterschied konkret: Die Bauwerke bieten einzelne Architektur- und Kunstthemen, die Rundwanderung eine fest umrissene Gehstrecke.
Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Juvat, Ploeuc-Sur-Lié, Plougrescant, Uzel, Callac, Jugon-Les-Lacs, Quessoy, Plénée-Jugon.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.