Zum Inhalt

Saint-Urbain ist von einem hügeligen Relief geprägt: Zahlreiche Bäche schneiden sich durch die Landschaft und fließen sämtlich in die Mignonne. Der Fluss bildet die natürliche Grenze zwischen Saint-Urbain und Irvillac. Drei Wanderrouten führen durch Heidelandschaften, Täler und ländliches Kulturerbe. Damit stehen Landschaft und Ortsgeschichte gemeinsam im Mittelpunkt eines Aufenthalts.

Wandern zwischen Heidelandschaften und Tälern

Die Route «Entre landes et vallées» ist in den PDIPR des Départements Finistère aufgenommen. Der Titel bedeutet «Zwischen Heidelandschaften und Tälern» und benennt zwei Landschaftsmotive, die auch für die drei Wanderrouten insgesamt genannt werden. Der PDIPR ist der departementale Plan für Spazier- und Wanderwege; die Aufnahme gibt der Route einen konkreten Bezug zum Département Finistère.

Ein anderes Landschaftsbild bietet der Golf de Brest Iroise: Er liegt in einem bewaldeten Park von 220 Hektar. So stehen die Heidelandschaften und Täler der Wanderrouten neben einer ausdrücklich bewaldeten Parklandschaft.

Bauwerke und Zeitspuren

Die Chapelle de Trévarn folgt auf ein religiöses Gebäude, das bereits in der Gründungsurkunde der Abtei von Daoulas aus dem Jahr 1172 erwähnt wird. Die Kapelle besitzt ein Kersanton-Taufbecken mit der Datierung 1666. Auf ihrem Placître wurde das Kalvarienkreuz um 1630 vom Bildhauer Roland Doré aus Landerneau restauriert. Die drei Zeitangaben beziehen sich auf unterschiedliche Spuren: das frühere religiöse Gebäude, die Restaurierung des Kreuzes und das Taufbecken.

Auch weitere Erinnerungsorte führen in unterschiedliche Jahrhunderte. Das Kalvarienkreuz auf dem Friedhof von Saint-Urbain stammt aus dem Jahr 1575. Die Notre-Dame-Kapelle von Trévarn wird ins späte 17. und frühe 18. Jahrhundert datiert. Die Kirche im Ortskern von Saint-Urbain wurde in der Nacht vom 13. auf den 14. November 1904 durch einen Brand vollständig zerstört.

Das Château de Créac'h-Balbé ist in Privatbesitz und wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut. Sein symmetrischer Grundriss besteht aus einem zentralen Hauptbau, der von zwei niedrigeren Pavillons flankiert wird. Die Kapelle des Herrenhauses Beuzidou ist rechteckig und stammt offenbar aus dem 18. Jahrhundert. Zusammen geben diese Bauformen einen Einblick in verschiedene historische Gebäudetypen, ohne dass sie dieselbe Zeitstellung oder Funktion haben.

Die Pont de Mel Coz wurde 1702 erbaut oder wiederaufgebaut, um die Mignonne zu überqueren; sie liegt an der ehemaligen Königsstraße 170. Eine weitere Verbindung von Bauwerk und Landschaft zeigt das Viadukt über dem Tal von Guern ar Piquet: Sein Bau begann im Frühjahr 1865. In Guern ar C'Hoadic liegt eine überwucherte Ruinenanlage mit drei Wassermühlen, darunter eine Walkmühle und zwei Getreidemühlen.

Das Kanndi de Penbran liegt auf einem Gemeindegrundstück unterhalb des gleichnamigen Weilers in einer Talsohle. Ein Hohlweg, der heute Teil eines Wanderwegs ist, führt dorthin. Damit treffen bei diesem Ort die Lage im Tal und die Verbindung zu einem bestehenden Wanderweg zusammen.

Markt am Mittwoch

Auf dem Rathausplatz findet das ganze Jahr über mittwochs von 9 bis 12 Uhr ein Markt statt. Zum Angebot gehören Fisch, Backwaren, Honig, Obst, Gemüse, Blumen und Eier; die Anbieter können wechseln. Für die zeitliche Planung gibt dieser feste Wochentag einen konkreten Bezugspunkt, während die Auswahl der Waren nicht unverändert vorausgesetzt werden sollte.

Weitere Reiseziele entdecken: Bolazec, Argenton, Ploudalmézeau, Plougar, Dinéault, Audierne, Le Faou, Garlan.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Finistere.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.