Zum Inhalt

Poilley verbindet eine markierte Wanderung mit einer Landschaft aus Hecken, Fluss und Granit. Die rund 11 km lange Madeleine-Runde kann einen Besuch zu Fuß prägen; Kirche, Herrenhaus und steinerne Wegdetails ergänzen das Bild um unterschiedliche Seiten der Ortsgeschichte.

Wandern auf der Madeleine-Runde

Der Wanderweg „Madeleine de Sinéty“ ist für Fußwanderer zugänglich. Die Randonnée Madeleine de Sinety ist in beiden Richtungen ausgeschildert und bildet eine etwa 11 km lange Schleife. Mit dieser Länge ist sie ein eigener Wanderschwerpunkt statt einer bloßen kurzen Ortsrunde. Die Markierung in beiden Richtungen gibt bei der Wahl der Laufrichtung Orientierung. Prüfen Sie vor dem Aufbruch örtliche Bedingungen, Zugang und Markierungen.

Bocage, Beuvron und Granit

Über einen Kilometer folgt der Wanderweg dem Beuvron. Der Fluss ist das wichtigste Element des Gewässernetzes von Poilley und begleitet damit die Wanderung auf einem konkreten Abschnitt. Durch eine stark ausgeprägte Bocage-Landschaft verläuft der Weg zwischen landwirtschaftlichen Parzellen, die von Hecken dominiert werden. Die Hecken gliedern die Felder und prägen so den Charakter dieser Agrarlandschaft. Entlang der Route stehen jahrhundertealte Eichen, Kastanien und Buchen; natürliche Granitblöcke gehören ebenfalls zum Wegbild. Wasser, Hecken, alte Bäume und Granit treten als unterschiedliche Landschaftselemente hervor.

Kirche, Herrenhaus und Kreuz

Die Kirche Saint-Martin wurde um das Jahr 1000 den Benediktinern von Mont-Saint-Michel anvertraut. Ihr Kirchenschiff stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts; an der Südseite bewahrt es eine wiederverwendete Tür und ein Fenster aus dem 15. Jahrhundert. So stehen an der Kirche eine frühe historische Beziehung, eine spätere Bauphase des Schiffs und ältere Bauteile nebeneinander. Ihre Baugeschichte lässt sich daher nicht auf ein einzelnes Datum reduzieren.

Das Château de Poilley ist das herrschaftliche Pfarrgut der früheren Pfarrei. Seine Hauptbauphase datiert an die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert. Damit ergänzen eine besondere historische Funktion und ein anderer zeitlicher Schwerpunkt die Baugeschichte, die sich an der Kirche aus mehreren Zeitschichten zusammensetzt.

Die Croix du Demeau ist achteckig und stammt wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert. Sie ist als historisches Monument eingetragen. Ihr Name könnte auf „demia“, ein lokales Getreidemaß, zurückgehen. Bei diesem Kreuz verbinden sich somit eine markante Form, eine ausdrücklich nur wahrscheinliche Datierung und eine mögliche Erklärung des Namens.

Auch entlang der Wanderroute finden sich historische Alltagsbezüge. Die dort gelegenen „sources-lavoirs“ dienten früher der Wasserversorgung. An der Route stehen teilweise Häuser mit runden Türen aus rötlichem Granit und feinen Außenkaminen. Diese Wegdetails ergänzen die größeren Bauwerke um Beispiele für die Architektur und frühere Versorgung im Ort.

Weitere Reiseziele entdecken: Gosné, Saint-Domineuc, Meillac, Noyal-Sous-Bazouges, Roz-Sur-Couesnon, Le Tiercent, Saint-Jacques-De-La-Lande, Plesder.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ille-Et-Vilaine.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.