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Châtillon-Sur-Seine eröffnet mehrere kulturhistorische Blickwinkel: Archäologie, sakrale Kunst und Bauwerke aus verschiedenen Jahrhunderten setzen eigene Akzente. Für Ihren Aufenthalt können Sie die Themen nach persönlichem Interesse ordnen. Das Musée du Pays Châtillonnais – Trésor de Vix bündelt Archäologie, Bildende Kunst, Geschichte und Naturwissenschaften; Kirchen und historische Gebäude liefern dazu konkrete Beispiele für Bauweise und Ausstattung.

Archäologie und Sammlungen

Das Musée du Châtillonnais ist seit dem 17. September 2003 als Musée de France anerkannt. Das Musée du Pays Châtillonnais – Trésor de Vix ist in den Gebäuden der Abtei Notre-Dame untergebracht und verfügt über 2.000 m² Ausstellungsfläche. Das Grab der Dame von Vix, eine fürstliche Bestattung aus der Zeit um 500 v. Chr., wird im Museum als Zeugnis für den Reichtum und das Ansehen früher europäischer Eliten präsentiert. Zusammen kommen hier ein archäologischer Fund und seine Einordnung in die gesellschaftliche Stellung dieser Eliten in den Blick. Die weiteren Sammlungsbereiche reichen von Bildender Kunst und Geschichte bis zu Naturwissenschaften.

Kirchen und historische Gebäude

Die Église Saint-Nicolas wurde im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts erbaut und ist seit 1942 als historisches Monument klassifiziert. Zwei Glasfenster aus dem 16. Jahrhundert sind mit dem Jessebaum und der Legende der Pilger von Saint-Jacques de Compostelle verbunden und haben einen trojanischen Ursprung. Die Maison Philandrier setzt einen anderen Akzent: Das im 16. Jahrhundert errichtete Haus gehörte einem angesehenen Bürger. Ein Raum im ersten Stock ist mit Wandmalereien aus dem 17. Jahrhundert geschmückt, die die vier Erdteile darstellen. Die Malereien sind durch Verkleidungen verborgen und konnten daher nicht untersucht werden.

Das Auditoire Royal war ein königlicher Gerichtssaal und Rathaus; das Gebäude wurde Ende des 16. Jahrhunderts errichtet. Seine bemalte Dekoration stammt aus der klassischen Periode, die Innenausstattung wurde im 17. Jahrhundert vollendet. Bauzeit und Vollendung der Ausstattung liegen damit in unterschiedlichen Jahrhunderten – ein hilfreicher Unterschied, wenn Sie die verschiedenen historischen Schichten des Gebäudes einordnen.

Die Église Saint-Vorles ist eine schlichte Kirche mit lombardischen Arkaden und wurde zu Beginn des 11. Jahrhunderts erbaut. Ihre unterirdische Kapelle ist dem heiligen Bernhard geweiht. Außerdem beherbergt die Kirche eine Skulpturengruppe des Heiligen Grabes aus dem 16. Jahrhundert. So stehen in einem Bauwerk eine frühe Baugeschichte und ein deutlich später datiertes Werk sakraler Kunst nebeneinander.

Festungsreste und Radweg

Die Vestiges du Château des Ducs de Bourgogne erzählen von der Festungsgeschichte des Herzogtums Burgund. Sie wurden im 12. und 14. Jahrhundert als vorgeschobene Festung errichtet und 1598 geschleift. Geführte Besichtigungen sind für Gruppen nach Vereinbarung möglich. Wenn Sie eine solche Führung einplanen, stimmen Sie Termin und Verfügbarkeit vorab ab.

Als anderer Schwerpunkt kommt der VTT-Rundweg Nr. 1 „Circuit d'initiation de la Belette“ infrage, der in Châtillon-Sur-Seine beginnt. Er ist als blaue Strecke der Schwierigkeitsstufe 1 ausgewiesen und 12,3 km lang. Damit stehen neben den kulturhistorischen Themen konkrete Angaben zu einer Radroute, die Sie in Ihre Überlegungen einbeziehen können. Öffnung und Routendetails können sich saisonal ändern; prüfen Sie diese Angaben, bevor Sie die Tour planen.

Weitere Reiseziele entdecken: Minot, Vielverge, Auxonne, Beurizot, Bligny-Le-Sec, Talant, Labergement-Lès-Seurre, Francheville.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cote-Dor.

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