Zum Inhalt

Schleuse 75 macht die Lage am Wasser in Laperrière-sur-Saône besonders konkret: Das Gelände liegt an der Mündung des Canal du Rhône au Rhin in die Saône. Zugleich gehören Teiche, Feuchtwiesen und Wald zum Gebiet Étang du Milieu. Damit stehen für eine Entdeckungsreise sowohl Wasserwege und Ortsgeschichte als auch Naturthemen zur Wahl.

Schleuse 75 am Übergang von Kanal und Fluss

Das Gelände der Schleuse 75 liegt teilweise auf dem Gebiet von Laperrière-sur-Saône und an der Mündung des Canal du Rhône au Rhin in die Saône. An der Saône-Seite gehört ein moderner Holzponton zur Anlage. Die Lage lenkt den Blick zugleich auf den Schleusenstandort, den Übergang von Kanal zu Fluss und ein bauliches Element am Saôneufer. Wer sich für Wasserwege interessiert, findet hier einen konkreten Anknüpfungspunkt für die Ortsgeschichte.

Kanalbau und Ortsgeschichte

Die Arbeiten am Canal du Rhône au Rhin begannen 1784. Der Abschnitt Saint-Symphorien–Dole wurde 1802 fertiggestellt. Die Jahreszahlen markieren unterschiedliche Schritte: Der erste Zeitpunkt steht für den Baubeginn am Kanal, der zweite für die Fertigstellung des benannten Abschnitts. So lässt sich die Geschichte des Wasserwegs zeitlich einordnen, ohne beide Angaben zu einem einzigen Bauereignis zusammenzufassen.

Auch die Geschichte der Verteidigung gehört zum Ort: Sie wurde für die Einwohner nicht mehr durch das Schloss, sondern durch die als sicherer geltenden Befestigungsmauern von Auxonne gewährleistet. Das ist ein anderer Zugang zur Ortsgeschichte als der Kanalbau, denn hier geht es um den Wandel der Schutzfunktion. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde Laperrière-sur-Saône endgültig französisch.

Ein weiterer kultureller Bezugspunkt ist die Kirche Sainte-Marie-Madeleine, die im 18. Jahrhundert wiederaufgebaut wurde. Zu ihrer Ausstattung gehören ein Hauptaltar mit Tabernakel, ein Retabel und ein Gemälde der heiligen Maria Magdalena nach Lebrun. Diese Ausstattungsteile sind als historische Denkmäler geschützt. Für Ihren Besuch bietet die Kirche damit einen konkreten Blick auf sakrale Ausstattung und Denkmalschutz, während die Schleuse den technischen und landschaftlichen Zusammenhang des Ortes veranschaulicht.

Ein Schwert mit Scheide wurde in der Saône bei Laperrière-sur-Saône ausgebaggert. Das Fundstück ist dem Musée Vivant Denon in Chalon-sur-Saône zugeordnet. Zusammen mit den Bauwerken ergänzt es die Ortsgeschichte um einen archäologischen Bezug zum Fluss. Das Schwert und seine Scheide sind dabei ein eigener Fundzusammenhang; eine Datierung in die Eisenzeit ist damit nicht verbunden.

Teiche, Feuchtwiesen und Vogelzug

Das Gebiet Étang du Milieu, auch Étang de Laperrière genannt, umfasst zwei Teiche und schließt Laperrière-sur-Saône ein. Die Landschaft im Saône-Tal ist abwechslungsreich: Zu ihr gehören Feuchtwiesen, kleinere Anbauflächen und Waldgebiete. Wer sich bei einer Reise für Natur interessiert, findet hier ein anderes Thema als an Schleuse oder Kirche: nicht einzelne Bauwerke, sondern die Zusammensetzung einer Landschaft mit Wasser, offenen Flächen und Gehölzen.

Die Teiche sind während des Vogelzugs und der Überwinterung für Entenvögel und Watvögel von besonderer Bedeutung. Diese Zeiträume geben der Naturperspektive einen saisonalen Schwerpunkt. Im Vergleich dazu stehen die Geschichte des Kanals und die kirchliche Ausstattung für längerfristige Bau- und Kulturthemen. So können Sie Ihre Interessen danach gewichten, ob für Sie saisonale Naturzusammenhänge oder historische Bauwerke im Vordergrund stehen.

Spaziergang an der Saône

Die Voie bleue am Ufer der Saône ermöglicht einen Spaziergang von Laperrière-sur-Saône bis nach Saint-Jean-de-Losne. Damit ist ein konkretes Ziel für einen Weg am Fluss benannt. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die lokalen Bedingungen der Route. Angeln gehört ebenfalls zu den Aktivitäten am Saôneufer; wenn Sie angeln möchten, sollten Sie zuvor die örtlichen Vorschriften prüfen. Spaziergang und Angeln bieten damit unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit dem Flussraum zu beschäftigen, wobei beim Angeln die geltenden Regeln zu beachten sind.

Für die Reiseplanung ergibt sich eine klare thematische Auswahl: Schleuse 75 und der Kanal erzählen von Wasserbau, Kirche und Fundstück ergänzen die Kulturgeschichte, und die Teiche setzen einen saisonalen Naturakzent. Ein Spaziergang auf der Voie bleue führt als eigene Aktivität ans Saôneufer. Welche dieser Perspektiven für Sie den Ausschlag gibt, hängt davon ab, ob Sie den Ort vor allem über seine Baugeschichte, seine Natur oder eine Zeit am Fluss kennenlernen möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Bellenod-Sur-Seine, Bligny-Sur-Ouche, Genlis, Corcelles-lès-Cîteaux, Bressey-Sur-Tille, Ruffey-lès-Beaune, Premeaux-Prissey, Pouilly-En-Auxois.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cote-Dor.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.