Der Lac de Pannecière eröffnet mehrere Perspektiven auf Montigny-En-Morvan: Stausee, Uferwege und Wasservogelwelt stehen neben Freizeitangeboten am Wasser. Kapellen, Kirche und das Château de Chassy ergänzen diese Naturthemen um Bau- und Religionsgeschichte.
See, Freizeitanlage und Wasservögel
Der Stausee Pannecière-Chaumard umfasst 520 Hektar, fasst 80 Millionen Kubikmeter Wasser und gilt als größter See des Morvan. Der Lac de Pannecière ist etwa 7,5 Kilometer lang und rund 2,5 Kilometer breit. Zum touristischen Profil des Sees gehören Segeln und Wassersport.
An der Base de loisirs de Bonin am Lac de Pannecière umfasst die Freizeitanlage einen Strand, Kinderspielmöglichkeiten, Picknickbereiche, einen Foodtruck und Trockentoiletten. Wenn Sie bestimmte Einrichtungen einplanen, prüfen Sie vorab die aktuelle Ausstattung.
Im strengen Winter dient der Stausee zahlreichen Wasservogelarten als Zuflucht. Dazu zählen Haubentaucher, Kormorane, Graureiher, Silberreiher und verschiedene Entenarten. Diese saisonale ökologische Rolle ergänzt die Freizeit- und Uferperspektive des Sees um einen weiteren Naturbezug.
Uferwege und weitere Routen
Zwei benannte Wege setzen unterschiedliche Bezugspunkte: Die Route „Les rives du petit lac de Pannecière“ beginnt und endet an der Place de l'Église in Montigny-En-Morvan. Der Rundwanderweg „Les rives de Pannecière“ verläuft am Seeufer entlang und bietet einen Blick auf die Talsperre. Die eine Route ist über ihren Start- und Endpunkt im Ort beschrieben, die andere über Uferverlauf und Dammblick.
Der „Tour équestre du Morvan“ führt ebenfalls durch Montigny-En-Morvan. An der Yonne bietet eine Route Zugang zu einem eigens angelegten Beobachtungspunkt. So stehen neben dem Rundwanderweg am Seeufer auch eine Reitroute und ein weiterer benannter Bezug zur Natur auf der Auswahl.
Kapellen, Schloss und Kirche
Die Chapelle Saint-Bernard in Chassy wurde 1824 und 1994 restauriert. Sie liegt am Weg von Vézelay nach Santiago de Compostela; die Route „Les rives du petit lac de Pannecière“ führt die Chapelle castrale Saint-Bernard als Sehenswürdigkeit auf. Um den 20. August, den Gedenktag des heiligen Bernhard, wird dort alljährlich eine Messe gefeiert.
Das Château de Chassy stammt aus dem Jahr 1649 und folgte auf eine mittelalterliche befestigte Anlage, von der Gräben und Unterbauten erhalten sind. 1952 gehörte das Schloss dem Maler Balthus, der sich dort etwa zehn Jahre aufhielt, um Porträts und Landschaften des Morvan zu malen. So treffen an diesem Bauwerk eine ältere Befestigungsgeschichte, das Schloss aus dem 17. Jahrhundert und ein Bezug zur Malerei des Morvan aufeinander.
Die Église Saint-Léger stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde seitdem umfassend umgebaut. In der Kirche befindet sich ein Taufbecken aus dem 16. Jahrhundert. Unterhalb der Église Saint-Léger liegt die Fontaine Saint-Léger; der Überlieferung zufolge soll sie Augenkrankheiten heilen.
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