Der Canal du Nivernais bewahrt mit den Voûtes de la Collancelle eine Folge von drei Tunneln. Zugleich ist er der Freizeitschifffahrt gewidmet: Für eine Fahrt von einem Tag, einem Wochenende oder einer Woche können Sie ihn ohne Bootsführerschein befahren. An diesem Beispiel wird deutlich, wie in der Nièvre Landschaft und unterschiedliche Arten des Unterwegsseins zusammenkommen.
Flusslandschaften und Naturgebiete
Vier Gebiete geben Orientierung für Entdeckungen in der Nièvre: die Loire, die Puisaye, der Canal du Nivernais und der Parc Naturel Régional du Morvan. Zum Landschaftsbild gehören Wälder, Wiesen, Seen und Flüsse. Wer sich besonders für Natur interessiert, kann verschiedene Perspektiven verbinden: geschützte Lebensräume, Aktivitäten am Wasser und Themen rund um die Loire.
Die Réserve Naturelle du Val de Loire umfasst 1.454 Hektar und erstreckt sich über die Départements Cher und Nièvre. Zu ihren Landschaftselementen zählen Auwald, Trockenrasen und Nebenarme. Auch der Pavillon du Milieu de Loire greift die Themen Fluss und natürliche Lebensräume auf: Als Umweltbildungszentrum bietet er dazu Aktivitäten an. In der Nièvre gibt es außerdem 28 Espaces Naturels Sensibles, von denen 19 für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
Unterwegs am Canal du Nivernais
Der Canal ist nicht nur eine Wasserstraße für Freizeitboote. Zu den dort möglichen Aktivitäten zählen Radfahren, Wandern auf ausgewiesenen Rundwegen, Stand-up-Paddling, Tretbootfahren und Eselritte. So können Sie Ihre Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Weise auf den Kanal und seine Umgebung richten, ohne sich auf eine einzige Art der Bewegung festzulegen.
Auch die Radetappen zeigen verschiedene Landschaftsbilder. Die Etappe durch das Bazois führt an Wäldern und Bocage-Landschaften mit Schlössern und romanischen Kirchen vorbei. Die Etappe zwischen Chitry-les-Mines und Clamecy verläuft als durchgehende Voie verte, abgesehen von der Straßenverbindung in Richtung Corbigny. Diese Unterscheidung ist bei der Tourenplanung hilfreich, wenn Sie eine bestimmte Art von Wegverlauf bevorzugen.
Ein weiteres Bauwerk am Wasser ist der Pont-canal du Guétin: Das steinerne Aquädukt besitzt 18 Bögen und trägt Boote über den Canal latéral à la Loire. Der Bec d’Allier ist ein Zusammenflussgebiet, das vom Pont-canal aus über diesen Kanal erreichbar ist. Bei Gimouille liegt außerdem der Sentier du Passeur au Bec d’Allier.
Kultur, Bücher und Bergbaugeschichte
In La Charité-sur-Loire begegnen sich Literatur und Stadtgeschichte. Die Stadt entwickelte ihre Identität als Bücherstadt mit der Ankunft von Buchhändlern und Kunstbuchhändlern. Die Cité du Mot ist eine öffentliche Einrichtung, die das Priorat und La Charité-sur-Loire als Stadt der Kunst und Geschichte fördert; ihr Kulturprojekt widmet sich dem Wort. Damit steht neben dem historischen Ort auch die Beschäftigung mit Sprache und Literatur im Mittelpunkt.
Das Priorat ist ganzjährig kostenlos zugänglich, die Öffnungszeiten sind jedoch saisonal gestaffelt. Auch die Kirche Notre-Dame und der Jardin des Bénédictins sind ganzjährig kostenlos zugänglich. Prüfen Sie die Öffnungszeiten und Zugangsinformationen vor Ihrem Besuch lokal. Einen ganz anderen Zugang zur Geschichte bietet das Musée de la Mine in La Machine: Es befindet sich in einem ehemaligen Verwaltungssitz der Houillères und erzählt von der Kohleförderung und dem Leben der Bergleute.
Regionale Produkte und die passende Unterkunft
Zur kulinarischen Auswahl der Nièvre gehören Weine, Käse, Gebäck und Honig ebenso wie Charolais-Rind. Zu den Süßwaren zählen Négus, Pavé de la Route Bleue und Nougatine de Nevers. Auch die Weinlandschaft ist ein eigener Teil des regionalen Bildes: In der Nièvre gibt es fünf Weinberge. Diese kulinarischen Themen ergänzen die Natur- und Kulturentdeckungen um eine weitere Perspektive auf die Region.
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