Zum Inhalt

Vignol vereint eine technische Besonderheit mit mehreren klar datierbaren Bauzeugnissen. Die Eolienne de Vignol, eine Windpumpe mit Bollée-Antrieb, gehört mit dem Lavoir zum geschützten Denkmalensemble; die Pfarrkirche und das Friedhofskreuz ergänzen diesen historischen Schwerpunkt. Für Ihre Reise stehen damit zwei unterschiedliche Interessen im Mittelpunkt: Baugeschichte und Wassertechnik einerseits, ein Abschnitt der Tour de Vézelay andererseits. Die konkreten Zeitangaben und baulichen Merkmale helfen, diese Themen zu unterscheiden und den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts zu wählen.

Windpumpe und Lavoir: Wassertechnik in Vignol

Die Eolienne de Vignol ist eine Metallwindpumpe aus dem frühen 20. Jahrhundert. Sie wurde zur Wasserversorgung des Dorfes errichtet und besitzt ein Antriebssystem nach Bollée. Die Anlage konnte bereits bei sehr leichtem Wind anlaufen.

Zusammen mit dem Lavoir gehört die Eolienne zum Denkmalensemble „Eolienne et lavoir“, das durch Erlass vom 28. März 1996 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Das Lavoir ist älter als die nahe gelegene Windpumpe. Eine Quelle speist beide Bauwerke; sie wurde 1900 Fontaine de Chésamps genannt und wird heute mit dem Bach Grande Fontaine gleichgesetzt, der das Tal bewässert. Die Abfolge unterscheidet die Bauzeit des Lavoirs von der späteren Windpumpe und dem Schutz des Ensembles im Jahr 1996.

Bauphasen und Grundriss der Pfarrkirche

Die Église paroissiale Saint-Nazaire Saint-Celse weist Bauphasen aus dem 12. Jahrhundert, dem vierten Viertel des 15. Jahrhunderts und der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf. Eine frühere romanische Apsis ist erhalten. An einem Konsolstein der linken Kapelle befindet sich eine Inschrift mit der Jahreszahl 1496. Die Apsis ist ein erhaltener älterer Bauteil; die Inschrift markiert dagegen ein konkretes Datum an einem einzelnen Stein.

Das Kirchenschiff umfasst drei Joche, dazu kommen zwei Seitenkapellen und eine polygonale Apsis. Ein Joch bezeichnet einen Abschnitt der Gliederung des Kirchenschiffs; polygonal bedeutet mehrseitig. Das Kirchenschiff bezeichnet den Längsraum der Kirche, die beiden Seitenkapellen ergänzen ihn seitlich.

Das Friedhofskreuz und seine Form

Das Friedhofskreuz stammt aus der Übergangszeit vom 18. zum 19. Jahrhundert. Seine Bauteile unterscheiden sich nach Material und Form: Das Fundament ist gemauert und kreisförmig, der Sockel monolithisch und ebenfalls kreisförmig. Darüber sitzt ein quadratischer Schaft aus zwei Teilen mit abgefasten Kanten, gekrönt von einem monolithischen Kreuz mit Flachreliefdekor. Monolithisch bezeichnet hier Sockel und Kreuz jeweils als aus einem Stein gearbeitet; abgefaste Kanten sind abgeschrägte Übergänge an den Ecken des Schaftes.

Tour de Vézelay: Streckenlänge und Markierung

Der Abschnitt Vignol–Saizy–Mont Sabot der Tour de Vézelay ist mit 5,1 km angegeben; bei einer Überarbeitung des Verlaufs kann sich die Länge ändern. Er ist mit blauen Markierungen für eine lokale Wanderung ausgeschildert. Die Markierungen sind nicht gut unterhalten, obwohl der Weg leicht zu finden ist. Prüfen Sie die Wegkennzeichnung vor dem Losgehen, wenn Sie den Abschnitt einplanen. Streckenlänge und Wegweisung beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Die 5,1 km beschreiben den Umfang des Abschnitts, die Markierung betrifft die Orientierung unterwegs.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Honoré-Les-Bains, Bitry, Lormes, Pouilly-Sur-Loire, Clamecy, Bouhy, Bazolles, Brassy

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nièvre.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.