Die Baugeschichte der Kirche Saint-Denys reicht vom 13. Jahrhundert bis ans Ende des 15. Jahrhunderts. Auch lokale Bauformen und eine Kutschaktivität geben der Reise konkrete Themen: In Häusern und Bauernhöfen kommen unterschiedliche Kalksteine zum Einsatz, und eine Kutschfahrt führt durch die Umgebung am nördlichen Rand des Morvan.
Kirche Saint-Denys: Bauphasen und Grundriss
Hauptschiff, Chor und rechte Seitenkapelle der Kirche stammen aus dem 13. Jahrhundert. Das Seitenschiff und der Glockenturm wurden am Ende des 15. Jahrhunderts errichtet. Damit lassen sich zwei Bauphasen unterscheiden: Die älteren Teile gehören zum 13. Jahrhundert, während Seitenschiff und Turm später hinzukamen.
Der Bau ist rechteckig angelegt. Zu seiner Gliederung gehören ein Hauptschiff, ein rechtes Seitenschiff, ein einschiffiger Chor und eine zweijochige Kapelle. Über dem ersten Joch des Seitenschiffs steht der Glockenturm. Ein Joch bezeichnet einen gegliederten Abschnitt des Bauwerks; die Angabe „zweijochig“ beschreibt die Kapelle also als zwei solcher Abschnitte. So unterscheiden die Baumerkmale den Gesamtgrundriss von den einzelnen Teilen der Kirche.
Abtei Notre-Dame-du-Réconfort
Die Abtei Notre-Dame-du-Réconfort wurde 1235 von Mahaut de Courtenay, Gräfin von Nevers, gegründet. Papst Innozenz IV. weihte die Kirche der Abtei 1246. Gründung und Weihe sind damit zwei klar datierte Stationen ihrer Geschichte, die elf Jahre auseinanderliegen.
Vom Baubestand der Abtei aus dem 13. Jahrhundert sind nur der Kapitelsaal und die Sakristei erhalten. Der Kapitelsaal besitzt sechs Kreuzrippengewölbe, die auf Konsolen und zwei Mittelsäulen ruhen. Die Zahl der Gewölbe und die genannten Stützen geben einen konkreten Eindruck von der baulichen Gliederung des Raums. Zusammen mit der Baugeschichte von Saint-Denys eröffnet die Abtei einen zweiten Zugang zur Architekturgeschichte, mit eigenen erhaltenen Bauteilen und einer eigenen Chronologie.
Baustoffe und ländliche Prägung
Bei den Häusern und Bauernhöfen in Saizy wird lokal gewonnener grobkörniger Muschelkalk zusammen mit weißem Kalkstein verwendet. Der weiße Kalkstein dient unter anderem für Tür- und Fensterrahmungen, Eckquaderungen und Gesimse. Beispiele für diese Bauweise finden sich etwa in den Weilern Vaux und Néron. Die Materialien und ihre Einsatzbereiche machen die ländliche Architektur über einzelne Bauteile greifbar, statt sie nur allgemein als bäuerlich zu beschreiben.
Auch die Landschaftsgeschichte liefert eine eigene Perspektive auf die Bauformen. Die Hänge waren einst von Weinbergen bedeckt; die Architektur von Saizy ist jedoch stärker von Viehzucht und gemischter Landwirtschaft geprägt als von diesen früheren Weinbergen. So stehen die früheren Weinberge für die Geschichte der Hänge, während Viehzucht und gemischte Landwirtschaft den stärkeren Einfluss auf die Architektur bilden.
Kutschfahrten in der Umgebung
Attelage Randonnée Morvan bietet von Saizy aus Kutschfahrten und Kutschenwanderungen an. Die Aktivität führt durch die Umgebung am nördlichen Rand des Morvan, über ruhige Wege durch Heckenlandschaften und Wälder sowie entlang des Canal du Nivernais. Damit verbindet sie unterschiedliche Landschaftsmerkmale, ohne dass eine bestimmte Fahrtdauer oder Strecke vorausgesetzt werden muss.
Vor einer geführten Kutschfahrt können Teilnehmende beim Vorbereiten, Geschirren und Anschirren des Pferdes mithelfen. Die Aktivität umfasst damit auch eine Beteiligung vor der Fahrt selbst. Wenn Sie diese Kutschfahrt einplanen, prüfen Sie den konkreten Ablauf vor Ihrer Reise; Angebotsdetails können sich ändern.
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