Clessé ist ein Weinort, dessen Landschaft mehr umfasst als Reben: Weinberge, Wiesen, Ackerflächen und Wälder prägen den Ort. Vom Stadion von Clessé reicht der Blick über die Ebene der Saône, die Bresse und die Ausläufer des Jura. Spazierwege führen auf verschiedenen Wegen durch die Weinberge. Auch romanische Baugeschichte und die Verbindung mit Viré-Clessé prägen den Charakter des Ortes.
Weinlandschaft und Routen
Durch die Weinberge von Clessé führen Spazierwege auf unterschiedlichen Wegen. Bei den Routen unterscheiden sich die Ortsbezüge: Der „Parcours de Quintaine“ beginnt am Waschplatz im Weiler Quintaine, der „Parcours du Bourg“ an der Kirche von Clessé. „L'échappée de Senozan“ führt durch die Weinberge, nahe am Château de Besseuil und zum Ortskern von Clessé. So stehen zwei klar benannte Startpunkte einem Routenverlauf gegenüber, der Weinberge, die Nähe zum Château und den Ortskern verbindet. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Kennzeichnung und Zugänglichkeit der Routen, da sich beides ändern kann.
Kirchen und Baugeschichte
Die Kirche Saint-Trivier im Weiler Quintaine wurde an der Stelle einer früheren romanischen Kapelle errichtet, die dem heiligen Trivier geweiht war. In der Kirche befinden sich Buntglasfenster, die Marie Gillet 1864 stiftete. Damit treffen die Widmung des früheren Sakralbaus und eine Stiftung des 19. Jahrhunderts aufeinander.
Die Notre-Dame-Kirche von Clessé stammt aus dem Jahr 1090 und weist zwei romanische Bauphasen auf. Ihr erhalten gebliebener achteckiger Glockenturm wurde offenbar in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet. Seit 1929 ist die Kirche als Monument historique eingetragen; ihr Glockenturm ist seit 1930 klassifiziert. Die Zeitangaben markieren unterschiedliche Etappen: die Entstehungsangabe der Kirche, die nur offenbar datierte Errichtung des Turms und die jeweiligen Schutzstatus.
Eine weitere Perspektive auf Baugeschichte bietet die Ausstellungsgalerie „La mémoire de pierre“, die 1990 im Tinailler der Maison Guiochon eröffnet wurde. Dort werden dauerhaft von Jean PIERRE gefertigte Modelle regionaler Baudenkmäler aus Lavastein gezeigt. Während die Kirchen konkrete Bauwerke in Clessé veranschaulichen, richten die Modelle den Blick auf die Architektur der Region.
Weintradition und lokale Angebote
Die Cave Coopérative de Clessé wurde 1927 gegründet; die kontrollierte Ursprungsbezeichnung Viré-Clessé wurde 1998 anerkannt. So stehen eine örtliche Genossenschaft und die spätere Anerkennung der Appellation für unterschiedliche Aspekte der Weingeschichte.
Das wiederkehrende „Printemps du Cru Viré-Clessé“ stellt die Appellation vor. Während des gesamten Festwochenendes öffnen 24 Weingüter und Kellereien ihre Türen. Termine und Programm können sich zwischen den Ausgaben ändern; prüfen Sie die aktuellen Angaben, wenn Sie Ihren Aufenthalt an der Veranstaltung ausrichten möchten.
Cave la Vigne Blanche und Michel Jean-Pierre Vigneron sind in Clessé mit online buchbaren Angeboten im Zusammenhang mit Viré-Clessé verbunden. Prüfen Sie vor der Reise die jeweilige Buchbarkeit.
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